Was machen die „Kleinen“ richtig gut?


Veröffentlicht am 8. Februar 2014

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AZ: Die mediale Wahrnehmung ist ja recht schwach ausgeprägt. Ist Mainz 05 langweilig geworden?

„Wir befinden uns doch da in prominenter Gesellschaft. In der bundesweiten medialen Aufarbeitung da gibt es vier, maximal fünf Vereine – die machen 90 Prozent aus und der Rest sind zehn Prozent. Und dabei ist auch Mainz 05, da machen wir uns nichts vor. Also ich kann schon unterscheiden, was steht hier im Blätterwald in Mainz und Umgebung und was steht bundesweit im Blätterwald. Ich glaube, dass es eher ein Problem der Medien ist, dass für mich einfach viel zu selten einmal hinterfragt wird: Wie kann der FC Augsburg auf einmal auf Platz neun stehen? Wie kann es sein, dass Mainz in viereinhalb Jahren nie auf einem Abstiegsplatz steht? Wie kann es sein, dass es Freiburg in die Europa League schafft? Es wird immer dadurch begründet, dass die vermeintlich Großen so schlecht sind. Aber es wird nie mal hinterfragt: Was machen die Kleinen eigentlich so gut, dass sie mit der Hälfte, mit einem Drittel der wirtschaftlichen Möglichkeiten gegen diese Mannschaften sogar gewinnen? Das ist ein Problem, was wir selbst nicht lösen wollen. Skandale werden wir keine bringen, um in die Medien zu kommen, sondern wir werden weiter versuchen, so seriös zu arbeiten und vielleicht werden wir dann auch in den Fokus des einen oder anderen Journalisten, der bundesweit agiert, noch kommen.“

(Christian Heidel, 1. FSV Mainz 05, Videointerview Allgemeine Zeitung, 14. Januar 2014)

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