Weichenstellung


Veröffentlicht am 4. Oktober 2014

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Premier League und Serie A mit Spitzenspiel – Bundesliga mit Normalität

Kracher bietet die Bundesliga am Wochenende nicht, die Europaausflügler haben allesamt lösbare Aufgaben vor der Brust. Kommt Dortmund mit Champions League Elan in den Ligaalltag, wird der Tabellenletzte nach diesem Spieltag weiterhin HSV heißen. Hannover 96 wird die Tabellenführung der Bayern beim Ausflug nach München auch nicht gefährden. In der Serie A gibt’s die erste Weichenstellung des Jahres. Francesco Totti gastiert mit dem AS Rom bei Juventus Turin wo ihn mit Gianluigi Buffon ein anderer Methusalem des italienischen Fußballs erwartet. Nur ein Team kann seine blütenreine Punktweste behalten oder beide diese verlieren. Die abgeschlagenen Mailänder Fußballmächte hoffen auf so ein Unentschieden. Spaniens Primera División sieht den Meister und Tabellendritten Atlético Madrid beim derzeitigen Tabellenzweiten FC Valencia gastieren.

In England hofft man bei den Fans der Gunners auf einen Arsenal-Sieg bei Chelsea. Auch dieses Spiel eine Weichenstellung für Beteiligte und Konkurrenten. Das London Derby ist für alle Premier League-Teams wichtig, man möchte in dieser frühen Saisonphase den Kontakt zum Tabellen-Souverän FC Chelsea nicht noch weiter verlieren. Die Zeichen dafür stehen aber nicht gut. Arsène Wenger konnte sein Gegenüber José Mourinho in elf Versuchen nicht besiegen, vor sechs Monaten kam Arsenal an der Stamford Bridge mit 0:6 arg unter die Räder. Arsenal kann die großen Spiele einfach nicht gewinnen machte danach wieder einmal die mediale Runde. Es war der Tag von Wengers Jubiläum, 1.000 Spiele als Arsenal Manager. In seiner Erinnerung nennt er den Tag nicht „schlecht“, sondern „grauenhaft“. Auf damalige Scharmützel von Seiten seines Kollegen Mourinho wollte er vor dem erneuten Duell nicht mehr eingehen, dieser hatte ihm vor einem halben Jahr latente Titellosigkeit vorgeworfen und den Franzosen „Spezialist für Versagen“ genannt. Im Vorfeld der Sonntagspartie ein eher moderater und sehr entspannter Mourinho: „Es gibt keinen Grund, sich zu entschuldigen. Intelligente Menschen im Fußball brauchen so etwas nicht. Die Sache ist beendet und wir gehen weiter unseren Weg.“

Redaktion Magath & Fußball

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