Primera Division startet – Meister Atlético Madrid gerüstet


Veröffentlicht am 23. August 2014

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In Spanien beginnt die Meisterschaft 2014/15

Heute startet auch die Primera Division in die neue Saison. Der amtierende Meister Atlético Madrid lässt keine Zweifel aufkommen, man betrachtet die letzte Titeljagd nicht als Eintagsfliege, Barca und Real müssen sich auf dauerhafte Konkurrenz einstellen. Die Zeiten des davoneilenden Duos sind offenbar vorbei. Den Weggang von Starstürmer Diego Costa Richtung Chelsea kompensierte Meistertrainer Diego Simeone mit einem atemberaubenden Sturmtrio. Das französische Edeltalent Antoine Griezmann kam von Real Sociedad San Sebastián und bringt die Empfehlung von 180 Spielen und 46 Toren mit. Beachtlich für einen 23jährigen. Dem Linksaußen stehen zwei Mittelstürmer mit eingebauter Torgarantie zur Seite. Mexikos Star Raúl Jiménez und Champions League Sieger Mario Mandžukić werden so manche Defensive das Fürchten lehren. Auch der Verlust vom neuen Stern am Torwarthimmel, dem Belgier Thibaut Courtois, den es ebenfalls endgültig zu Chelsea zog, beunruhigt niemanden bei Atlético. Mit dem jungen Slowaken Jan Oblak und dem erfahrenen Spanier Miguel Ángel Moyà verfügt Diego Simeones Team weiterhin über Klasse zwischen den Pfosten. Der Meister ist gerüstet und hat dies mit einem eindrucksvollen Sieg im spanischen Supercup über Real bereits vor aller Augen deutlich gemacht. Champions League Sieger Real will den europäischen Titel verteidigen und den Nachbarn vom spanischen Meisterthron stoßen. Altbewährtes Rezept ist die personelle Aufrüstung. Zwei der glanzvollsten und besten Spieler der WM verstärken von nun an die Königlichen. Weltmeisterregisseur Toni Kroos und WM-Torschützenkönig James Rodríguez wurden an Bord geholt. Schlechter wird ein Team durch solche Klassespieler nicht. Trainer Carlo Ancelotti kann es sich sogar leisten etwas stiefmütterlich mit einem Weltmeister von der Qualität eines Sami Khedira umzugehen. Real will wie immer alles und ein bisschen mehr. Der Start der Reise ergab schon ein blaues Auge, der Supercup ging an die madrilenische Konkurrenz.

Dritter im Bund des Erfolgstrios ist der FC Barcelona unter Neutrainer Luis Enrique, der zwischen 1996 und 2004 in 206 Partien für Barca auflief. Der Verein ist im Moment eine mittelgroße Wundertüte offener Fragen. Die Antwort, wie sich Messi und Neymar nach der WM in dieser Saison präsentieren ist entscheidend für den Erfolgsweg des Teams. Was Xavi, der geniale Kopf eines grandiosen Barca-Jahrzehnts noch leisten kann wird sich zeigen. Er ist Herr über seine Karriere, die wohl im Schatten einstiger Größe ausläuft. An ihm zu mäkeln verbietet der Anstand und unendlicher Respekt vor einem König des Spiels. Im Tor ein interessantes Klasseduell und endlich wieder Qualität. Marc-André ter Stegen von Borussia Mönchengladbach und der Chilenische Weltklassemann Claudio Bravo sind ein geniales Torwartduo aus Jugend und Erfahrung. Als Stürmer wird Luis Suárez den FC Barcelona ein Stück weit unberechenbarer machen, auf dem Platz mit Toren und im Spiel mit dem Damoklesschwert der jederzeit machbaren Entgleisung. Mittelfeldmotor Ivan Rakitić, frisch gebackener Europa League Sieger vom FC Sevilla und die Abwehrspezialisten Thomas Vermaelen und Jérémy Mathieu sind weitere beeindruckende Neuzugänge.

Die drei spanischen Fußballriesen haben groß investiert und Großes vor, der Rest der Liga kann da nicht mithalten. Wer am Ende die Nase vorn hat und wer mit seinen Ambitionen scheitert, die Saison wird es zeigen und dem geneigten Betrachter hoffentlich spannende und große Spiele bieten. Der Fußballblick nach Spanien wird lohnen.

Redaktion Magath & Fußball

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