Komplett


Veröffentlicht am 2. Juli 2014

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Noch acht Mannschaften im Titelrennen

Nun steht das Viertelfinale, Argentinien und Belgien komplettieren das Feld. Die Schweiz erholte sich vom Rückstand, haderte dann mit einem Torpfosten, der ihnen den Hoffnungsfunken aufs Elfmeterschießen nahm. Argentinien bleibt eine Ansammlung von Rätseln. Das Spiel ist von Unklarheiten geprägt. Man baut auf den Geniestreich des Lionel Messi, der auch liefern kann aber selten einen kongenialen Partner findet. Der Impuls zur Vollendung blitzt ab und an bei di Maria auf, dieser Funke führte ins Viertelfinale. Der Rest der Mannschaft waltet im Undefinierbaren, keine Virtuosen der Lebendigkeit eher Verwalter von Mittelmaß. Aber damit sind die Gauchos in der kommenden Runde in guter Gesellschaft. Dauerhaften Glanz vermochte bisher keine Mannschaft zu verbreiten. Nur partiell leuchten die Sterne.

Die Belgier funkelten streckenweise gegen die USA, machten ihr bestes Spiel. Zu Beginn der Partie gute Chancen und das bessere Team. Kämpferisch ließen die USA nichts zu wünschen übrig, darin 120 Minuten auf Augenhöhe. Ab Halbzeit zwei wurden die Unterschiede größer. Belgien muss nur seine Chancenverwertung beklagen, war der verdiente Sieger, hätte sich die Verlängerung ersparen können. Dem spielerischen Potenzial der Belgier wusste die Klinsmann-Elf nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Die Entwicklung der US-Boys ist unter dem Schwaben nicht weiter als bei seinen Vorgängern Bradley, Arena und Milutinović. Die Weltspitze kein Ort für den US-Fußball. Auch Deutschlands letzter Titeltrainer, Berti Vogts, konnte da als helfendes Auge nichts ändern. Die Belgier wirken wie ungeschliffene Diamanten, die Cleverness geht ihnen noch ab. Dennoch können sie im Viertelfinale Messi schlagen und in zwei Jahren bei der EM ein heißer Favorit sein. Wenn Marc Wilmots in die Fußstapfen großer belgischer Trainer wie Guy Thys und Raymond Goethals findet, kann dieser Mannschaft die nahe Zukunft gehören. Es riecht momentan nach einem Halbfinale Brasilien, Deutschland, Argentinien und Holland. Wer will aber Kolumbien und Belgien abschreiben, es wäre vermessen. Frankreich und Costa Rica sicher eher Außenseiter aber für 120 kraftraubende Minuten ist jedes dieser Teams gut. Das Turnier biegt auf die Zielgerade.

Redaktion Magath & Fußball

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