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Carlsen vs Caruana – Kampf um die Krone


Veröffentlicht am 7. November 2018

Schachweltmeisterschaft 2018 in London

Unlängst bewunderte Felix Magath im Gespräch mit seiner Redaktion den Schachweltmeister Magnus Carlsen. Magath schätzt nicht nur Carlsens Fähigkeiten am Brett und dessen kraftvolle Spielweise. Besonders imponiert dem erfahrenen Fußballtrainer das ganzheitliche Erfolgskonzept von Magnus Carlsen, gepaart mit einer kontrollierten Besessenheit, starker Disziplin und Hartnäckigkeit, die selbst aus verlorenen Stellungen noch Gewinnpartien macht. Die Leidenschaft für Basketball und Fußball, der Carlsen als Fan und aktiver Spieler nachkommt, um sich auch körperlich auf hohem Niveau fit zu halten, wann immer es die Schachuhr erlaubt,  macht für Felix Magath das Bild eines sehr kompletten und verantwortungsvollen Sportlers vollkommen.

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Schon Tucholsky wusste


Veröffentlicht am 27. Oktober 2018

„Sport kostet Geld. Gewöhnlich das Geld desjenigen, der ihn betreibt. Es gibt ja Champions, die werden von den Unternehmern bezahlt – und die holen das Geld hundertfach wieder herein vom neugierigen Publikum. Aber wenn unsereiner, so der bescheidene Privatmann, einen Sport betreibt, dann kostet er unser Geld. Ausstattung und Kleidung und Zeit und Fahrgeld und Miete für den Platz und all das.“

(Ignaz Wrobel, Artikel in Berliner Volkszeitung, 13. Juni 1920)

 

Klare Ansage


Veröffentlicht am 8. Oktober 2018

„Spieler agieren nicht für den Job des Trainers. Das ist lächerlich. Wenn sie für den Manager spielen würden, wären sie keine guten Profis.“

(José Mourinho, Äußerung nach dem 8. Premier League Spieltag, ESPN, 6. Oktober 2018)

He is back


Veröffentlicht am 24. September 2018

„It’s been a long journey and I’m gradually making steps forward, doing what my son tells me and what the doctors tell me, so, yeah, I’m feeling really good. But I’m a bit nervous, to be honest with you, it’s going to be quite emotional for me … I think my last game was Arsenal back in April. It was a long time but it’s great to be back. It was unbelievable. There were thousands of cards and they kept arriving at Salford Royal Hospital. I’d left by that time but they kept coming and kept coming. The number of emails, texts and personal cards to the house, it was just amazing. I’m overcome by it and overwhelmed by it. And some of the doctors who did the operation are here too – I thought it was the right thing to do. It’s great to be back.”

(Sir Alex Ferguson, The Guardian, 22. September 2018)

Unzerstörbar


Veröffentlicht am 10. September 2018

(Fotograf Felix Pöhland; © Felix Magath)

„Der HSV ist ein großer Traditionsklub. Er hat eine große Fußballgeschichte und so viel Potenzial, dass es den Verantwortlichen nicht gelungen ist, den Verein zu zerstören.“

(Felix Magath)

Was macht eine gute Schule aus?


Veröffentlicht am 7. September 2018

„Sie soll den Schülern Wissen vermitteln und sie so erziehen, dass sie fit fürs Arbeitsleben sind. Das sind die beiden Kernaufgaben von Schule.“

(Michael Rudolph, Direktor Bergius-Schule Berlin im Cicero-Interview, 30. August 2018)

Blick hinter die Raute


Veröffentlicht am 4. September 2018

Der Niedergang des HSV als Sachbuchkrimi

„Vermutlich reicht das eine Buch nicht aus, um die jahrzehntelange Misswirtschaft des Vereins aufzeigen zu können! Mein Exemplar wird morgen zugestellt!“  (Facebook User)

Dieser User kann getrost sein. „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinierenwird ihn eines Besseren belehren. Nicht jedes Buch wird einem dramatischen Sachverhalt vollumfänglich gerecht. Dem Autorengespann ist dieses gelungen. Ihr Buch seziert den Abstieg des HSV, betreibt klare Analyse und benennt Verantwortung. Dabei beherrschen die Autoren die Fülle des Materials, stützen sich auf Fakten und lassen sich nicht von persönlichen Ressentiments oder Sympathien leiten. Das Buch denunziert nicht, es zeigt vielmehr anhand von belegbaren Sachverhalten das Wirken und Handeln einer Führungselite unter dem Deckmantel der Raute. Kapitel um Kapitel gehen Tobias Escher und Daniel Jovanov einem hausgemachten Abstieg nach, beleuchten die falschen Weichenstellungen. Dabei werten sie nicht vorschnell, sondern geben den Blick frei auf Standpunkte und Handlungsweisen, lassen ihren Lesern Raum für eigene Wertungen. Darin liegt eine besondere Stärke des Buches. Die Spieler dieser Ära bekommen von den Autoren keinen Freibrief, auch ihre Verantwortung wird nicht unerwähnt gelassen. Weiterlesen

Klasse und Geist


Veröffentlicht am 10. Juli 2018

„Uruguay ist anders, einzigartig. Ihnen fehlen vielleicht die Ressourcen, die andere auf ihrem Kontinent im Überfluss haben, aber sie haben etwas, was diese Nationen nicht haben. Das erlaubt den Urus zu konkurrieren, aber es geht über das Spielfeld hinaus. Es ist nachhaltig. Die erste Person, die die Fahne der Normalität hebt, ist Maestro Tabárez, ein sympathischer Anführer. Wenn er sich statt einer Machtdemonstration vor einer Gruppe seiner Akteure befindet, ist das einzige für ihn akzeptable Mittel eine auf Wissen und einem strengen Gerechtigkeitssinn gegründete Führung. Und Gerechtigkeit kann nur durch Meritokratie vermittelt werden. Tabárez ist die Verkörperung des typischen Uruguayers und er kennt die menschlichen und professionellen Qualitäten seiner Spieler wie kein anderer nach 12 Jahren. Tabárez ist ebenso damit beschäftigt, den Mann zu erziehen, wie er den Spieler ausbildet. Er übertreibt nie, versucht nie, eine Szene zu machen: Das beste Beispiel dafür sind seine Worte nach der Niederlage gegen Frankreich: „Dieser Traum ist vorbei, andere werden kommen.“ Fußball hat seinen rechtmäßigen Platz in der Gesellschaft. Uruguay ist gegangen, nachdem sie alles gegeben haben. Das ist vielleicht nicht genug, um zu gewinnen, aber es genügt zu wissen, dass es kein Bedauern und keinen Vorwurf gibt. Sie kämpften um jeden Zentimeter Rasen und um jeden Ball. Ein echtes Team mit Klasse und Geist.“

(Jorge Valdano, Kolumne im Guardian, Auszug, 8. Juli 2018)

HSV der Neuzeit


Veröffentlicht am 9. Juni 2018

„Der HSV ist ein großer Traditionsverein, der früher große Erfolge gefeiert hat. Jeder, der sich hier zur Verfügung gestellt hat, wollte damit glänzen. Der HSV hat immer auf die Personen abgestrahlt, die ihn vertreten haben. Aber ich habe lange keinen mehr gesehen, der etwas für den HSV gemacht hat.“

(Felix Magath, Interview, NDR, 15. April 2018)