Felix Magath im Interview – Teil IV


Veröffentlicht am 23. Juli 2013

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Auch der vierte und vorerst letzte Teil dieses etwas anderen Interviews birgt wieder einige brisante Fragen, soll aber natürlich nicht das Ende unseres Austauschs hier bei Magath & Fußball gewesen sein. Ein großes Dankeschön für Euer reges Interesse, Eure Bereitschaft zur Teilnahme und viele spannende Themen! Gerne könnt ihr mir im Übrigen auch weiterhin Eure persönlichen Fragen an die Adresse interview@magath.net, via Facebook oder per Post zuschicken. In regelmäßigen Abständen werde ich diese beantworten, versprochen!

Erst einmal aber wünsche ich Euch allen eine schöne Woche und alles Gute!

Bis bald! Euer Felix Magath

Teil IV

Gunter Huscher: Mich würde mal Deine Meinung interessieren in Sachen HSV. Man kann sich langsam echt Sorgen machen. Was da in finanzieller Hinsicht zuletzt so gelaufen ist. Und auch die ganzen Querelen und Unstimmigkeiten im Aufsichtsrat. Das ist doch alles nur noch lächerlich. Wirst Du irgendwann mal zu UNSEREM HSV zurückkehren?

Felix Magath: Auch aus meiner Sicht ist das öffentliche Bild des HSV momentan sehr unerfreulich, nicht das, was ich mir unter einem professionell geführten Verein vorstelle, daher sind Sorgen angebracht. Dennoch hoffe ich, der HSV möge seine Ziele in sportlicher Sicht erreichen.

Tim Richard: Sehr geehrter Herr Magath, wie stehen Sie dazu, dass Sie den Ruf als sehr harter Trainer bzw. als Quäler haben? Damit meine ich die Medizinball-Treppenstufen-Trainingspolitik.

Felix Magath: Meine Trainingsarbeit und Methodik war immer erfolgreich. Spieler, die bei mir trainierten, wurde immer eine gute Fitness attestiert. In der Verletztenstatistik waren meine Spieler immer weit unten, wenig anfällig und körperlich sehr leistungsfähig. Treppen und Medizinbälle machen nur zwei, drei Prozent der Trainingsarbeit aus, wurden aber medial sehr stark in den Fokus gerückt, dann immer wieder klischeehaft wiederholt. Es gibt auch Leute, die über mein Training reden und schreiben aber noch nie eines besucht haben. Über die Vielfalt des Trainings und anderer Trainingselemente wurde und wird nur selten oder überhaupt nicht berichtet. Das gute Ergebnis der Trainingsarbeit, an dem auch mein langjähriger Konditionstrainer Werner Leuthard großen Anteil hat, wurde auch von neutraler Seite immer hervorgehoben. Unsere Spieler haben bis in die letzte Saisonphase stets über eine hervorragende Kondition verfügt.

Frederik Guski: Hallo Herr Magath, ich würde gerne wissen, was Sie über die folgenden Themen meinen: 1. Der Wechsel von Götze zu den Bayern? 2. Pep Guardiola als Trainer von Bayern? 3. Leon Goretzka? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Felix Magath: Mario Götze hätte noch ein Jahr bleiben können – es wäre seiner Karriere nicht abträglich gewesen. Ich hätte es gut gefunden, wenn er dem Verein, der ihn groß gemacht und ihm den Weg geebnet hat, auch etwas zurückgegeben hätte. Eine Art Zeichen des Dankes an den Verein würde ich mir von jungen und umworbenen Spielern wünschen. Ein positives Beispiel lebt hier Julian Draxler vor. Zur Personalie Guardiola kann man den FC Bayern eigentlich nur beglückwünschen. Und Leon Goretzka ist als Jugendspieler sehr früh aufgefallen. Ich halte ihn für einen Spieler mit großer Zukunft.

Dirk Schmidt: Es gibt viele Trainings- und Taktiklektüre. Ist sowas auch von Ihnen zu erwarten? Das wäre ein Hammer. Ich selbst trainiere einen Amateurclub und bin für jede Profianregung dankbar. Saisonvorbereitung, Taktiktraining, Kraft etc.

Felix Magath: Fachliteratur ist in nächster Zeit von mir nicht zu erwarten. Ich rate jedem Anfänger im Trainerberuf, seinen eigenen Weg zu gehen, sich dabei auch von Rückschlägen nicht beirren zu lassen.

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Ein Gedanke zu „Felix Magath im Interview – Teil IV

  1. heavensgate

    Die großen Talente von Schalke04, wie Draxler, Meyer und Goretzka, Matip etc., können sich unter dem jetzigen Trainer JK nicht weiterentwickeln. Leider!!!!! Ich möchte nicht wissen, wie der Kader unter Ihrer Führung jetzt spielen würde.

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