Weihnachtstipps


Veröffentlicht am 11. Dezember 2018

0 Flares 0 Flares ×

Fußballwinterpause = Zeit des Schenkens

Weihnachtszeit ist auch immer Geschenkzeit. Magath & Fußball möchte, einer guten Tradition folgend, einige Anregungen für den Gabentisch beisteuern. Freude und Familiensinn lassen sich am intensivsten durch Gemeinsamkeiten erleben. Im Sport sind solche Gemeinsamkeiten angelegt. Ein Ball, ob nun Fußball, Volleyball, Handball oder Basketball sollte immer noch die Priorität vor den neuesten Entwicklungen der Unterhaltungsindustrie haben. Einen Ball ordentlich zu fangen, zu spielen oder zu beherrschen, kann für Kinder im Gemeinschaftserlebnis reizvoller sein, als den Finger auf die neueste App zu drücken. Einfach mal versuchen. Bälle für sämtliche Zwecke gibt’s in allen Macharten und im Überangebot zwischen Markenware und vernünftiger Lösung.

Wem es draußen zu frisch, der kann doch mal nach dem Schachspiel schauen, ein wahrlich königliches Spiel, welches Kindern im weiteren Leben durchaus helfen kann. Ist kein Brett mit den 64 Feldern mehr zu finden, lässt sich sicher eines, nebst Figuren, erwerben und passt gut auf jeden Geschenktisch. Einem Kind Schach beizubringen ist reiner Gewinn und dieses bewusst erleben zu dürfen, kann keine Schachsoftware der Welt ersetzen. Schachbretter und Figuren gib es mittlerweile in unendlichen Varianten, Farben und Formen. Als Alternative ist auch ein Go-Spiel sicher keine falsche Entscheidung. Wer sich zwischen Brett- und Ballspielen ganz individuell und persönlich in Form halten möchte, ist mit guten Laufschuhen und einem Fitnessarmband weit vorn, sollte dazu allerdings ein Fachgeschäft mit individueller Beratung aufsuchen. Manch falscher Schuh hat schon manchen Fuß verdorben.

Cecilia Bartoli, Elbphilharmonie Hamburg, 2018

Felix Magath war unlängst in einem Konzert der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli in der Elbphilharmonie. Die stimmfeurige Römerin beschäftigte sich mit Vivaldi Arien und begeisterte ihr Publikum. Ein Kunstgenuss der besonderen Art, den es auch ganz frisch auf CD und fürs heimische Wohnzimmer gibt: „Cecilia Bartoli singt Vivaldi“, erschienen beim Label Delphine und im Handel erhältlich. Wer bei Vivaldi nur an „Die vier Jahreszeiten“ denkt, dem kann auch geholfen werden. Als CD und sogar wieder auf Platte verfügbar ist Karajans legendäre Aufnahme mit Anne-Sophie Mutter und den Wiener Philharmonikern.

Fußballbuch des Jahres bleibt „Der Abstieg“, ein echter Sportbuch-Knüller von Daniel Jovanov und Tobias Escher aus dem Rowohlt Verlag über den HSV. Selten ist ein Fußballverein so mikroskopisch unter die Lupe geraten. Das Buch wurde an dieser Stelle schon besprochen. Ein ideales Geschenk. Wer vom Fußballkrimi nahtlos zum skandinavischen Krimi wechseln möchte, dem sei der Norweger Ingar Johnsrud und sein Kommissar Fredrik Beier in Der Hirte“ und „Der Bote“ empfohlen, ein neuer und beachtlicher Stern am nordischen Kriminalhimmel. Sportfreunde sind oftmals auch Freunde von Biografien. Im Verlag „kurz & bündig“ erschien im Herbst das sehr kurzweilige und doch informative „Roger Federer: Weltsportler. Ballverliebter. Wohltäter.“ Vom Autor Simon Graf. 160 preiswerte Seiten machen dem Verlagsnamen alle Ehre und Tennisfreunden sicher viel Freude. Wer es kulturell gewichtiger haben möchte, der kann auf Stephen Parker und dessen 1030 Seiten Werk „Brecht. Eine Biografie“ aus dem Suhrkamp Verlag zurückgreifen. Sollte ein zeitloser Klassiker der Weltliteratur auf dem Wunschzettel stehen, sei hier an „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth, „Früchte des Zorns“ von John Steinbeck, „Moby Dick“ von Hermann Melville oder an „Der Brave Soldaten Schwejk“ von Jaroslav Hašek erinnert. Bücher, die jedes Weihnachtsfest adeln und bereichern.

Wenn es lieber ein Film oder eine Serie sein soll. Sehenswert und zu Recht Oscar prämiert kommt Frances McDormand in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ daher. Mystisch und düster erlebt man Tom Hardy in der achtteiligen Serie „Taboo“. Wer es gern historisch hat sollte zu „Die dunkelste Stunde“ mit Gary Oldman als Churchill greifen und nach diesem eher kammerspielartigen Film umgehend zum epischen „Dunkirk“ von Regisseur Christopher Nolan übergehen.

Vergnügen und Pflicht zum Fest natürlich Johann Sebastian Bach, sein Weihnachtsoratorium“ wird gern gehört und gern verschenkt. Martin Flämig, der Dresdner Kreuzchor und Solisten wie Theo Adam und Peter Schreier bieten vorzügliche Erbauung zur Weihnachtszeit, dem steht Karl Richter mit dem Bach-Orchester München und den Spitzensängern Christa Ludwig, Gundula Janowitz und Fritz Wunderlich in nichts nach. Wer das Jahr dann festlich mit der 9. Sinfonie von Beethoven“ ausklingen lassen möchte und mit Wiener Walzern das neue Jahr und die Vierschanzentournee begrüßen, andere damit beglücken will, der wird fündig. In einem Meer von Angeboten ist bei Beethovens Ode an die Freude Otto Klemperer und das Philharmonia Orchestra, alternativ Rudolf Kempe mit den Münchner Philharmonikern zu empfehlen. Beim Thema den „Walzer“ gibt es eine Box mit den Neujahrskonzerten von Carlos Kleiber und Herbert von Karajan, alternativ dazu eine atemberaubende wie preiswerte Studioaufnahme von Eugen Ormandy und dem exzellenten Philadelphia Orchestra.

Eine stresslose Vorweihnachtszeit und gelungene Geschenkideen wünscht die Redaktion Magath & Fußball.