Kollektives Drama


Veröffentlicht am 26. September 2015

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„Größte Enttäuschung der Karriere bleibt das Finale des Europapokals von Athen. Wir waren alle davon überzeugt, dass es ein Kinderspiel, eine reine Formsache wird. Wer spielt, weiß, dass es aber nie so funktioniert. Wir schliefen auf vielen Gebieten und taten zu wenig. Als Magath von 30 Metern anläuft, waren wir ohne Arglist. Es gab von mir auch keine Reaktion. Wir waren verblüfft und staunten. In der Umkleidekabine herrschte Stille, es war eine Art kollektives Drama. Man konnte eine Stecknadel fallen hören. So war es auch im Bus und bei der Heimkehr. Niemand konnte sich beschweren. Wir hatten eines der besten Teams, die es je gegeben hat – mit acht Weltmeistern, darunter Platini und Bettega. Es half alles nichts.“

(Dino Zoff, Interview Corriere dello Sport, 12. September 2015)