Bundesliga-Quartett auf Achtelfinalkurs


Veröffentlicht am 23. Oktober 2014

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Alle vier deutschen Teams mit Siegen am dritten Gruppenspieltag

Halbzeit in der Champions League Vorrunde, Zeit für ein Zwischenfazit. Die Bundesliga auf der Überholspur, auf bestem Weg, wie schon im Vorjahr mit allen vier Mannschaften in die K.O.-Runde einzuziehen. Neun Siege, zwei Unentschieden und erst eine Niederlage stehen zu Buche – da kann selbst die Primera División (sieben Siege, ein Unentschieden, vier Niederlagen) nicht mithalten, von der Premier League (fünf Siege, drei Unentschieden, vier Niederlagen) ganz zu schweigen. Gruppenspieltag drei stand ganz im Zeichen starker Offensivabteilungen und löchriger Abwehrreihen. Während sowohl Bayern und Dortmund, als auch Schalke und Leverkusen siegreich blieben, reichten 59 Treffer in 16 Begegnungen letztlich nicht, um den Torrekord von 63 Buden an einem Spieltag zu übertreffen. Immerhin wurde es die zweittorreichste Runde in der CL-Historie, auch und vor allem dank jener 17 Tore, die auf das Konto der Bundesligisten gingen.

Gruppe C

Nach kleineren Startschwierigkeiten und der unnötigen 0:1-Niederlage im Fürstentum, hat sich Bayer 04 mit zwei Heimsiegen über Benfica Lissabon (3:1) und Zenit St. Petersburg (2:0) eine glänzende Ausgangsposition verschafft. Zwar hat die Werkself in zwei Wochen ein unangenehmes Auswärtsspiel beim russischen Vizemeister vor der Brust. Gelingt an der Newa aber zumindest ein Punktgewinn, können die Planungen fürs Achtelfinale beginnen, zumal auch der vom millionenschweren Glanz der letzten Jahre ein Stück weit entfernte AS Monaco in der BayArena zu schlagen ist. Enttäuschend bislang einmal mehr Benfica. In dieser Form scheint selbst die Qualifikation für den Lieblingswettbewerb Europa League – dafür bräuchte es Platz drei – in weiter Ferne.

Tabelle
1. Bayer 04 Leverkusen | 6 Punkte | 5:2 Tore
2. AS Monaco | 5 Punkte | 1:0 Tore
3. Zenit St. Petersburg | 4 Punkte | 2:2 Tore
4. Benfica Lissabon | 1 Punkt | 1:5 Tore

Gruppe D

In der Liga den eigenen Ansprüchen noch weit hinterher, ist der BVB in der Königsklasse bislang eine Bank. Hagelte es im Bundesliga-Alltag in acht Partien bereits 14 Gegentore, so ist die Weste von Roman Weidenfeller in der Champions League auch nach drei Spieltagen blütenweiß. Gleiches gelang in der laufenden CL-Saison nur dem kroatischen Kollegen Danijel Subasic vom AS Monaco. Überhaupt grüßen die Borussen nach dem deutlichen 4:0-Sieg in Istanbul mit der besten Bilanz aller 32 Mannschaften von der Tabellenspitze. Weil zudem Lukas Podolski seinem Cheftrainer Arsène Wenger in der Nachspielzeit gegen Anderlecht das passende Geschenk zum 65. Geburtstag machte, ist das Achtelfinale für Schwarz-Gelb praktisch gesichert. Auch im Kampf um den Gruppensieg hält der Vorjahres-Viertelfinalist nach dem 2:0-Sieg über Arsenal zum Auftakt alle Trümpfe in der Hand. Dortmund empfängt am 4. November Galatasaray – alles andere als ein Heimsieg für Jürgen Klopp wäre basierend auf den bisherigen Eindrücken eine Überraschung.

Tabelle
1. Borussia Dortmund | 9 Punkte | 9:0 Tore
2. FC Arsenal London | 6 Punkte | 6:4 Tore
3. RSC Anderlecht | 1 Punkt | 2:6 Tore
4. Galatasaray Istanbul | 1 Punkt | 2:9 Tore

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Gruppe E

2013/2014 kassierte der AS Rom in 19 Spielen in der Serie A lediglich neun Gegentore – der FC Bayern allein traf am zurückliegenden Dienstag siebenmal in der italienischen Hauptstadt. Das 7:1 der Münchner offenbarte nicht nur Auflösungserscheinungen im römischen Defensivverbund, bereits nach 36 Minuten stand es 0:5, sondern lieferte einen eindrucksvollen Beweis für die Spielstärke des Guardiola-Teams, bei dem längst nicht alle Stammkräfte an Bord. Nicht zuletzt, weil Papst Franziskus im Vatikan tags darauf seinen Segen für den höchsten Auswärtssieg in der Europapokalgeschichte der Bayern sprach, untermauerte der Deutsche Meister seine Champions League Ambitionen. Mit einem Heimsieg über die Roma kann der Achtelfinaleinzug in zwei Wochen vorzeitig perfekt gemacht werden. Davon ist der hoch gehandelte Titelträger der Premier League weit entfernt: Manchester City kehrte trotz 2:0-Pausenführung nur mit einem Zähler aus der verwaisten Khimki Arena am Moskauer Stadtrand zurück und muss das bevorstehende Heimspiel gegen ZSKA nun unbedingt gewinnen.

Tabelle
1. FC Bayern München | 9 Punkte | 9:1 Tore
2. AS Rom | 4 Punkte | 7:9 Tore
3. Manchester City | 2 Punkte | 3:4 Tore
4. ZSKA Moskau | 1 Punkt | 3:8 Tore

Gruppe G

Gelungener Einstand für Roberto di Matteo auf der Schalker Trainerbank. Seine Europapokal-Premiere für Königsblau geriet jedoch zur Achterbahnfahrt, der in buchstäblich allerletzter Sekunde durch einen von Eric-Maxim Choupo-Moting verwandelten Handelfmeter sichergestellte 4:3-Erfolg über Sporting Lissabon war kein Stoff für schwache Nerven. In der Königsklasse noch ungeschlagen, scheint die Runde der letzten 16 für den FC Schalke, der gegen den portugiesischen Vizemeister allerdings von einem diskussionswürdigen Platzverweis Mitte des ersten Durchgangs profitierte und später trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung noch den Ausgleich hinnehmen musste, zum Greifen nah. Vorsicht bleibt ob der traditionellen Schalker Wankelmütigkeit geboten, bei Sporting sollte am 5. November nun zumindest nicht verloren werden, folgt anschließend doch das Heimspiel gegen den starken FC Chelsea. José Mourinho schickte gegen Maribor ungeachtet der Tatsache, dass am Wochenende ein prestigeträchtiges Duell mit Louis van Gaal und Manchester United bevorsteht, bis auf wenige Ausnahmen seine Bestbesetzung ins Rennen. Sehr zum Leidwesen der Slowenen, die an der Stamford Bridge mit 0:6 unter die Räder kamen.

Tabelle
1. FC Chelsea London | 7 Punkte | 8:1 Tore
2. FC Schalke 04 | 5 Punkte | 6:5 Tore
3. NK Maribor | 2 Punkte | 2:8 Tore
4. Sporting Lissabon | 1 Punkt | 4:6 Tore

Redaktion Magath & Fußball

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