Gunners vs. Blues


Veröffentlicht am 26. April 2015

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Arsenal empfängt Chelsea zum Spitzenspiel der Premier League

Der 65-jährige Franzose glaubt nicht an Statistiken, der 52-jährige Portugiese verachtet den über jede Facette des Fußballs hereinbrechenden Zahlensalat. Dennoch wurden vor dem anstehenden Spitzenspiel der Premier League Bilanzen gequält. Da liest man, Arsène Wenger hat gegen José Mourinho keinen Sieg, fünf Remis und sieben Niederlagen auf dem Zettel. So etwas gehört zum medialen Vorgeklapper, sachlich betrachtet empfängt der Tabellenzweite der Premier League den Tabellenführer, ein Derby erfreut London, die Blues sind Gast bei den Gunners im Emirates Stadium. Fünf Spieltage vor Saisonschluss hat der FC Chelsea wie der FC Arsenal noch ein Nachholspiel im Köcher, das Mourinho-Team verfügt außerdem über zehn Punkte Vorsprung vor der Wenger-Truppe.

Es geht nicht mehr um den Titel, den wird sich Chelsea selbst bei einer Niederlage nicht entreißen lassen. Dazu Arsène Wenger: „Chelsea hat es in der eigenen Hand, Meister zu werden. Was wir tun können ist, näher an sie heranzukommen. Wir haben einen guten Lauf und die Möglichkeit, sie zu Hause zu schlagen.“ Seine Gunners landeten zuletzt acht Liga-Siege am Stück, empfangen den Club von Roman Abramowitsch mit breiter Brust. Wobei es für Arsenal eher um die Sicherung von Tabellenplatz zwei geht und weniger um unrealistische Meisterphantasien. Mourinho steht mit Chelsea vor seinem dritten Titelgewinn und hatte unter der Woche nicht nur mit der Personalie Eden Hazard zu tun, den mal wieder Real Madrid begehrt, sondern auch ein übliches Vorgefecht mit seinem Trainerkollegen. Ob der oft defensiven Spielweise des Portugiesen hatte Wenger spitz bemerkt „es sei im Fußball leicht, zu verteidigen“. Mourinhos Konter kam prompt: „Wenn es leicht wäre, würde man nicht zu Hause mit 3:1 gegen Monaco verlieren.“ Beim Spiel in der Hinrunde – welches Chelsea am siebten Spieltag mit 2:0 gewann – kam es bekanntermaßen zwischen beiden sogar zu einer kurzen Rangelei. Trotz solcher Vorgeplänkel, die seit Alex Ferguson zum englischen Ligaalltag gehören, gab es auch versöhnliche Töne, einer kam von José Mourinho höchstselbst: „Für mich ist Wenger nicht mein Rivale. Er ist Manager eines großen Clubs in der gleichen Stadt, in der ich arbeite, mit den gleichen Zielen, die wir haben.“ Der Worte sind genug gewechselt, nun gilt’s dem Fußball.

Arsenal London – FC Chelsea
Barclays Premier League, 34. Spieltag
Sonntag, 26. April 2015, 17 Uhr (MESZ)
Emirates Stadium, London

Redaktion Magath & Fußball

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