Vom Bernabéu ins Wembley


Veröffentlicht am 30. April 2013

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Kein Superlativ wurde ausgelassen. Fußballdeutschland stand berechtigt Kopf. Fußballeuropa war angetan, wie respektvoll begeistert. Bayern und Dortmund haben dieser Champions League Saison endgültig ihren Stempel aufgedrückt. Der traumhaften Pflicht soll nun die vollendende Kür folgen, an deren Ende dann ein deutsches Endspiel in Wembley stehen soll. Was für eine Chance! Trifft man dieser Tage landauf landab Fußballfans, man wird an die Stimmung eines Sommermärchens im Jahr 2006 erinnert, das Land ist ein Stück Fußball geworden. Bayern und Dortmund sei Dank. Der erste Auftritt gehört der Borussia, morgen gilt es für die Bayern.

Dortmund und José Mourinho haben gute Londoner Aussichten. Die schwarz-gelbe Borussia wird wohl am 25. Mai 2013 in Wembley um Europas Fußballkrone spielen. Der portugiesische Meistertrainer, will man umlaufenden Gerüchten glauben, könnte demnächst wieder seinen ehemaligen Arbeitsplatz an der Stamford Bridge einnehmen. Chelsea und die Premier League warten auf „The Special One“. Ob sich Mourinho und Dortmund in der nächsten Saison dann in der Königsklasse wiedersehen ist noch nicht beschlossene Sache. Der Kampf um die CL-Plätze ist auch in der Premier League eng. Augenblicklich steht Chelsea auf Platz drei, die Teilnahme momentan gesichert. In dieser Frage ist Jose Mourinho ausgerechnet vom jetzigen Chelsea Trainer Rafael Benitez abhängig. Mit dem Spanier Benitez, der einst sehr erfolgreich den FC Liverpool trainierte, hat Mourinho in Premier League und Champions League so manchen Zwist ausgefochten und für legendäre Spiele gesorgt.

Der Borussia wird diese Gemengelage herzlich egal sein. Dortmund hat die große Chance, sich die Endspiel-Tickets für London zu sichern. In Madrid macht man auf Optimismus, beschwört die großen Fußballwunder des Bernabéu Stadions. Was hat Real Madrid heute Abend wirklich zu bieten? Der doppelte Champions League Sieger Mourinho kennt das Wort aufgeben nicht, so etwas gehört nicht zu seinem Wortschatz. Man ahnt die Intensität, mit welcher er die Madrilenen einstimmen wird. Bei Real soll es in dieser Saison viele Probleme gegeben, Mannschaft, Verein, Fans und Trainer angeblich selten Gemeinsamkeiten gefunden haben. Dies könnte aber im Kampf um die letzte große Chance der Saison anders sein. Die Männer um Ronaldo werden heiß ins Spiel gehen, das Bernabéu brodeln. Unterschätzen darf man auch ein angeschlagenes Real nicht. Die Borussia wird dies nicht tun. In ganz Fußballeuropa ist man sich ziemlich einig, Borussia Dortmund wird heute seine Aufgabe meistern und den ersten deutschen Schritt ins Endspiel tun. Dann ist es an den Bayern. Wembley ruft. Wo Jose Mourinho am Endspieltag sein wird, er wird es nicht verraten.

Redaktion Magath & Fußball

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Ein Gedanke zu „Vom Bernabéu ins Wembley

  1. Mourinho

    Es ist schon bezeichnend, dass es Mourinho noch nie länger als 3 Spielzeiten bei seinen Mannschaften ausgehalten hat. Dennoch muss man sich erst mal 3 Jahre in Madrid als Trainer halten können. In dieser Zeit hat er sehr viel erreicht, auch wenn la décima ihm bisher verwehrt blieb.
    Er ist eine tolle Trainerpersönlichkeit und es ist sehr schade, dass er eine Trainerstation in Deutschland kategorisch ausschließt…

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