Weltmeister kann es noch


Veröffentlicht am 17. Juni 2013

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Auftakt Confed-Cup: Beständigkeit auf allen Ebenen

Stupor mundi – „Staunen der Welt“ soll man einst den Staufer Friedrich II. genannt haben. La Furia Roja hat sich längst den Titel „Staunen der Fußballwelt“ verdient. Ob der Weltmeister es noch kann – daran durfte man zweifeln. Es gab einige Gründe.  Ein Spiel kann nicht überhöhten Spekulationen Richtung WM Turnier 2014 dienen aber die spanische Nationalmannschaft hat uns gezeigt, im Kampf um den Titel werden die Männer von der iberischen Halbinsel ein gewichtiges Wort mitreden. Nicht unbedingt eine überraschende Erkenntnis. Aber dennoch, die saisonalen Wunden von Real Madrid und dem FC Barcelona saßen tief und waren schmerzlich. Erstaunlicherweise haben diese im Team von Vicente del Bosque wie im Spiel der spanischen Elf offenbar weder Narben noch Kratzer hinterlassen, eher ein „jetzt erst recht“. Spaniens Nationaltrainer ist hoch zu loben. Seine Mischung funktioniert nach wie vor. Ein 2:1 wirkt vom Ergebnis nicht unbedingt beeindruckend, die Unterlegenheit der Urus war staunenswert. Uruguay ist um einiges entfernt von seiner Südafrika Form und spielte auch nicht wie der Copa-Sieger. Spanien ließ dies nicht zu, totale Überlegenheit hielt die Urus im Griff. Wer mit seiner besten Elf ins Spiel geht, Silva, Martinez, Torres, Villa, Mata, Navas usw. auf die Bank setzen kann, der agiert in glückseligen Zeiten des Fußballs, muss sich um die Zukunft keine Sorgen machen.

Noch nie hat eine europäische Nation den Weltmeistertitel aus Südamerika mitgebracht. Deutschland will diesen Versuch 2014 starten. Es ist keine prophetische Gabe nötig, bei diesem Ziel wird sich jedem Titelaspiranten die Hürde Spanien in den Weg stellen. Sie zu nehmen, braucht es alle Anstrengungen derer eine Fußballnation und ein großes Team fähig sind und dann noch ein gewaltiges Stück mehr…

Ansonsten am Eröffnungswochenende auch in anderen Bereichen viel Beständigkeit. Luis Felipe Scolari bleibt in Spiel und Aufstellung seiner preußisch anmutenden Ordnung treu und lässt sich weder vom Publikum noch von den Medien in die große Versuchung namens „Ballzauber“ treiben, den brasilianischen Titelambitionen könnte dies gut tun. Wie gehabt, Scolari weiß einen Weltmeister zu machen. Auch um Italien nichts Neues. Andrea Pirlo kann immer noch phantastische Freistöße schießen, wie guter Wein besser mit den Jahren und Mario Balotelli will partout sein Trikot nicht anbehalten. Der Ball rollt weiter, Tahiti und Nigeria beschließen heute den Auftaktspieltag.

Redaktion Magath & Fußball

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