Wembley III – Alles auf Anfang


Veröffentlicht am 26. Mai 2013

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Jupp Heynckes, Vater des Sieges, Triumphator. Chapeau dem Mann aus Mönchengladbach. Ironie der Fußballgeschichte: Immer wenn er die Champions League gewinnt, muss er den Trainerstuhl räumen. Don Jupp hinterlässt seinem Nachfolger Pep Guardiola die beste Mannschaft Europas, ein funktionierendes Spitzenteam, ein perfekt bestelltes Haus.

Dortmund ist nicht Barcelona, die Männer von Jürgen Klopp ließen sich weder vorführen noch demontieren. Die Leistung der Borussia stimmte. Man hätte das begehrte Ding auch mitnehmen können, wenn in den ersten 20 Minuten… Aber vorbei, kein Lob hilft und nichts kann trösten, eine tolle Saison ohne Titel bleibt eine Saison ohne Titel. Anders die Bayern. Der Pott geht nach München, man holt sich Titel wie vom Fließband. Pokale sind dort an der Tagesordnung, dieser allerdings auch an der Isar etwas Besonderes. Er könnte Bleiberecht bekommen, zur Gewohnheit werden. Allerdings hat auch Pep Guardiola in Barcelona nicht jede Saison die Champions League gewonnen. Daraus mögen Gegner Hoffnung ziehen, diese könnte sich als trügerisch erweisen. Die Bayern scheinen für die nächsten Jahre bestens aufgestellt, das Geld fließt üppig, die Voraussetzungen für Titelabonnements sind glänzend. Wer die Champions League künftig gewinnen will – in Europas Fußballhochburgen hat man es längst vernommen – kommt an diesen Bayern nicht vorbei.

Vom Gipfel der Champions League in die Niederungen der täglichen Mühen, die Bundesliga zieht auch künftig ihre Bahn. Man darf gespannt sein. Platz eins offensichtlich fest in bayrischer Hand, Platz zwei wohl schwarz-gelb gebucht. Einen spannenden Kampf um den deutschen Meistertitel könnte es sobald nicht mehr geben. Überraschungen werden von Fans ersehnt. Bayern im nächsten Champions League-Finale, für viele Fans eine erwartete Selbstverständlichkeit, alles andere eine Enttäuschung. Ob die Borussia nochmals nah an den Traum aller Fußballträume kommt? Es hängt auch von Begehrlichkeiten der Bayern ab, welcher Dortmunder noch auf der „Guardiola-Wunschspieler-Liste“ steht. Nach der Dortmunder Endspiel-Leistung könnte diese länger geworden sein. Die nahe Zukunft wird es zeigen.

Nach Wembley bleibt ein großer Fußballeindruck, Verlierer und Sieger haben den deutschen Fußball als Gewinner vom Platz gehen lassen.

Redaktion Magath & Fußball

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Ein Gedanke zu „Wembley III – Alles auf Anfang

  1. ninope

    Es war ausserdem eine Werbung des deutschen Fussballs in Sachen Fairplay. Stellen Sie sich einfach vor, es haette Barca gegen Real oder Inter gegen Milan im Finale gestanden… Die Spieler haetten sich die Koepfe eingeschlagen bevor das Spiel zu Ende waere… Respekt an die Bayern und den BVB, so wie an Deutschland generel.

    Ein Fan aus Griechenland…

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