Real Madrid vs. ??


Veröffentlicht am 30. April 2014

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Madrilenisches Stadtduell oder die Fahne der Premier League im Estádio da Luz zu Lissabon? Real wird nehmen was kommt, man hat den Titelverteidiger eindrucksvoll erlegt, nun will man auch den Triumph. Da wird einer etwas dagegen haben, der Real vor wenigen Tagen noch zu seiner spanischen Lieblingsmannschaft erkoren, er wurde mit ihr immerhin Meister und Pokalsieger, wenn auch der Champions League Sieg mit dem „Weißen Ballett“ nicht gelang: José Mourinho. Nun will der Portugiese in Diensten des FC Chelsea mit den Mannen von der Stamford Bridge endlich seinen dritten Champions League Sieg einfahren.

Carlo Ancelotti, im Verbrauch von Kaugummi längst legitimer Nachfolger von Alex Ferguson, will ebenfalls seinen dritten Titel. Auf der Habenseite des Italieners sind auch ein Meistertitel und ein Pokalsieg mit Chelsea verbucht. Atlético Madrid Chefcoach Diego Simeone möchte die Rechnung der beiden Startrainer natürlich durchkreuzen und sich seine erste Titelkappe in der Königsklasse holen. Kampflos wird man sich nicht ergeben im Londoner Halbfinalrückspiel. Favorit bleibt aber das Heimteam vom FC Chelsea. An der Nörgelei über Mourinhos Defensivstrategie mochte sich Diego Simeone nicht beteiligen. „Es gibt nicht nur einen Weg, interessanten Fußball zu spielen. Wenn wir alle auf die gleiche Weise spielen, es wäre doch sehr langweilig“, meinte der Argentinier augenzwinkernd während seiner CL-Pressekonferenz.

Auf der Strecke geblieben ist der haushohe Favorit, Titelverteidiger und vorhergesagte Sieger. Guardiola = Champions League Siege am Fließband, diese bayerische Rechnung ging also nicht auf. Eine Liga, in der man ohne Konkurrenz und dann noch dem einzigen Rivalen zentrale Spieler abwirbt, ist vielleicht auch nicht der beste Nährboden für Triumphe auf internationalem Parkett. Zu selten wird man ernsthaft gefordert. Wenn der von den Bayern gebeutelte BVB aus Dortmund im DFB-Pokalfinale noch einen seiner Sahnetage erwischt, dann kann die Münchner Saison als verkorkst gelten. Der Meistertitel allein hat noch nie für Überschwang an der Isar gesorgt. Ein Münchner Spitzenfunktionär prophezeite Real Madrid martialisch die Hölle und hat sich nun im Fußballfegefeuer Mund und Finger verbrannt, so kann es gehen, wenn man mit dem Feuer spielt.

Luka Modrić war in Hin- und Rückspiel die zentrale Figur im Real-Mittelfeld.

Luka Modrić war in Hin- und Rückspiel die zentrale Figur im Real-Mittelfeld.

Wichtige spanische Nationalspieler haben in der Partie Bayern gegen Real auch über wichtige deutsche Nationalspieler gesiegt. Ob dies eine Signalwirkung für die WM oder für dieses anstehende Turnier ohne jede Bedeutung, darüber wird in nächster Zeit viel geredet und geschrieben werden. Fünfzig Tage liegen zwischen dem Champions League Endspiel in Lissabon und dem WM-Finale von Rio de Janeiro, der Fußball des Jahres 2014 steuert unaufhaltsam seinen Höhepunkten entgegen.

Redaktion Magath & Fußball

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