Borussen Time


Veröffentlicht am 6. Dezember 2015

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Bayern verliert ein Fußballspiel und Chelsea die Hoffnung

Gladbach, München, Wolfsburg und Dortmund haben dem 15. Spieltag der Bundesliga jeweils eine starke Halbzeit beschert. Punkte konnten daraus nur die beiden Borussen ziehen. Die Fohlen wurden auch für ihre Wettkampfeinstellung im Vorfeld belohnt. Die erste Halbzeit überlebten sie im Borussia Park mit Glück und Keeper Yann Sommer, der zweite Durchlauf war ihr Spiel. Das 3:1 gegen die bajuwarische Übermacht bringt die Gladbacher auf Platz drei. Dieser Umstand ist auch dem 2:1-Auswärtssieg der Namensvettern aus Dortmund zu danken. Diese zeigten den Wolfsburgern, wer die wirkliche Nummer zwei im deutschen Fußball ist. Der BVB in der Volkswagen Arena besser, am Ende aber durch einen diskussionswürdigen Elfmeter beinahe noch um den Sieg gebracht. Ein toller Spielzug bis hin zu Shinji Kagawa konterte den späten Ausgleich der Wölfe in der dritten Minute der Nachspielzeit. Die starke Heimserie der Hausherren von 29 Begegnungen am Stück ohne Niederlage damit beendet. Dortmund ein glücklicher, aber verdienter Sieger – den Reporterverlockungen in Sachen „Bayern-Jäger“ erlag nach Abpfiff dennoch niemand bei den Schwarz-Gelben. Wohltuend. Der Rest eher grau. Leverkusen blamiert sich weiter, wie es kann und richtet sich wohlig im Mittelmaß ein. Hamburgs selbst verordnete Höhenluft ist schon gegen Mainz zu dünn. Schalke feiert einen Sieg über Hannover, als hätte man den FC Barcelona aus dem Stadion gefegt. Im Kampf um die internationalen Fleischtöpfe muss das Borussen-Duo diese Konkurrenten nicht wirklich fürchten. Wie lange der Höhenflug von Hertha anhält, wird zu beobachten sein, das bisherige Erfolgsgebilde scheint euphorisiert wie gleichermaßen fragil. Vieles möglich. Bemerkenswert zieht sich der FC Augsburg langsam am eigenen Schopf aus dem Sumpf und bringt drei wichtige Punkte aus Köln mit in die Heimat. Im Tabellenkeller konnte die Kombination Huub Stevens und Hoffenheim bisher keinen gemeinsamen Dreier einfahren. Sollte dies zur Trennung führen, könnte Huub Stevens seinen Umzugswagen wieder nach Stuttgart lenken, um etwas später von dort aus vielleicht einmal die Station Bremen anzufahren.

Der Ex-Bremer Marko Arnautović erledigte Manchester City mit einem Doppelpack.

Der Ex-Bremer Marko Arnautović erledigte Manchester City mit einem Doppelpack.

Als neue Station von José Mourinho vermelden Gazetten-Gerüchte den Namen FC Valencia, dort sollen asiatisches Geld nebst Ehrgeiz Einzug gehalten haben. Noch steht der Portugiese auf der Brücke des FC Chelsea und will sich nicht kleinkriegen lassen, obwohl eine 0:1-Heimpleite gegen den Aufsteiger AFC Bournemouth als arger Dämpfer jeden Aufschwungs daherkommt. Was die laufende Saison der Premier League anbelangt, weicht die letzte Hoffnug aus der Stamford Bridge. Was denkt wohl Mourinho? Das Tor für dröhnende Spekulationen ist jedenfalls wieder weit geöffnet. Gedämpft auch der Meistertraum von Manchester City, blamabel und hochverdient verliert man bei Stoke City mit 0:2. Einem ehemaligen Bundesliga-Duo aufseiten der Potters war dabei nie beizukommen: Xherdan Shaqiri und Marko Arnautović zerlegten die Defensive der Citizens im Zusammenspiel. Wieder lief als Ruine eines einstigen Verteidigers Martín Demichelis in der Innenverteidigung der Skyblues auf. Der Argentinier stets ein sicherer Garant für Niederlagen des Teams von Manuel Pellegrini. Manchester City führt deswegen klagende Beschwerde über viele Verletzte und fehlende Qualität auf der Bank. Welch Hohn, wenn man auf die Personaldecke bei Leicester City schaut. Das Team aus den Midlands dreht allen dicken Kontoinhabern der englischen Fußballelite und deren latentem Transferrausch eine Nase, macht dabei seinem akribisch wie unspektakulär arbeitenden Trainer Claudio Ranieri große Ehre. Der 3:0-Auswärtssieg bei Swansea City im Stile eines Souveräns. Wenig Ehre beim anderen Club aus Manchester. United stolpert weiter pomadig durch die Saison, kommt mit einem bemühten 0:0 im Heimspiel gegen West Ham der Tabellenführung nicht näher und muss sein Endspiel in der Champions League um die Qualifikation für das Achtelfinale nun auch noch ohne Wayne Rooney bestreiten. Arsenal nutzt derweil die Gunst der müden Stunde und quält sich mit einem 3:1-Heimsieg gegen Sunderland auf Platz zwei der Tabelle in der Premier League. Damit ist man immerhin der direkte Verfolger von Leicester City. Die Aufholjagd von Jürgen Klopp und vom FC Liverpool wurde indes am Sonntagnachmittag in Newcastle jäh gestoppt. Beim Tabellenvorletzten unterlagen die zuletzt formstarken Reds überraschend mit 0:2.

Redaktion Magath & Fußball

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