Magie Teamsport und die Art des Denkens


Veröffentlicht am 21. November 2015

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„Ich entschied mich für einen Teamsport. Es gibt eine Art von Magie, wenn die Menschen ihre Kräfte vereinen, um eine gemeinsame Idee auszudrücken. Mannschaftssport hat einen Wert, der seiner Zeit voraus ist. Sie können mit elf Spielern aus elf verschiedenen Ländern spielen und bieten dabei eine kollektive Arbeit. Der heutige Sport kann zeigen, was die Welt von morgen sein wird.“

„Auf jeden Fall gibt es nur einen Weg, um Ihr Leben zu leben. Sie müssen den Werten, die Sie für wichtig halten entsprechen. […] Wir haben eine Ära, in der wir den Gewinner verherrlichen. Und zehn Jahre später erkennen wir, der Kerl war ein Betrüger. […] Ich habe bei den Sumo in Japan genossen, dass am Ende des Kampfes, der Gewinner nicht feiert, um die Verlierer nicht zu demütigen. Wenn ich das Verhalten und die Exzesse in einigen Ländern sehe, finde ich die  Werte der japanischen Kultur bemerkenswert.“

„Eine der Schönheiten unserer Arbeit besteht in der Kraft, den Verlauf des Lebens eines Menschen in positiver Weise zu beeinflussen. […] Die Straßen sind voll von talentierten Menschen, die nicht über das Glück verfügen auf einen Menschen zu treffen, der an sie glaubt. […] Das Schönste an meinem Job ist die Möglichkeit, etwas weiterzugeben und das Leben anderer in einer positiven Weise zu beeinflussen.“

„Für mich ist Ferguson ein Beispiel. Er fand immer einen Weg sich selbst zu erneuern, sich zu entwickeln. Er blieb nicht eingefroren im Erfolg. […] Er verstand es, sich ständig zu hinterfragen.“

„In den 60er Jahren würde ein Trainer sagen: ‚Jungs, wir werden es auf diese Weise tun‘, niemand hätte es bestritten. Nun müssen Trainer zuerst überzeugen. Der Spieler ist reich. Die Charakteristik des reichen Mannes ist die Notwendigkeit, ihn zu überzeugen. Denn er hat einen Status. Eine Art des Denkens. Die Menschen sind heute informiert. Daher haben sie eine Meinung. Und sie denken, ihre Meinung ist richtig. Sie müssen nicht unbedingt meine Meinung teilen, deswegen habe ich sie zu überzeugen.“

(Arsène Wenger, Interview, L’equipe sport & style, Ausgabe Nr. 68, November 2015)