Luis Aragonés


Veröffentlicht am 1. Februar 2014

0 Flares 0 Flares ×

Spanischer Erfolgstrainer Aragonés gestorben

Mit ihm fing es an. Er begründete die Ära des Glanzes und der Titel für den spanischen Fußball. Seit der EM 1964 lief die „Furia Roja“ einem Titel hinterher, Luis Aragonés machte den endlosen Traum bei der EM 2008 endlich wahr. In Spanien nannte man ihn nur Luis. Er war der Boss, Ordnung und Disziplin sein Markenzeichen. Nun ist José Luis Aragonés Suárez Martínez im Alter von 75 Jahren gestorben. Der spanische und der Weltfußball verlieren ein knorriges wie fachkundiges Original, ein Trainer der guten Schule, mit einem über Jahrzehnte angehäuften Fachwissen, welches er immer gern auch an jüngere Kollegen weitergab. Er spielte kurz für Real, der Club seines Lebens aber Atlético Madrid. Er wurde dort als Spieler dreimal Meister – erhielt als Stürmer die legendäre Trophäe „Pichichi“ für den besten Torschützen der Primera División – holte später als Trainer ebenfalls die Meisterschaft, gewann sogar den Weltpokal. Er war einer der Großen des spanischen Fußballs, der Übergang vom Klassespieler zum Klassetrainer war fast nahtlos. Sein größter Triumph zweifellos der Sieg mit der spanischen Nationalmannschaft bei der EM 2008. Vier Jahre hatte er das Team trainiert, in Österreich und der Schweiz holte man mit beindruckendem Fußball den Titel und es begann die bis heute andauernde Glanzserie der Iberer. Aragonés dankte mit dem EM-Titel ab. Sein Nachfolger Vicente del Bosque setzte dessen Werk grandios fort. In Spanien ist Aragonés seit dem großen Sieg ein Volksheld und blieb doch immer der Nachbar von nebenan. Die Spanier werden ihren Champion und Europameister Luis nie vergessen, Fans und Fußballfreunde auf der ganzen Welt es ihnen gleich tun. Die Geburtsstunde der unendlichen Erfolgsgeschichte der „Furia Roja“ wird auf immer mit dem Namen Luis Aragonés verbunden bleiben.

Redaktion Magath & Fußball

Schreibe einen Kommentar