Hoffnung und Hilfe


Veröffentlicht am 19. August 2019

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Meine Eindrücke von einer außergewöhnlichen Radsporttour

Vom 14. bis 18. August 2019 radelte und kämpfte sich die „Tour der Hoffnung“ durch Hessen und Nordrhein-Westfalen. Für krebskranke Kinder traten viele engagierte Menschen in die Pedale, darunter auch ehemalige Spitzensportler, Weltmeister und Olympiasieger, die sich allesamt in den Dienst der guten Sache stellten. Von den einstigen Spitzensportlern möchte ich besonders die frühere Biathlon Olympiasiegerin Petra Behle nennen, die als Schirmherrin der „Tour der Hoffnung“ für uns alle Vorbild und Anführerin im Kampf um die gute Sache war und sich seit Jahren enorme Verdienste beim Spendensammeln und bei der Tour erworben hat. Ihr gebührt höchste Anerkennung für dieses Engagement.

Magath und Schirmherrin Petra Behle

Für mich, der ich per Rad sonst eher im Gelände unterwegs, war die Tour eine Premiere als Straßenradrennfahrer. Als Neuling boten sich mir alte Hasen mit Rat und Tat an, denen ich für manchen Tipp danke. Bergauf quälte ich mich auf einige Gipfel, um den Erfolg dieser Anstrengung bei der Abfahrt umso mehr genießen zu können. An meiner Radsportkarriere werde ich auf jeden Fall weiter arbeiten, also fleißig trainieren. Das großartige Konzept „Tour der Hoffnung“ hat mich jedenfalls restlos begeistert. So etwas Tolles habe ich im Zusammenhang mit Hilfe und Hoffnung noch nie erlebt. Ich war sehr beeindruckt und dankbar, Teil dieser tollen Gemeinschaft gewesen zu sein. Jeder ordnete sich ein in diese Gemeinschaft und half mit seinem Engagement das Spendenaufkommen zu steigern.

Motiviertes Fahrerfeld bei gutem Wetter und bester Stimmung

Des Weiteren müssen unbedingt die vielen ehrenamtlichen Helfer genannt werden, die sich ins Zeug legten, um uns Fahrern jedwede Unterstützung zu bieten. Besonders beeindruckten mich die Polizistinnen und Polizisten, die uns nicht nur sicher geleiteten und für reibungslose Fahrt sorgten, sondern auch noch motivierend das Fahrerfeld und das Publikum anfeuerten, um uns über manchen Berg und manchen schwachen Moment zu helfen. Das Publikum am Straßenrand ließ sich wahrlich nicht lumpen, bot uns Hilfe und Anfeuerung und sorgte stets für eine klasse Stimmung.

Magath und engagierte Helferin der Polizei

Die „Tour der Hoffnung 2019“ endet am Samstag an der Kinderklinik in Sankt Augustin. Dort trafen wir auch auf die Elterninitiative krebskranker Kinder (EKKK) Sankt Augustin. Im Gespräch konnte man erleben, wie wichtig die Kinderklinik St. Augustin für Eltern und betroffene Kinder in der Region ist. Dass die Zukunft der Kinderklinik auf dem Spiel steht und akut von Schließung bedroht wird, fand nicht nur mein Unverständnis. Hoffentlich kommen die Entscheidungsträger zur Vernunft und erhalten diesen Standort.

Abschließend soll das größte Kompliment, verbunden mit einem herzlichen Dank, an die vielen Klein- und Großspender gehen, deren verlässliche Hilfe für die krebskranken Kinder mehr als Hoffnung, Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit beinhalten, nämlich die Ermöglichung von konkreten Dingen und Maßnahmen, die Leben retten können. Meine Hochachtung vor allen Spendern. Für mich die wahren Helden der Tour.

Felix Magath