Felix Magath im Interview – Teil II


Veröffentlicht am 21. Juli 2013

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Liebe Seitenbesucher, Leser, Facebook-Freunde und Fans!

Hier Teil II und die Fortsetzung unseres Interviews. Danke für die Fragen und das anhaltende Interesse. Euch allen einen schönen Sonntag.

Bis bald! Euer Felix Magath

Teil II

Johannes Mittermeier: Die Saison 2004/2005, Ihre erste in München, verlief nach etwas schwierigem Start ja sehr erfolgreich, national, aber auch international. Im Viertelfinale der Champions League scheiterten Sie denkbar knapp und ebenso unglücklich am FC Chelsea, 2:4 und 3:2. Die Mannschaft hatte für meine Begriffe eine Achse aus Klassepielern, Kahn, Lucio, Ballack, Makaay. Im Jahr darauf war vom spielerischen Element, das sich besonders in der Endphase 04/05 immer weiter harmonisiert hatte, allerdings kaum noch etwas zu sehen. Gerade auf europäischem Parkett tat sich eine Diskrepanz zur absoluten Spitze auf, die schon im Achtelfinale in einer unrühmlichen Manier kulminierte – der FC Bayern wurde von Milan deklassiert. Für mich war das schwer zu verstehen, in Anbetracht der Vorsaison, des Spielerkaders, auch der neuen Allianz-Arena, die gerne als „Waffe“ proklamiert wurde.

Erste Frage: Überraschte Sie das internationale Abschneiden 2005/2006 und haben Sie (rückblickend) eine Erklärung dafür?

Felix Magath: Während der Hinrunde hatte sich nach einigem Hin und Her entschieden, dass Michael Ballack uns verlässt. Sein angekündigter Wechsel zu Chelsea und die damit verbundenen Diskussionen im Vorfeld brachten in der folgenden Zeit dann doch einiges an Unruhe in die Mannschaft und ins Umfeld. Immerhin hatten wir in der Vorrunde noch eine phantastische Serie gespielt, übrigens zwei Punkte mehr eingefahren als die heutigen Über-Bayern in ihrer Hinrunde.

Zweite Frage, unabhängig vom beschriebenen Sachverhalt: Würden Sie im Nachhinein etwas anders machen, was Ihre Zeit beim FC Bayern anbelangt? (Transfers, Umgang mit den Bossen, Medien…)

Felix Magath: Im Vergleich zu heute wurde nicht in Spitzentransfers investiert, was sich gerade international nachhaltig bemerkbar machte. Da hat es später ja ein Umdenken gegeben, Nachfolgetrainer hatten stärkeres Personal verfügbar. Meiner persönlichen Linie im Umgang mit Verantwortlichen und Medien bin ich immer treu geblieben, unabhängig bei welchem Verein ich gearbeitet habe.

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Volker Jaspers: Ich bin seit 1979 HSV-Fan, mit allen Höhen (waren ja in letzter Zeit nicht viel) und Tiefen. Wie schätzen Sie die Situation beim HSV ein, wird der HSV in den nächsten Jahren Titel gewinnen? Werden Sie in irgendeiner Form bei Ihrem HSV noch mal tätig werden? Wie sieht Ihre berufliche Zukunft aus? Würde mich freuen, Sie nochmal in der Bundesliga zu sehen! Das Sie Ihre Meinung bei Facebook kundtun find ich gut und erfreue mich daran!

Felix Magath: Der HSV wird immer mein Verein bleiben, die Gründe muss ich sicher nicht mehr erläutern. Deswegen habe ich versucht, mir einen Überblick über die Situation beim HSV zu verschaffen, was mir nicht vollständig gelungen ist. Daher kann ich die Leistungsfähigkeit des HSV zurzeit nicht einschätzen, drücke dem HSV natürlich immer die Daumen. Der HSV wird mein Verein bleiben. Hoffentlich kann der HSV die Weichen so stellen, dass er die nächsten Jahre wieder nach oben kommt und um Titel mitspielt.

Dorothea Nahrstedt-Hampel: Frage mich oft, wie es Dir nach dem Verlassen von Wolfsburg ergangen ist. Sicherlich hat man Dich sehr verletzt, denn der VfL wird von Dir kaum noch erwähnt. Doch Du hast hier eine Menge trauriger Fans hinterlassen und wenn ich heute an den Trainingsplatz vorbeikomme, sehe ich Dich in Gedanken da oft stehen und mir wird bewusst, wie freundlich und geduldig Du zu uns warst. Es tut mir leid, dass Du in Wolfsburg so viel Negatives erleben musstest. Alles Gute für Dich und Deine Familie.

Felix Magath: Vielen Dank für jahrelange Fan-Treue. Natürlich war mir immer bewusst, bei den einfachen Fans immer Freunde und Unterstützer gehabt zu haben. Ich bedaure, dass ich den Fans in Deiner Heimat am Ende keinen besseren Fußball habe bieten können. Dich und die vielen Unterstützer aus den Fanreihen grüße ich hiermit sehr herzlich und bedanke mich für die bis heute eingehenden Zuschriften und Anfragen auch aus dieser Region.

Andreas Miaskiewicz: Hallo Herrr Magath! Meine Frage an Sie wäre, könnten Sie sich ein Engagement als Trainer und Manager beim 1. FC Kaiserslautern vorstellen?

Felix Magath: Der 1. FC Kaiserslautern ist mit Sicherheit ein sehr interessanter Verein, der über kurz oder lang den Sprung zurück in die Bundesliga schaffen wird. Lautern hat einen Trainer und auch einen Manager, die beide gute Arbeit leisten. Ich könnte mir vorstellen, dass es bereits in dieser Saison mit dem Aufstieg klappt.

*Lesen Sie am Montag, 22. Juli, Teil III des Interviews bei Magath & Fußball!

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