„Voraussetzungslosigkeit“


Veröffentlicht am 26. September 2013

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„Der Fußball erfüllt eine Reihe von besonderen Kriterien, die einfach klingen, jedoch grundlegend sind. Als Teamsport lebt er von der sehr reizvollen Verquickung von Einzel- und Teamarbeit. Zum Fußball gehört auch die ‚Voraussetzungslosigkeit‘. Hegel sprach von der ‚Voraussetzungslosigkeit der Philosophie‘. Beim Fußball ist die Voraussetzungslosigkeit materiell: Alles kann zum Ball werden, wir erinnern uns an die Lumpenbälle von früher, man braucht keine besondere Kleidung oder Schuhe, ein Tor kann auch aus zwei Pullovern bestehen, auch der Platz ist nicht besonders definiert. Man kann sich den Platz dann erobern, den man braucht: die Straße, den Acker. Fußball bietet des Weiteren ein ungeheures Nachahmungsangebot dar: Man sieht das Spiel und denkt, das kann ich auch.“

(Detlev Claussen, Soziologe, Interview Freitag, 5. Oktober 2007)

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