Solidarität von Arsène Wenger


Veröffentlicht am 2. Dezember 2013

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Zahir Belounis. Bis gestern saß der unbekannte französische Fußballprofi in Katar fest. Ohne Zustimmung seines Arbeitgebers, des katarischen Armeeklub Al-Jaish, erhielt er kein Reisevisum. So behandelt Katar seine Arbeitsmigranten, so sind dort die Gesetze. Nun ist Belounis nach langem Kampf am Donnerstag in Paris gelandet, wohl nur, weil er auf Gehälter verzichtet. „Teilweise haben sie mich zerstört“, sagte Belounis am Flughafen den vielen Reportern. Zu seinem Kampf gehörten auch offene Briefe an Zinédine Zidane und Pep Guardiola. Die FIFA hat ihre WM an Katar verkauft. Zidane, der wie Belounis algerische Wurzeln hat, und Guardiola sind Katars hochbezahlte WM-Botschafter. Geholfen haben andere, so etwa die internationale Spielergewerkschaft FIFPro, Menschenrechts-organisationen und verschiedene Medien. Auch Arsène Wenger solidarisierte sich mit Belounis. Die FIFA schwieg, ebenso Zidane und Guardiola. Der Bayern-Trainer ist nun in der Ethik-Liga ein Tabellennachbar der FIFA. Was sagt er dazu? Vielleicht nimmt ihn ja fcb.tv für seine Feigheit in die Mangel.

(Die Zeit, 29. November 2013)

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