Lionel M. wird munter


Veröffentlicht am 26. Juni 2014

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Der Iran scheiterte wie das Mutterland des Fußballs, letzter Platz, ein Punkt im Gepäck. Man versuchte einiges, aus dem Spiel gegen Argentinien blieb immerhin ein starker Eindruck haften, trotz der Niederlage. Im letzten Gruppenspiel reichte es nicht zu einer Überraschung, Heimfahrer Bosnien-Herzegowina half den Iranern nicht ins Achtelfinale und verabschiedete sich mit einem Sieg aus dem Turnier. Nigeria konnte so den Einzug ins Achtelfinale feiern, die 2:3-Niederlage gegen Argentinien störte diese Freude nicht mehr. Die Gauchos kommen mit Leistungsschwankungen und Defensivschwächen daher, vorn ist auch alles Stückwerk, aber die Rechnung Messi geht auf.

Mag er auch etwas minimalistischer wirken als früher und manchmal sogar leicht abwesend, von einer Sekunde auf den nächsten Augenblick agiert er mit höchster Präsenz und nötiger Präzision, schon ist es um den Gegner geschehen, vier Tore zieren sein Konto, nach oben vieles möglich. Selbst in halbierter Form ist Lionel Messi noch der Riese unter den Fußballern und deren Masse ein Heer von Zwergen gegen diesen Genialsten. Ob er die argentinischen Mitspieler auf seine luftigen Höhen zieht? Man muss es abwarten. Sie wirken mit und ohne ihn nicht wie kommende Weltmeister.

Die Schweiz schaffte sich ins Achtelfinale, die von Frankreich bezogene Prügel blieb folgenlos. Ecuador vermochte gegen Frankreich in diesem Fernduell mit den Eidgenossen nicht gegenzuhalten, ein Platzverweis nahm ihnen die Kraft zum Endspurt. Honduras konnte mit den drei anderen Gruppengegnern nicht mithalten. Das Verlangen wird im Achtelfinale für die Schweiz und für Nigeria wohl größer sein, als die jeweiligen Fähigkeiten, die Gegner Argentinien und Frankreich sich durchsetzen. Alles andere wäre wohl gegen die Fußballnatur, die aber gerade während dieser WM des Öfteren erheblich Kopf steht. Neuauflagen von Wahnsinn also nicht ausgeschlossen.

Redaktion Magath & Fußball

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