Fußball trifft Handball


Veröffentlicht am 12. Januar 2018

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Felix Magath zu Gast bei Velimir Petković und den Füchsen Berlin.

Es war ohne Frage ein besonderes Zusammentreffen zweier Trainerkollegen, das sich unter der Woche in der Hauptstadt ereignete. In der Geschäftsstelle der Berliner Füchse, nur einen Steinwurf vom Gendarmenmarkt entfernt, begegneten sich Handball-Chefcoach Velimir Petković und Felix Magath erstmals persönlich. Schnell war klar, dass die beiden mehr eint als ein Europapokaltitel aus ihrer aktiven Karriere, den der eine 1976 mit dem bosnischen Handballclub RK Borac Banja Luka und der andere sieben Jahre später mit dem Hamburger SV in Athen gewann.

So entwickelte sich zwischen dem 61-jährigen Petković – seit Dezember 2016 in Berlin an der Seitenlinie und zuvor unter anderem in Wetzlar, Göppingen und Eisenach tätig – und Felix Magath ein angeregter Gedankenaustausch, bei dem Methoden der Spielerförderung und -entwicklung sowie aktuelle Trends im Handball und Fußball gleichermaßen zum Thema wurden. Freilich durfte dabei die eine oder andere Anekdote aus jahrzehntelanger Spieler- und Trainererfahrung im Profisport nicht fehlen. Kurzum, die Chemie stimmte – sozusagen vom Anpfiff weg.

Beinahe logisch, dass die von Velimir Petković ausgesprochene Einladung zu einem Heimspiel der Füchse im stimmungsvollen „Fuchsbau“, wie die Max-Schmeling-Halle bei Handballpartien genannt wird, mit Begeisterung aufgenommen wurde. Felix Magath kann sich dann sowohl auf eine einmalige Atmosphäre als auch auf echten Spitzen-Handball freuen, rangieren die Füchse Berlin als zweifacher Weltpokalsieger (2015 und 2016) in der DKB Handball Bundesliga nach 19 von 34 Spieltagen aktuell auf Platz zwei.

Die Stimmen von Petković und Magath zum gemeinsamen Treffen:

Velimir Petković: „Ich hatte das Glück, dass ich einmal mitbekommen habe, was Felix denkt und sagt. Das hat mir sehr gut gefallen, das war ganz nah an meiner Philosophie. Ich bin jemand, der von seinen Spielern Disziplin haben will, der harte Arbeit einfordert. Denn nur so, davon bin ich überzeugt, hat man Erfolg. Nur so, denke ich, kann man junge Spieler weiterentwickeln. In der Ansprache an meine Jungs greife ich immer wieder auf Zitate von Felix zurück – ich habe 20, 30 davon im Kopf.“

Felix Magath: „Velimir Petković ist nicht nur ein ausgewiesener Fachmann, sondern auch ein Trainerkollege mit allen menschlichen und fachlichen Qualitäten, die zur Führung und Weiterentwicklung eines Teams notwendig sind. Überhaupt macht die Führung des Vereins auf mich einen ausgezeichneten Eindruck. Was Manager Bob Hanning und Trainer Petković in Berlin leisten, macht dem Handballsport Ehre. Bei diesen Voraussetzungen bin ich mir sehr sicher, die Füchse werden auf nationalem und internationalem Parkett weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Demnächst werde ich mir auf jeden Fall ein Heimspiel der Füchse ansehen, um die tolle Handballatmosphäre in Berlin einmal persönlich zu erleben. Den Füchsen, Velimir Petković und seinen Jungs wünsche ich eine tolle Saison und jedweden Erfolg.“

Redaktion Magath & Fußball