Die Gleichgesinnten


Veröffentlicht am 24. März 2018

0 Flares 0 Flares ×

Felix Magath beim Heimspiel der Füchse Berlin

Wenn die Berliner aus dem Häuschen, dann aber richtig! Wer es nicht glaubt, sollte sich umgehend eine Karte für die Füchse Berlin besorgen. Diese Investition ist absolut zu empfehlen, liefert Sport und Spaß für die ganze Familie auf höchstem Niveau. Was Berlins Vorzeigehandballer bieten und wie ein Team mit seinem Publikum verschmilzt, die Max-Schmeling-Halle bot unter der Woche glänzenden Anschauungsunterricht. Was „Feuer unterm Dach“ anbelangt, muss sich die Berliner Handballelite nicht hinter Hertha, Alba, Union oder den Eisbären verstecken. Im Gegenteil. 71 Tore in einem Handballspiel sind wahrlich nicht alltäglich. Beim 40:31 (23:15) Triumph über den TSV GWD Minden konnten weder eigene Schwächemomente noch das Aufbäumen des Gegners oder diskussionsreife Schiedsrichterentscheidungen den Siegeswillen der Berliner brechen. Angetrieben von Cheftrainer Velimir Petković ließen die Füchse keinerlei Zweifel aufkommen, wer diesen Abend das Parkett als Sieger verlassen wird.

Felix Magath konnte sich endlich den Wunsch erfüllen und sein erstes Füchse-Spiel in Berlin hautnah erleben. Der Einladung von Geschäftsführer Bob Hanning und Trainer Petković war Magath nur zu gern gefolgt. Schon Anfang des Jahres hatte es einen Besuch von Felix Magath in der Geschäftsstelle der Füchse gegeben, wo er sich in Gesprächen mit Bob Hanning, Geschäftsstellenleiter Stefan Güter und Trainer Velimir Petković von der absoluten Professionalität des Vereines und der Vereinsführung beeindruckt zeigte. Eine solche stringente Professionalität würde sich Felix Magath bei manch einem Verein im Profifußball wünschen. Schon nach diesem Tag verließ Felix Magath die Stadt als Füchse Fan, hatte er doch ausgiebig mit dem Trainerkollegen Velimir Petković gefachsimpelt.

Füchse-Coach Velimir Petković ist ein Aktivposten an der Seitenlinie.

Überhaupt dieser Velimir Petković. Ein Trainer, Mensch und Charakter ganz nach Magaths Geschmack. Daran ließ der Meistertrainer aus München keinen Zweifel: „Petko macht in Berlin einen fantastischen Job. Seine Erfahrung und sein Können werden das Team, seine Spieler und den Klub in den nächsten Jahren weiter voranbringen. Er ist ein Vollblutsportler und absoluter Profi, der alle großen Linien sowie die kleinsten Details im Mannschaftssport kennt und beherrscht. Sich mit ihm auszutauschen macht mir wirklich Spaß und ist ein Gewinn. In Sachen Professionalität, Verantwortung und Arbeit teilen wir Grundüberzeugungen. Wir begegnen uns als Gleichgesinnte.“

Winkte Velimir Petković vor Anpfiff der 2. Halbzeit noch kurz zum Platz von Felix Magath und rekte dieser sein „Daumen hoch“ Richtung Petko so konnte nach dem Spiel und den üblichen Presseverpflichtungen ein gutes Gespräch der beiden Trainerstrategen in gemütlicher Runde seinen Lauf nehmen, dem eine herzliche Begrüßung vorausging. Petković und Magath fanden sich als Trainerkollegen und kommen längst als Freunde zueinander. Da wird es auch privat und vertraulich, so soll und wird es bleiben. Eine nächste Begegnung der Gleichgesinnten ist bereits in Planung.

Redaktion Magath & Fußball

Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on FacebookShare on LinkedInEmail this to someone