Auf nach Frankreich


Veröffentlicht am 13. Oktober 2015

0 Flares 0 Flares ×
Es ist vollbracht: Erstmals nimmt Wales an einer Europameisterschaft teil. Aaron Ramsey (rechts) bejubelt sein Führungstor im letzten Qualifikationsspiel gegen Andorra.

Es ist vollbracht: Erstmals nimmt Wales an einer Europameisterschaft teil. Aaron Ramsey (rechts) bejubelt sein Führungstor im letzten Qualifikationsspiel gegen Andorra.

Abschluss der EM-Qualifikation

Die deutsche Gruppe nebst Leistung wurde an dieser Stelle schon gewürdigt und beleuchtet, nun ein kurzer Blick auf das Ende der EM-Qualifikation in den anderen Gruppen. Starke Auftritte besonders von Österreich und England. Die Sensation der Qualifikation heißt Albanien. Der große und peinliche Verlierer eindeutig die Niederlande. Beim Betrachten der Konkurrenz darf es schon heute gesagt werden, der Titel in Frankreich 2016 ist für Deutschland durchaus drin.

Gruppe A
Tschechien souverän und Island nicht minder beeindruckend fahren verdient nach Frankreich. Beide Teams sind für eine Überraschung gut, verstehen das Spiel als Mannschaftssport. Die Türkei hinkt den beiden zwar hinterher, fährt aber als bester Gruppendritter direkt nach Frankreich, fängt die Ungarn aus Gruppe F noch ab. Der Fußball der Niederlande steht vor einem Scherbenhaufen. Fünf Niederlagen in zehn Spielen, ein verpasster Generationenwechsel, bornierte Stars mit überhitztem Ego und fehlender Nachwuchs ließen nicht nur Guus Hiddink scheitern, sondern schreien nach einem Neuanfang auf bescheidener Grundlage.

Gruppe B
Belgien beim Nachbarn Frankeich also der erwartete Gast. Die Truppe von Marc Wilmots füllte ihre Favoritenrolle aus. Was Ryan Giggs nie gelang, kann der andere Superstar des Waliser Fußballs für sich verbuchen: die Teilnahme an einem großen Turnier. Wales begleitet die Belgier. Bosnien-Herzegowina schleppt sich mühsam in die Playoff-Spiele.

Gruppe C
Spanien nicht mehr wie ein Weltmeister, aber wie ein Titelverteidiger. Noch scheint der Mix aus alten Stars und neuen Kometen nicht ganz gefunden. Ein neuer Xavi wächst auch nicht täglich an den Bäumen. Dennoch ein souveräner Gruppensieg ohne glanzvollen Fußball. Das Team kann mehr. Die Slowakei ist im Fußballhimmel, das Ticket nach Frankeich vor der Ukraine gesichert, diese gehen in die Playoff-Spiele.

Kongeniales Sturmduo: Harry Kane und Wayne Rooney erzielten gemeinsam zehn Quali-Treffer für England.

Kongeniales Sturmduo: Harry Kane und Wayne Rooney erzielten gemeinsam zehn Quali-Treffer für England.

Gruppe E
England gegen eher mittelmäßige Gegner eine Art Qualifikationskönig. Zehn Spiele und daraus zehn Siege, es ging schon schlechter mit dem englischen Fußball. Die Schweiz schafft es auch, Platz zwei sicher vor den Slowenen, die nun in die Playoffs müssen. Das kleine wie tapfere San Marino erkämpfte ein Unentschieden gegen Estland, Jubeltag im Land.

Gruppe F
Ein großer Tag für Nordirland und Rumänien, man ist endlich wieder dabei. Kein Glanz verströmt aber dennoch qualifiziert. Die Rumänen ohne Niederlage. Ungarn geht in die Playoff-Runde. Die Färöer Inseln haben zweimal den Ex-Europameister Griechenland geschlagen, stolzes kleines Inselvolk! Die Griechen am Boden. Der Rehhagel-Zauber endgültig verflogen. Tabellenletzter in einer relativ einfachen Gruppe. Mit den Holländern die ganz großen Verlierer dieser Qualifikation.

Gruppe G
Mit Fabio Capello ging wenig, ein heimischer Trainer hievte das Team von Russland noch auf den zweiten Platz und somit direkt nach Frankreich. Schweden hat das Nachsehen, muss in die Playoffs. Davon unberührt Österreich, stark und ungeschlagen. Ein souveräner Gruppensieg mit phasenweise fantastischem Fußball katapultieren die Austria in eine Geheimfavoritenrolle für die EM2016. Ein Schweizer ist der Vater des Erfolgs: Cheftrainer Marcel Koller.

Gruppe H
Italien gewinnt die Gruppe, bleibt neben England, Österreich und Rumänien das einzige ungeschlagene Team der gesamten Qualifikation. Dahinter stolpert Kroatien kurz vor Schluss noch glücklich auf Platz zwei. Für Norwegen heißt es nun Playoff-Spiele.

Gruppe I
Portugal wie sein iberischer Nachbar, kein Glanz aber doch souverän. Blamiert die Serben. Dänemark schleicht sich blutarm in die Playoff-Spiele. Fußballzwerg Albanien zeigte beiden die Harke und fährt als Gruppenzweiter zur EM. Die Sensation der Qualifikation.

Torschützenkönig der EM Qualifikation
Robert Lewandowski (Polen) = 13 Tore

Redaktion Magath & Fußball

Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on FacebookShare on LinkedInEmail this to someone