Fundstücke


Veröffentlicht am 26. November 2019

0 Flares 0 Flares ×

„Ich war immer bescheiden. Das hat nur niemand verstanden. Ich war immer bescheiden. Auf meine eigene Art. (…) Wenn man ein Sechs-Sterne-Hotel sucht, würde man nichts Besseres finden, als das Trainingsgelände bei Tottenham. Einfach unglaublich. Großartige Betten, riesige Kissen. Riesige Kissen, einfach unfassbar! Man schläft in der Mitte von fünf oder sechs riesigen, weichen Kissen. Sehr, sehr gut. Und teure Decken. Teure Decken! So gut.“

(José Mourinho, Amtsantritt bei Tottenham Hotspur, 21. November 2019)

„So wünscht sich das jeder Arbeitnehmer: Wenn der Chef nervt, unpopuläre Entscheidungen trifft oder die Leistungen im Team anders als man selbst beurteilt – weg mit ihm! Der Nachfolger wird vielleicht fügsamer sein. Zumindest: weniger fordernd. (…) Es war schon immer so, dass der Trainer das schwächste Glied innerhalb der Verkettung in einem Fußballklub ist. Eine Vereinsführung kann den einen Mann kostengünstiger ablösen als die komplette Mannschaft, wenn es nicht läuft. Und doch wiegt dieser Fall schwer. Wenn nicht einmal der Branchenprimus mit seinen Schwergewichten in der Lage ist, die Macht seiner Profispieler einzuschränken und an die Gegenleistung für das Millionengehalt nachhaltig zu erinnern, wie sollen das die kleinen Vereine?“

(Kolumne zur Kovač-Entlassung bei Bayern, Pit Gottschalk, web.de, 11. November 2019)

„Eine moderne Heiligenlegende über einen Selfmademan, der sein Leben seinem Unternehmen und seiner Familie, der CDU und einem Fußballverein weiht, geschrieben in martialischer Wochenschau-Sprache von einem „FAZ“-Sportjournalisten. Zitat: „dieser Kampf, den Hoeneß an vorderster Front gegen Borussia Dortmund führt …“ So sehen sie aus, die Stalin-Oden unserer Zeit.“

(Denis Scheck über das Buch „Watzke: Echte Liebe“, Druckfrisch – ARD, 24. November 2019)