Aufbruch im Umbruch


Veröffentlicht am 19. August 2014

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Der Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurðsson war Swanseas Matchwinner im Old Trafford.

Der Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurðsson war Swanseas Matchwinner im Old Trafford.

Premier League legte Saisonstart hin

Viele Clubs der Premier League erfinden sich gerade neu, der Umbruch erkennbar. Ob allen der Aufbruch gelingt, ist nach den ersten 90 Minuten schwerlich zu sagen. Als Bauchlandung endete die van Gaal-Premiere im Old Trafford. Charisma füllt Schlagzeilen, Punkte bringt es nicht. Manchester United agierte wie unter David Moyes. Einen Gezeitenwechsel kann auch Louis van Gaal nicht in wenigen Wochen einleiten, Zeit wird man ihm allerdings geben. Swansea nahm einen verdienten und unerwarteten 2:1-Auswärtssieg mit.

Als Gegenstück zum Lokalrivalen erledigte Meister Manchester City seine Auswärtsaufgabe ungefährdet wie souverän bei Newcastle. Die Überlegenheit war schon beim Stand von 0:0 erkennbar. The Magpies waren mit dem 0:2 am Ende gut bedient. Der Meister souverän und eingespielt wie zum Ende der letzten Saison. Einziger Niveauabfall wieder Englands Nationaltorwart Hart, der des Öfteren uninspiriert durch seinen Strafraum und am Ball vorbei segelte. Arsenal und Liverpool stotterten, die Neuformationen tragen noch nicht den Charakter einer geölten Maschine. Beide siegten daheim mit 2:1. Die Punkte zählen, drei zum Start sind ein Erfolg. Geölt und geschmiert kommt Chelsea daher. Es lief rund beim Londoner Nobelclub. Eine Meisterleistung Mourinhos, denn es sei angemerkt: Chelsea hatte 18 (!) Spieler bei der Weltmeisterschaft in Brasilien, wohl ein Rekord für die Ewigkeit. 20 starke Minuten in Halbzeit eins reichten für einen sicheren Sieg. Aufsteiger Burnley trotz 1:0-Führung ohne Chance aber mit großem Mut. Am Ende ein 3:1-Auswärtssieg von Chelsea. Zwei Erkenntnisse brachte der Abend: Der Belgier Courtois ist die Nummer eins im Tor und der Spanier Diego Costa ist angekommen bei den Blues, schoss sein erstes Tor in England. Aufsteiger Leicester City spielte gegen den FC Everton im heimischen King Power Stadium 2:2, sollte dies als Erfolg verbuchen, da auch der dritte Aufsteiger leer ausging, Queens Park Rangers unterlag in London dem Gast aus Hull mit 0:1. Tottenham gewann mit neuem Trainer 1:0 bei West Ham im ersten London-Derby der Saison. Aston Villa sorgte für eine kleine Überraschung und gewann den Auftakt bei Stoke mit 1:0, West Brom und Sunderland trennten sich 2:2.

Torschützen am Auftaktspieltag unter sich: André Schürrle (links) und Diego Costa.

Torschützen am Auftaktspieltag unter sich: André Schürrle (links) und Diego Costa.

Neben den Startransfers der Liga auch neue, alte Gesichter. Der einst als Messi-Nachfolger hochstilisierte Bojan Krkić spielt nun bei Stoke City. Der sich selbst als Großtrainer sehende Roy Keane ist nun Assistent von Paul Lambert bei Aston Villa. Der vor langer Zeit auf Weltklasseniveau agierende Innenverteidiger Rio Ferdinand macht bei Queens Park Rangers die Fehler, die er am Ende seiner Karriere bei ManU fabrizierte – er kommt zu spät. Wie sollte es anders sein, zwei kläglich wie amateurhaft verschossene Elfmeter waren auch zu verzeichnen. Mark Noble von West Ham murmelte den Ball am Tottenham-Kasten vorbei, QPR-Mann Charlie Austin kullerte das Spielgerät in die Arme des Keepers von Hull City. Beide Strafstöße ereilte auf ihrem Weg eine Art Hungertod. Nun also alle aus den Startblöcken, die Richtung bei den meisten noch unklar. Eines aber jetzt schon absehbar: Die Favoriten ManCity und Chelsea schon in Tritt.

Redaktion Magath & Fußball

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