Zweimal Felix im Blickpunkt


Veröffentlicht am 5. Februar 2019

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Von links: Felix Neureuther, Julia Scharf (BR Sport), Felix Magath.

Felix Magath und Felix Neureuther gemeinsam in der Sendung Blickpunkt Sport.

Am Sonntagabend trafen sich Ski-Weltmeister und Fußball-Meistertrainer im Fernsehstudio des Bayerischen Rundfunks: In der Sendung „Blickpunkt Sport“ begrüßte Moderatorin Julia Scharf  mit Felix Neureuther und Felix Magath gleich zwei Hochkaräter der deutschen Sportlandschaft. Während Neureuther auf die heute beginnende Alpine Ski-WM im schwedischen Åre vorausblickte, sprach Magath über Entwicklungen im Profifußball sowie über das aktuelle Geschehen in der Bundesliga. Seine wichtigsten Aussagen gibt es hier noch einmal zusammengefasst in der Übersicht.

„Im Fußball hat es sich in den letzten Jahren so entwickelt, dass Leistungen nicht mehr richtig zugeordnet werden können. Derjenige, der zum Schluss den Ball ins Tor schießt, der ist der Held. Der braucht körperlich gar nicht so gut zu sein – wenn er in einer guten Mannschaft spielt, gute Mitspieler hat, wenn er richtig steht und gut abschließen kann, dann reicht das. Das ist in einem Einzelsport, vor allem im Skisport, natürlich ganz anders, denn da hat man den direkten Vergleich.“

„Für mich ist nicht der Spieler der Wichtigste, der fünf Meter vor dem Tor steht, angeschossen wird – und der Ball geht rein. Für mich ist viel wichtiger, wie sich ein Spieler auf dem Feld bewegt – vor allem, wohin er sich bewegt und in welchem Tempo er sich bewegt.“

„Der Ansatz ist verkehrt, dass ein Trainer einen Spieler, einen Athleten macht. Das macht der Spieler selbst, der Trainer gibt die Richtung vor. Wichtig ist, dass ein Trainer einem Spieler sagen kann, was er zu tun hat.“

„Der FC Bayern hätte aus meiner Sicht in so einer Situation in Leverkusen nicht verlieren dürfen. Das hätte ich nicht erwartet. Ich hatte geglaubt, dass die Schwächephase der Bayern vorüber sei. Aber das, was ich gestern gesehen habe, hat mir nicht den Eindruck vermittelt, der FC Bayern wäre in einer Topverfassung und würde nach der Meisterschaft streben.“

1860 München wird es schwer haben, in den nächsten Jahren wieder nach oben zu kommen, wenn nicht langsam Ruhe in den Verein kommt, insbesondere in die Vereinsführung. Sollte dies jedoch gelingen, dann hätte 1860 natürlich ein unheimliches Potenzial – und dann wäre es auch möglich, dass wir den Verein wieder in der Bundesliga sehen.“

Redaktion Magath & Fußball