Brazuca nimmt Fahrt auf


Veröffentlicht am 15. Juni 2014

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Andrea Pirlo + Italien = 2:1 gegen England!

Andrea Pirlo + Italien = 2:1 gegen England!

Der WM Ball Brazuca rollt und fliegt ohne Probleme, während einige Teams schon auf dem Bauch gelandet und Schiedsrichter für manchen Aufreger sorgen. Bei diesem Turnier zählt selbst frischer Ruhm wenig. Die kontinentalen Titelträger (Spanien in Europa, Uruguay in Südamerika und Japan in Asien) haben bisher auf die WM-Mütze bekommen. Die Tracht Prügel für den Weltmeister ist weiterhin heißestes Fußballthema der WM. Enttäuschend auch die Urus, sie wirkten hausbacken und sehr einfallslos, irgendwie fern vom Fußball. Costa Rica nahm sein Herz in die Hand und gewann Sympathien wie das Spiel. Luis Suárez Abwesenheit entschuldigt Uruguay nicht. Trainer Oscar Tabárez muss dringliche Antworten finden, es wartet England und die letzte Chance.

Die Three Lions machten es von Beginn an nicht so übel gegen Italien, allerdings auch nicht mit überschäumendem Esprit oder großer Einfallsfülle. Man spielt was man kann, dies in weiten Phasen geordnet und auf den Gegner ausgerichtet, dabei sogar mit partiellem Erfolg. Aber für einen Sieg gegen Italien ist es eben zu wenig. Die klimatischen Bedingungen hatten beide Teams am Hals. An Juve-Regisseur Andrea Pirlo schien das klebrige Manaus-Klima so abzuperlen wie das fortschreitende Fußballalter. Egal in welcher Verfassung, dieser 35jährige ist und bleibt der Dreh- und Angelpunkt des italienischen Spiels. Wenn man im globalen Fußballgekreische auf das Gejammer so mancher Jungprofis und vermeintlicher Stars schaut erscheint das Licht von Pirlo noch heller. Chapeau! Gegen die Squadra Azzurri in einem Spiel zweimal einen Rückstand aufzuholen ist fast unmöglich, so erging es auch den Engländern. Die Italiener spielten ökonomisch und taten was für den Sieg nötig, Glanz sieht anders aus. England hatte nach dem erneuten Rückstand in Halbzeit zwei keine neue Antwort zu bieten, Ratlosigkeit überlagerte den Willen. Die Männer um Kapitän Gerrard haben dennoch alle Chancen für das Achtelfinale. Das Team von Cesare Prandelli hat diese nächste Runde nach dem Schwitzbad von Manaus wohl längst erreicht.

Deutschland langsam in den Startlöchern, die Uhr tickt Richtung Auftakt. Ob unsere Elf dann gegen einen verklärten Fußballer mit zehn Mitspielern antritt oder auf ein geschlossenes Team als Gegner trifft, es wird sich nicht nur im Spiel sondern auch am von uns erzielten Ergebnis ablesen lassen. Glück auf!

Redaktion Magath & Fußball

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