Martin O’Neill


Veröffentlicht am 14. Oktober 2014

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Irlands Nationaltrainer einst Lenker und Kopf von Nottingham Forest

Was Felix Magath für Ernst Happel und Branco Zebec, war der 1952 in Kilrea (Nordirland) geborene Martin Hugh Michael O’Neill für Englands Trainergenie Brian Clough. Von 1971 bis 1981 spielte er für Nottingham Forest im Mittelfeld, war Kopf der Mannschaft, stand für Laufbereitschaft, Spielintelligenz, Arbeit und Disziplin. Als Clough 1975 Manager in Nottingham wurde brachen die Dämme der Bescheidenheit und Erfolglosigkeit des Provinzvereins, der Club schwang sich zum Englischen Meister auf, gewann zweimal den Europapokal der Landesmeister. Schlüsselspieler im System von Brian Clough wurde der Nordire Martin O’Neill, auf dem Platz ein ruhiger aber bestimmter Anführer. Martin O’Neill spielte, hierin dem HSV-Jahrzehnt von Felix Magath vergleichbar, 10 Jahre für seinen Club Nottingham Forest.

Am 28. Mai 1980 begegneten sich Magath und O’Neill im Santiago Bernabéu zu Madrid. Der HSV verlor sein erstes Landesmeisterendspiel gegen das Team von Clough und O’Neill mit 0:1. Nottingham Forest hatte damit seinen Vorjahreserfolg wiederholt und Europas Krone verteidigt. Sieben Jahre später stand Martin O’Neill bereits an der Seitenlinie und trat sein erstes Trainerengagement an. 2000 wurde er dann Manager von Celtic Glasgow und holte in fünf Amtsjahren drei Meistertitel und drei Pokalsiege. Danach arbeitet er bei Aston Villa und AFC Sunderland in der Premier League, wurde 2013 irischer Nationaltrainer. O’Neill lebt und arbeitet Fußball, seine Freizeit füllt er mit einem nicht minder aufregenden Hobby. Einige Jahre Jurastudium an der Queen’s University von Belfast haben ihn neugierig auf spannende Kriminalfälle gemacht. Den Prozess gegen Peter William Sutcliffe, den berüchtigte Yorkshire Ripper, ein in die englische Kriminal- und Rechtsgeschichte eingegangener Serienmörder, verfolgte Martin O’Neill an einigen Verhandlungstagen sogar von der Zuschauerempore des Gerichtssaals. Martin O’Neill ging es dabei nicht um Nervenkitzel sondern um die kriminalistische und juristische Aufarbeitung, für die er sich sehr interessierte. In der Arena von Gelsenkirchen wartet kein Kriminalfall auf Martin O’Neill aber ein harter Brocken Arbeit. Der Weltmeister wird sich Warschauer Nachlässigkeiten nicht mehr erlauben und kein Pardon kennen. Es kann ein heißer Abend für O’Neill und die Männer von der grünen Insel werden. Vielleicht mehr Spannung als dem sympathischen Irland-Coach für einen Abend lieb ist. Um 22.30 Uhr am Dienstag-Abend ist dieser Fall dann endgültig abgeschlossen. Keine Revision möglich aber ein Rückspiel. Es steigt am 8. Oktober 2015 in Irland.

Redaktion Magath & Fußball

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