Eusébio – der schwarze Panther


Veröffentlicht am 5. Januar 2014

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Portugals Fußballikone verstorben

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Der Dichter Rilke kannte keinen Fußball und lebte lange vor Eusébio, aber er schrieb wunderbare Zeilen über einen Panther, so als hätte er den „Pantera Negra“ spielen gesehen.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

In den 60ern war Eusébio einer der besten Fußballspieler der Welt. Viele Große sind nach ihm gekommen und längst wieder vergessen. Aber sein Name blieb, gehört zu den Juwelen des Weltfußballs, Eusébio hat Klang und Magie eines Fußballgiganten, sein Name und sein Andenken sind längst unsterblich. Den Europapokal der Landesmeister gewann Benfica Lissabon 1961/1962 auch dank seiner beiden Finaltore, man besiegte Real Madrid mit 5:3 im Endspiel zu Amsterdam. Bei der WM 1966 wurde er im Mutterland des Fußballs Torschützenkönig und verzauberte Fußballfans rund um den Globus. Man nannte ihn „Schwarzer Panther“, seine extrem schnellen Bewegungsabläufe und blitzschnellen Vorstöße machten ihn berühmt. Er war nicht einzufangen. Seinem Club Benfica Lissabon diente er von 1960 bis 1975 und schoss in 301 Spielen 307 Tore für diese große Fußballliebe seines Lebens. In seiner Zeit war Weltklasse noch eine besondere und nicht inflationäre Auszeichnung, er hatte dieses Gütesiegel ein Jahrzehnt getragen, sich Respekt von Mitspielern und Gegnern gleichermaßen stets verdient.

Aufgewachsen in einem Elendsviertel der damaligen portugiesischen Kolonie Mosambik, schaffte er mit seinem Talent und eisernem Willen den Aufstieg durch Fußball. Er hatte niemals vergessen woher er kam, er blieb immer ein Freund der kleinen Leute. Portugals Fußballfans und eine ganze Nation liebten diesen Mann. Weit über seine Karriere hinaus blieb er das große Sportidol seines Landes, keiner kam ihm gleich. Persönliche Eitelkeiten waren ihm nicht nur fremd, sie waren ihm auch zuwider. Als Botschafter seines Verbandes fieberte er immer wieder mit seiner portugiesischen Nationalmannschaft, bei jedem Turnier sah man ihm Aufregung und pure Freude gleichermaßen aus den Augen blitzen, er lebte keinen Fußball, er war Fußball. Seine Herzlichkeit war entwaffnend und seine Leidenschaft war groß, seine Menschenliebe so natürlich wie sein Fußballtalent phantastisch. Ein großes und menschliches Vorbild. Nun ist Eusébio da Silva Ferreira im Alter von 71 Jahren am 5. Januar 2014 in Lissabon gestorben. Ehre dem Andenken eines großen Sportlers, Fußballers und Menschen.

Redaktion Magath & Fußball

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