Christoph Metzelder


Veröffentlicht am 21. Mai 2013

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kicker: Zu aller Überraschung schafften Sie 2010/11 stolze 47 Pflichtspiele. Trotz oder wegen des berüchtigten Magath-Trainings?
Metzelder: Es war eine Quälerei. Aber er hat es geschafft, mich fit zu kriegen, wie vorher angekündigt.

kicker: Sehen Sie die Reizfigur Magath differenzierter als andere?
Metzelder: Da ich schon etwas älter war, konnte ich seine Methoden ganz gut einschätzen. Für junge Spieler war es sicher eine Grenzerfahrung. Aber Magath wollte mit seiner Art bestimmte Reaktionen provozieren. Und die, die er in der Kabine besonders hart anfasste, die haben eigentlich immer gespielt.

kicker: Sie unterstellen Magath also bei allem gute Absichten?
Metzelder: Absolut. Wer behauptet, Magath sei ein Menschenhasser, hat ihn noch nicht unter vier Augen erlebt oder beim Umgang mit seiner Familie. Und letztlich hat er ja fast überall Erfolg gehabt. Selbst Jefferson Farfan, der sicher nicht mehr unter Magath arbeiten möchte, räumt ein: Damals war ich auf jeden Fall fit.

(Christoph Metzelder, Interview kicker, 21. Mai 2013)

Ein Gedanke zu „Christoph Metzelder

  1. michael_290372

    Das passt doch genau zu dem, was ich jedem sage, der mich nicht danach fragt: Felix Magaths Ansatz ist und bleibt der einzig richtige, wenn es darum geht, eine Mannschaft zum Erfolg zu führen. Aber heutzutage ist ja kaum noch jemand dazu bereit, sich „quälen“ zu lassen, geschweige denn sich selbst zu quälen. Bei unserer verweichlichten „Jugend“ von heute müsste das ganze wahrscheinlich besser getarnt verkauft werden, aber ich bleibe dabei: Es ist der einzig wahre Weg! Deshalb hatte ich auch wieder einmal darauf gehofft, dass man Felix – in welcher Form auch immer – bei der Gestaltung unseres neuen HSV mit einbinden würde…
    Die Hoffnung stirbt bekanntlicherweise zuletzt!

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