Marwin Hitz


Veröffentlicht am 28. November 2013

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Augsburgs Torwart auf einem guten Weg

Marwin Hitz kam beim FC Augsburg in dieser Saison bereits fünfmal zum Einsatz. Nur beim FC Bayern musste der FCA mit Hitz im Tor eine Niederlage hinnehmen, ansonsten aber gab's vier Siege.

Marwin Hitz kam beim FCA in dieser Saison bereits fünfmal zum Einsatz. Nur in München mussten die Augsburger mit Hitz im Tor eine Niederlage hinnehmen, ansonsten aber gab’s vier Siege.

Erfreulich sind die derzeitigen Leistungen von Marwin Hitz beim FC Augsburg. Mich überraschen diese nicht. Auf Marwin hat mich 2008 der Torwarttrainer des VfL Wolfsburg (Andreas Hilfiker) aufmerksam gemacht. Marwin spielte zu dieser Zeit in der zweiten Schweizer Liga beim FC Winterthur. Ich holte ihn mit gutem Gewissen als zweiten Torwart nach Wolfsburg und war schnell überzeugt von seinen Fähigkeiten. Im Anfang hatte Marwin Hitz noch leichte konditionelle Defizite. Kraft seiner Einstellung und seines Ehrgeizes konnten diese schnell beseitigt werden. Mit Fleiß und Anpassungsvermögen hat Marvin es geschafft, sich flott zu integrieren. Es war früh absehbar, dass er eine gute Zukunft als Torhüter haben wird.

Marwin Hitz nahm dann auch die erwartet gute Entwicklung und brachte sich auf Augenhöhe mit dem Ersatztorwart André Lenz, dem Publikumsliebling der Wolfsburger und einer festen Größe im Mannschaftsgefüge. André Lenz hatte als Typ immer eine hohe Akzeptanz bei Fans und Verantwortlichen, sicher keine leichte Ausgangsituation für Marwin Hitz. So musste Marwin erst einmal zur Regionalliga-Elf, bekam dort die nötige Spielpraxis und bewährte sich. Von Beginn an hat Marwin Hitz in Wolfsburg auch sehr viel von seinem Landsmann Diego Benaglio gelernt und profitiert. Als er diesen in einer Verletzungsphase Anfang 2010 vertrat, machte er seine Sache gut. Natürlich litt Marwin Hitz auch etwas unter der besonderen Situation, den etablierten Landsmann und Schweizer Nationalmannschafts-Torhüter Nummer eins vor sich zu haben und hatte gewisse Hemmungen, den Zweikampf um den Stammplatz im Wolfsburger Tor so anzunehmen, wie es nötig gewesen wäre. Man muss diese Besonderheit schon beachten, obwohl Marwin Hitz von seinen Anlagen und von seinem Können durchaus auf Augenhöhe mit Diego Benaglio war. Als Hitz dann im September 2011 für Benaglio im Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim im Tor stand, gab es diesen unglücklichen Platzverweis wegen Schiedsrichterbeleidigung, sicher auch einer großen Nervosität und dieser besonderen Situation geschuldet. Marwin Hitz ist daran aber nicht zerbrochen, sondern hat wie ein guter Sportler daraus die richtigen Lehren gezogen. Wolfsburg dann 2013 zu verlassen und seine Chance woanders zu suchen, war ein folgerichtiger und nachvollziehbarer Schritt.

Ich war von Marwin Hitz‘ Qualitäten stets überzeugt und würde ihn auf jeder Station wieder engagieren. Marwin hat eine große Karriere als Torhüter vor sich. Aktuell ist vor allem sein Augsburger Trainer Markus Weinzierl sehr zu loben, der Marwin Hitz sein Vertrauen schenkte und ihn in für Augsburg wichtigen Ligapartien auch einsetzte. Marwin hat dieses Vertrauen nicht enttäuscht und durch Leistung zurückgezahlt. An Marwin Hitz werden die Augsburger noch sehr viel Freude haben und mit ihm Erfolge erzielen.

Felix Magath

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