Fußballsplitter


Veröffentlicht am 22. Juni 2015

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Jamaikas Nationalteam verlässt die Copa erhobenen Hauptes.

Jamaikas Nationalteam verlässt die Copa erhobenen Hauptes.

Die bunte Welt des Fußballs ruht nicht

Die Zeit moralischer Sieger ist längst vorbei, das Team von Winfried Schäfer verlässt aber als solches die Copa Südamerika. Jamaika hat in drei Spielen jeweils mit 0:1 verloren, allerdings gegen den WM-Finalisten Argentinien, den Titelverteidiger Uruguay und das starke Team aus Paraguay. Gut gelaunt traten Trainer und Team die Heimreise an, mehr war realistisch nicht möglich. Weniger gut gelaunt begaben sich die spanischen Fußballfrauen nach ihrem Vorrundenaus bei der WM in Kanada auf den Rückflug in die Heimat. Noch vor dem Abheben des Fliegers verfasste man kollektiv ein Protestschreiben an den eigenen Verband, darin die Forderung nach sofortiger Trennung von Trainer Ignacio Quereda. Eine weitere Angleichung an den Männerfußball, wenn es mit der Leistung nicht klappt, war es auch bei den Frauen der Trainer. Wer sonst? Davon kann auch Zico ein Lied singen, der einstige Weltklassefußballer hat als Trainer so manche Schramme abbekommen. Nach dem Rasen und der Trainerbank ist die brasilianische Fußballlegende nun dabei, es mit dem Funktionärsschreibtisch zu versuchen, setzt dabei gleich oben an.

Seine Absicht zur Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten bekundete Zico vom indischen Goa aus, dort trainiert er den FC Goa. Den Praktiken der FIFA beabsichtigt er sich nicht zu beugen. Die Regel des Weltverbands, dass jeder Bewerber von mindestens fünf Nationalverbänden nominiert werden muss, lehnt er kategorisch ab. Der 62-Jährige dazu: „Da fängt die Korruption schon an.“ Kein Trubel mit Funktionären aber mit der eigenen Familie hat Sevillas Carlos Bacca. Der Kolumbianer flog bei der Copa-Partie gegen Brasilien nach Gerangel mit Neymar gemeinsam mit diesem vom Platz und bekam danach von seiner Mutter eine SMS, in der sie ihm mitteilte, darüber „sehr verärgert“ zu sein. Vielleicht sollten Fußballmütter öfter zum Handy greifen?

Ein großer Name des Weltfußballs heuert bei Olympique Marseille an, Pelé ist aber nicht Pelé. Es handelt sich bei dieser Verpflichtung um Yohann Pelé. Der Torhüter kommt vom FC Sochaux, soll die neue Nummer zwei bei OM werden. Der andere Pelé, für viele immer noch der beste Fußballer aller Zeiten, tauchte mit seinen mittlerweile 74 Jahren in Havanna auf. An seiner Seite das Fußballteam der New York Cosmos mit der Real-Legende Raúl in ihren Reihen. In einem historischen Freundschaftsspiel nach Lockerung des US-Embargos siegte das Team von der amerikanischen Ostküste mit 4:1 gegen Kubas Nationalmannschaft, 18.000 Zuschauer folgten dem Spiel mit Begeisterung und zeigten ihr großes Fußballherz.

Redaktion Magath & Fußball