Schleppender Auftakt


Veröffentlicht am 14. Juni 2015

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Noch fehlen der Copa 2015 Schwung und Leidenschaft

Gastgeber Chile, Mitfavorit Argentinien und Titelverteidiger Uruguay gaben bei der Copa ihren Einstand. Die Chilenen sehen sich reif für den ersten Titel, eine begeisterungsfähige Fußballgemeinde glaubt daran. Die Nationalmannschaft gestaltete das Eröffnungsspiel gegen Ecuador. In einer mäßigen Partie tat sich das Team des temperamentvollen Trainers Jorge Sampaoli dabei schwer. Ecuador hielt die Partie lange offen. Der späte Sieg durch Tore von Arturo Vidal, der in der 67. Minute einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung verwandelte, und der entscheidende 2:0-Treffer von Eduardo Vargas in der 84. Minute war am Ende allerdings hochverdient. Für den angestrebten Titel ist eine deutliche Steigerung der Gastgeber wohl nötig.

Eine Partie zum Abgewöhnen lieferten Mexiko und Bolivien. Die zum Turnier geladenen Mexikaner traten mit einer B-Mannschaft an und konnten keine Akzente setzen, Bolivien fehlte jedes Mittel, um den Platz als Sieger zu verlassen. Temperamentvoller und torreicher ging es bei Argentinien gegen Paraguay zu. Die Gauchos in glanzvoller Besetzung: Lionel Messi, Sergio Agüero, Ángel Di María, Javier Mascherano gaben sich die Ehre. Das Team von Trainer Martino legte flott los, ging in der chilenischen Provinzstadt La Serena bis zum Halbzeitpfiff mit 2:0 in Führung. Für die Tore sorgten Agüero sowie Messi, der per Elfmeter traf. Paraguay dachte aber nicht an Aufgabe, kam motiviert aus der Kabine, während der zweifache Weltmeister die Partie runterspielen wollte und den Faden verlor, die Stars mit zunehmender Spielzeit lustloser wirkten. Die auch deutschen Fans bestens bekannten Raúl Bobadilla, Roque Santa Cruz, Nelson Valdez und Lucas Barrios waren treibende Kräfte im Team von Paraguay. Valdez gelang nach genau einer Stunde der Anschlusstreffer, der spät eingewechselte Ex-Borusse Barrios legte in der 90. Minute nach und traf zum 2:2-Ausgleich, der bei Paraguay und seinem Trainer Ramón Díaz Jubel auslöste, als hätte man die Copa eben gewonnen. Das Team hat durchaus Potenzial, es im Turnierverlauf weit zu bringen.

Titelverteidiger Uruguay, noch ohne den für Länderspiele weiter gesperrten Luis Suárez, mühte sich mit pomadigem Fußball. Gegner Jamaika, trainiert vom Deutschen Winfried Schäfer, hielt über den gesamten Spielverlauf mit, machte den frischeren Eindruck. Den Siegtreffer für die Urus erzielte Mittelfeldmann Cristian Rodríguez in der 52. Minute. Im Angriff konnte PSG-Star Edinson Cavani den fehlenden Suárez nicht vergessen machen. Ohne den Stürmer aus Barcelona tendieren die Chancen der Urus auf eine Titelverteidigung wohl gegen Null.

Redaktion Magath & Fußball

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