Menschliche Halbgötter


Veröffentlicht am 12. Januar 2015

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Cristiano Ronaldo ist Weltfußballer 2014

Die gute Nachricht: Es ging nicht um Katar oder um Sepp Blatter, es ging, zumindest vordergründig um Fußball und drei ganz besondere Aushängeschilder dieser Branche und Sportart. And the winner is Cristiano Ronaldo!

Gerecht oder ungerecht, Respekt und Achtung allen drei Sportlern und Gratulation an das Trio und natürlich den Sieger. Die drei sind längst beschriebene Blätter, gehören zu den Werbeikonen unserer Zeit, sind Eventstars, im Haupt- oder Nebenberuf, je nach Sichtweise, auch noch Fußballer. Nichts was nicht schon geschrieben, was nicht täglich zu lesen. Blicken wir heute auf eine Gemeinsamkeit der drei Spieler neben dem Platz, welche zu loben und wofür ein Kompliment durchaus angebracht. Natürlich fällt es Multimillionären wesentlich leichter, sich sozial zu engagieren. Dennoch muss man so ein Engagement dann nicht unter Generalverdacht stellen oder die Nase rümpfen, sondern sollte es vielmehr als das sehen, was es am Ende ist: eine konkrete Hilfe. Solche Art Hilfe leisten die in Zürich Geehrten jeder auf seine Weise.

Cristiano Ronaldo, als Werbeikone verehrt wie verspottet hat einst 1,5 Millionen Euro für Schulen in Gaza gespendet, um den dortigen palästinensischen Kindern auch Bildungschancen zu gewähren. Für diesen Zweck versteigerte er seinen ihm verliehenen „Goldenen Schuh“ für den besten Torschützen des Jahres 2011. Seit 2013 ist er außerdem Botschafter von „Save the Children“, der größten unabhängigen Kinderrechtsorganisation der Welt. Die Nichtregierungsorganisation ist konfessionell und politisch ungebunden und setzt sich für die Rechte und den Schutz von Kindern ein. Ronaldo ist ein wichtiger Unterstützer dieser Organisation, engagiert sich oft persönlich.

Lionel Messi gründete 2007 die „Fundación Leo Messi“, eine Organisation zur Förderung von Bildung für unterprivilegierte und schutzbedürftige Kinder sowie für deren Zugang zu einer menschenwürdigen Gesundheitsversorgung. Die Stiftung entwickelt und organisiert Solidaritätsaktionen, leistet soziales Engagement in Messis Heimat Argentinien und darüber hinaus auch weltweit. Lionel Messi: „Nach einem Besuch in einem Krankenhaus verstand ich die besondere Dimension fehlender Unterstützung für arme Kinder. Ein prominenter Spieler kann eine große Hilfe bei Abhilfe solcher Probleme sein. Also beschlossen wir in der Familie, die Stiftung Leo Messi zu gründen und meinen Namen für schutz- und hilfsbedürftige Kinder einzusetzen. Ich werde mit der gleichen Kraft für diese Kinder kämpfen, wie ich Fußball spiele.“ Im März 2010 wurde Messi zusätzlich zu seinem eigenen Stiftungsengagement zum UNICEF-Botschafter ernannt. Im März des Jahres 2013 spendete er einem Kinderkrankenhaus in seiner Heimatstadt Rosario 600.000 Euro.

Manuel Neuer ist Gründer und Spiritus Rector der „Manuel Neuer Kids Foundation“. Diese Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen, insbesondere in den Ballungszentren des Ruhrgebiets Hilfe und Unterstützung zu bieten. Nahezu jedes vierte Kind seiner Heimatstadt Gelsenkirchen leidet unter Armut. Das bedeutet, dass diese Kinder häufig keine warme Mahlzeit am Tag haben, dass es an Kleidung fehlt oder Beiträge für Sportvereine nicht bezahlbar sind. Es fehlt also an alltäglichen Dingen, die für viele Menschen normal und für eine kindgerechte Entwicklung notwendig sind. Um nachhaltig Hilfe zu leisten, werden von der Stiftung ausgewählte Projekte gezielt unterstützt. Dazu Manuel Neuer im O-Ton: „Ich weiß, dass ich zu den Privilegierten zähle und Glück in meinem Leben habe. Davon möchte ich etwas zurückgeben. Mit meiner Stiftung will ich der sozialen Verantwortung gerecht werden.“

Redaktion Magath & Fußball