Archiv des Autors: rtj

Order!


Veröffentlicht am 2. November 2019

John Bercow: Fußballfan, Tennisenthusiast und Sportautor

Mr. Speaker als Gunners-Fan

Sein Order! brachte stets das House of Commons zur Räson ohne den uralten Geist des englischen Parlamentarismus zu verletzten. Ob unendliche Brexit-Debatten oder persönliche Schmähungen, John Bercow behielt Kopf und Ruhe, oftmals auch einen alle Lager beruhigenden Humor. Die Integrität seiner Person, das bestimmte Auftreten und eine absolute Klarheit in Sprache und Sache von Parlament und Demokratie, gepaart mit Durchsetzungsvermögen, machten John Simon Bercow zu einer in ganz Europa bewunderten politischen Figur. Zehn Jahre Sprecher des britischen Unterhauses sind ihm nun genug, er räumt den Posten und kandidiert auch nicht mehr fürs Parlament. Mr. Speaker hat genug. Nun Zeit für Sport? No Sports galt nämlich für diesen Briten nie. Im Gegenteil.

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Premiere unter Bekannten


Veröffentlicht am 29. Oktober 2019

Erstmals Union vs. Hertha in der 1. Bundesliga

Wenn der Berliner meckert, ist er gut drauf. Wenn er läuft, ist er zu spät dran oder Marathon in der Stadt. Es gibt viel zu erleben. Unaufhörliche Tourismusströme legen dafür Zeugnis ab. Es brummt nicht nur Berlin, es boomt auch der Sport. Die Füchse im Handball, Alba im Basketball und die Eisbären im Eishockey sind Spitzenteams. In der Stadt gibt es den größten Olympiastützpunkt Deutschlands und viele großartige Sportler. Selbst ein FC Bundestag tritt offiziell gegen den Ball. Union und Hertha kennt sowieso jeder, nicht nur jene, denen einmal ein Fußball um die Nase geflogen. An Sportbegeisterung nimmt es der Berliner mit jedem auf und hat viele Orte, wo er diese austoben kann. Für zusätzliche Euphorie gibt’s nun noch ein neues Feld. Berlin hat endlich wieder ein Fußballderby in der 1. Bundesliga. Und was für eins! Obwohl sie sich ewig kennen – woran auch die Mauer nichts geändert – nach Wende und Einheit auch ab und an die Klingen kreuzten, sieht man sich in der 1. Bundesliga erstmals und begeht gemeinsam diese Premiere. Berliner Derby. Endlich!

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Zwischen Strafraum und Leben


Veröffentlicht am 19. Oktober 2019

Der Historiker Hans Woller führt die Leser zu Gerd Müller

Buchcover

Wer glaubt, Spannung wäre heutzutage nur noch mit einem Netflix Abo machbar, der irrt gewaltig. Man greife zum Buch! Hans Woller bietet mit seiner Gerd Müller Biografie ganz aktuell das spannungsreiche und faszinierende Lebensporträt eines großen Fußballers und Torjägers. Dieses famose Sachbuch wurde nicht nur für den Fußballfan geschrieben. Die Lektüre lohnt für jedermann. Ohne Umschweife führt Woller seine Leser auf den Lebensweg eines Menschen, der sich mit Toren im kollektiven Gedächtnis der Deutschen festgesetzt hat, dennoch wesentlich mehr war als nur der Mann im Strafraum. So bietet diese Biografie mehr als Tore und Vorlagen. Sie zeigt Höhen und Tiefen eines Lebens, lässt über Berufung, Liebe, Freundschaft und Enttäuschung nachdenken, bildet flüchtiges und wiedergewonnenes Glück ab und schließt vor Leid und Unglück nicht die Augen. Niemals kommt der Fußball dabei zu kurz. Wer braucht also Netflix?

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Literaturhaus München


Veröffentlicht am 4. September 2019

Große Literatur, tolle Autoren und guter Kaffee

Fassade Literaturhaus München (Foto T. Dashuber)

Ich bin gerne im Literaturhaus München. Das dortige Team um die Leiterin Tanja Graf leistet hervorragende Arbeit für das kulturelle Leben unserer Stadt. Ein herausragendes kulturelles Angebot, tolle Autoren und deren Bücher sorgen für literarische Highlights am Fließband. Um so einen Ort der Kultur, der Lesungen und des offenen Gespräches beneiden uns viele Städte auf der ganzen Welt. Flair, guter Kaffee und eine angenehme Atmosphäre tun ihr übriges, laden ein und machen den Aufenthalt zu einer Entspannung und Bereicherung. Wir Münchner wissen, was wir am Literaturhaus haben. Auch den Gästen unserer Stadt kann man den Weg ins Literaturhaus nur empfehlen. Es lohnt. Unbedingt vorbeischauen.

Brasserie im Literaturhaus (Foto T. Dashuber)

Am 20.11.2019 um 20.00 Uhr werde ich selbst an einer Podiumsdiskussion im Literaturhaus München teilnehmen und Gast bei der Buchvorstellung „Gerd Müller. Geschichte eines Fußballgenies“ sein. Ich danke dem engagierten Team des Literaturhauses für die Einladung und freue mich auf den Autor Hans Woller, einen spannenden Abend und eine anregende Diskussion.

Felix Magath

Hart am Wind unter Hamburgs Sonne


Veröffentlicht am 24. August 2019

Regatta der Hamburger Wirtschaft

Zwischen den Strapazen der „Tour der Hoffnung“ und der „Regatta der Hamburger Wirtschaft“ blieben nur wenige Tage zur Rekonvaleszenz. Von den Pedalen ging es sozusagen direkt an die Segel und zur traditionellen Drachenregatta auf der Außenalster. Mit Walter Behrens und Mitja Meyer bildete ich eine Crew, die am Ende Platz fünf ersegeln konnte. Mein Urlaub wurde also bei sportlicher Betätigung unter guten Freunden eingeläutet. Hamburg zeigte dabei sein schönstes Gesicht. Eine ausgezeichnete Atmosphäre, ein fantastischer Blick auf Hamburg und überragendes Wetter machten einen tollen Tag perfekt. Anbei noch einige Impressionen eines schönen Segeltages.

 

Walter Behrens

Mitja Meyer

Felix Magath und Redaktion

Sportsmann, Mensch und Vorbild


Veröffentlicht am 19. August 2019

Magath trifft Täve

Felix Magath und Täve Schur

Die „Tour der Hoffnung“ erbrachte nicht nur ein famoses Spendenaufkommen für krebskranke Kinder, sondern auch großartige Begegnungen im Fahrerfeld, mit tollen Zuschauern und dem uns fantastisch unterstützenden Begleitpersonal. Eine Begegnung der letzten Tage wird mir besonders unvergessen bleiben. Jene mit dem Radsportgiganten Täve Schur. Der Ex-Weltmeister und frühere Friedensfahrtsieger beeindruckte mit seinen 88 Jahren gleichermaßen die Fahrer, Gäste, Berichterstatter und Zuschauer der Tour durch seinen unermüdlichen Einsatz, seinen Sportsgeist und tadellosen Charakter. Das Radsportidol Täve Schur ist schon heute eine der großen Persönlichkeiten der deutschen Sportgeschichte. Ich bin äußerst dankbar, diesen außergewöhnlichen Sportler und Menschen kennengelernt zu haben. Für mich ist der Sportsmann Täve Schur ein absolutes Vorbild.

Felix Magath

Hoffnung und Hilfe


Veröffentlicht am 19. August 2019

Meine Eindrücke von einer außergewöhnlichen Radsporttour

Vom 14. bis 18. August 2019 radelte und kämpfte sich die „Tour der Hoffnung“ durch Hessen und Nordrhein-Westfalen. Für krebskranke Kinder traten viele engagierte Menschen in die Pedale, darunter auch ehemalige Spitzensportler, Weltmeister und Olympiasieger, die sich allesamt in den Dienst der guten Sache stellten. Von den einstigen Spitzensportlern möchte ich besonders die frühere Biathlon Olympiasiegerin Petra Behle nennen, die als Schirmherrin der „Tour der Hoffnung“ für uns alle Vorbild und Anführerin im Kampf um die gute Sache war und sich seit Jahren enorme Verdienste beim Spendensammeln und bei der Tour erworben hat. Ihr gebührt höchste Anerkennung für dieses Engagement.

Magath und Schirmherrin Petra Behle

Für mich, der ich per Rad sonst eher im Gelände unterwegs, war die Tour eine Premiere als Straßenradrennfahrer. Als Neuling boten sich mir alte Hasen mit Rat und Tat an, denen ich für manchen Tipp danke. Bergauf quälte ich mich auf einige Gipfel, um den Erfolg dieser Anstrengung bei der Abfahrt umso mehr genießen zu können. An meiner Radsportkarriere werde ich auf jeden Fall weiter arbeiten, also fleißig trainieren. Das großartige Konzept „Tour der Hoffnung“ hat mich jedenfalls restlos begeistert. So etwas Tolles habe ich im Zusammenhang mit Hilfe und Hoffnung noch nie erlebt. Ich war sehr beeindruckt und dankbar, Teil dieser tollen Gemeinschaft gewesen zu sein. Jeder ordnete sich ein in diese Gemeinschaft und half mit seinem Engagement das Spendenaufkommen zu steigern. Weiterlesen

In der Welt zuhause


Veröffentlicht am 3. August 2019

„Mit mir haben Sie einen komischen Typen erwischt – ich fühle mich überall wohl. Ich mag auch das Menschengewimmel und die Wolkenkratzer in Weltstädten wie New York oder Shanghai. Gleichzeitig fühle ich mich auch im Wald und in den Bergen sehr wohl. Ich kann überall gut leben. Bei allen meinen Trainerstationen in ganz Deutschland, aber auch in England oder China habe ich mich wohlgefühlt und mich mit den jeweiligen Gegebenheiten angefreundet.“

(Felix Magath, Auszug Interview Süddeutsche Zeitung, 5. Juli 2019)

Kissler traf Magath


Veröffentlicht am 3. August 2019

Erinnerungen an China

Felix Magath hatte in seiner chinesischen Trainerzeit bei Shandong Luneng natürlich journalistischen Besuch aus Deutschland. Für Alexander Kissler, den Autor und Leiter des Cicero Kulturressorts Salon, nahm Felix Magath sich damals gerne Zeit. Das Gespräch über die großen und kleinen Dinge des Lebens, über den Alltag eines Trainers, die Gegenwart und Zukunft des Fußballs – sowie Magaths Blick auf unser Land – waren in der Cicero Ausgabe Oktober 2017 auf den Seiten 80 bis 87 zu finden. Kissler, der notorischste Kaiserslautern-Fan der deutschen Medienlandschaft, gab nach eigener Rückkehr einen sehr persönlichen Eindruck seines Aufenthalts im Reich der Mitte wieder:

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