Rekordjäger


Veröffentlicht am 3. April 2014

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Celtic Glasgow holt sich 45. Meistertitel in Schottland

Den Titel so früh und souverän wie die Bayern. Im Unterschied zu den Hauptkonkurrenten der Münchner, die um Lichtjahre hinterherhecheln, ist der große Gegner von Celtic nicht mal in der Liga vertreten. Stadtrivale Glasgow Rangers muss sich aus der Strafversetzung in eine untere Liga erst wieder in Schottlands höchste Spielklasse zurückkämpfen. Derweil Celtic Glasgow in der letzten Woche und sieben Spieltage vor Schluss seinen 45. Meistertitel einfuhr. Die 50 Titel gelten längst als anvisiert, 2019 soll es dann soweit sein. Diese Titelsammlung ist noch spektakulärer als die der Bayern, selbst die 32 Meisterschaften von Real Madrid wirken bescheiden. Früher konnte Celtic mit solchen Teams nicht nur in Statistiken die Kräfte messen, sondern befand sich auf den Gipfeln des europäischen Spitzenfußballs, dort eine feste Größe. Der legendäre Jock Stein holte mit seinen Jungs den Europapokal der Landesmeister nach Glasgow, 1967 war es, lange ist es her. Ein Champions League Titel für die schottische Liga klingt heute eher wie ein Märchen aus sehr ferner und für immer entschwundener Zeit, die Fußballtektonik in Europa hat sich längst zu Ungunsten der Schotten verschoben. Die Leidenschaft für Fußball hat bei diesen aber absolut nicht abgenommen, brennt so enthusiastisch wie in den großen 60er Jahren. Die Helden hießen damals Tommy Gemmil, Jimmy Johnstone, Billy McNeil und Bobby Lennox und waren bewunderte Klassespieler, die in unmittelbarer Nachbarschaft von Parkhead groß geworden sind und unter heutigen Transfergesichtspunkten sicher bei Real, Barca, Inter oder Bayern gelandet wären.

Die heutige Spielergeneration genießt nicht mehr die internationale Reputation wie ihre legendären Vorvorgänger. Aber die Celtic-Fans lieben sie so wie die einstigen Legenden. Stars des aktuellen Meisterteams sind Trainer Neil Lennon, Kapitän Scott Brown und Honduras Nationalspieler Emilio Izaguirre, für Tore sorgt der 30-jährige Kris Commons. Dieser kein Stürmer, sondern Mittelfeldspieler, lieferte er in der laufenden Saison 22 Treffer in 28 Spielen. In der Champions League wird es auch in der nächsten Saison sicher nicht den Titel für Celtic geben, aber wenn Spiele im Celtic Park steigen, wird jeder Gast, Spieler und Zuschauer über die einmalige Atmosphäre diese Stadions staunen, die pure Fußballgänsehaut im hohen Norden ist immer titelverdächtig. Zu den 45 Meistertiteln und dem sagenumwobenen Champions League Sieg von 1967 gegen Helenio Herreras Inter Mailand kommen noch 36 schottische FA Cup Siege hinzu, natürlich auch dies ein Rekord.

Redaktion Magath & Fußball

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