127.730.000 Euro


Veröffentlicht am 5. April 2016

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Spielerberater und Vermittler verdienen sich dumm und dämlich

Den Fan muss es schütteln. Die von der DFL veröffentlichten Summen für Spielervermittler und Spielerberater sorgen für Staunen und Kopfschütteln beim normalen Endverbraucher. Die 18 Vereine der 1. Bundesliga haben sage und schreibe 127,73 Millionen Euro in den Rachen einer Branche geworfen die weder zum Fortbestand noch zur Zukunft des Fußballs etwas beiträgt. In ihrer Masse sind sie steter Unruheherd für Vereine und Trainer, treiben Spieler mit Vorliebe in Engagements die viel Geld in eigener Sache bringen und für den Fußballer oft in einer sportlichen Sackgasse enden. Wenn es nicht nach ihrem Gusto läuft palavern sie in aller Öffentlichkeit dummes Zeug. „Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.“ Matthäus 6,26 scheint auf jeden Fall auch für Spielerberater zu gelten. (Wobei es sich hier um den Jünger Matthäus und nicht um die Plaudertasche Matthäus handelt.) Alles hat sein Gutes. In Gelsenkirchen konnte Horst Heldt – das personifizierte Rauschen der Bundesliga – wenigstens einmal Tabellenplatz eins liefern, wenn auch nur bei den Ausgaben für Spielerberater. Die Fans wird’s wenig trösten, ihn sicher bald auf einen neuen Posten spülen. Zurück zu den Agenten der Spieler, deren Bezahlung durch Vereinsseite Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge einst „absurd“ nannte. Der Spiegel schreibt: „ Vor vier Jahren lag die Summe, die an die Agenten floss, noch bei rund 70 Millionen Euro. Spielerberater kassieren bei Vertragsverlängerungen in der Regel fünf bis fünfzehn Prozent des Jahresbruttoverdienstes ihrer Spieler, bei Wechseln partizipieren sie oft zu gleichen Anteilen an Ablösesumme und Handgeld. Manche Agenten lassen sich weitere Prämien wie etwa eine Sonderausschüttung vertraglich zusichern, falls der Spieler mit seinem Klub die Meisterschaft oder Champions League gewinnen sollte.“ Verband und Vereine sollten damit endlich gemeinsam Schluss machen und die Spieler ihre Beratertruppen baldigst selbst bezahlen. Geld dafür ist ja reichlich vorhanden.

Redaktion Magath & Fußball