Falscher Gedanke


Veröffentlicht am 14. April 2016

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„Sechs Vereine wollen Faktoren wie Fanbasis, Bekanntheit und TV-Reichweite bei der Verteilung berücksichtigt wissen. Ein falscher Gedanke. Die Klubs sollen vernünftig arbeiten und nicht nach Subventionen rufen! Traditionsmannschaften haben genug Möglichkeiten, ihren Standortvorteil, aber auch ihre Tradition, Größe und Verwurzelung auszunutzen. Dortmund ist beispielsweise an die Börse gegangen und hat sich so Geld beschafft. Aber dass nun das Thema Tradition zum Indikator gemacht werden soll, bestraft kleinere Vereine, die aktuell besser arbeiten. Mainz, Augsburg oder auch Zweitligist Freiburg verfügen nicht über diese sogenannte Tradition, sind in kleineren Städten beheimatet – überzeugen jedoch durch Leistung und sportlichen Erfolg. Dass Mainz mit seinem Kader inzwischen in der Tabelle vor Schalke steht, ist ein Fingerzeig. Nicht Tradition und Fan-Anhang sind entscheidend, sondern kluges Handeln auf Management-Ebene. Am Ende ist es doch die Tabelle, die nach 34 Spieltagen die Arbeit widerspiegelt. Leistung soll sich auszahlen, nicht Erfolg aus längst vergangenen Tagen.“

(Felix Magath, Kolumne, Auszug, tz-München, 4. April 2016)

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