Archiv der Kategorie: Copa Libertadores

River triumphiert


Veröffentlicht am 6. August 2015

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Tigres in Buenos Aires chancenlos

River Plate hat es geschafft. Zum dritten Mal nach 1986 und 1996 hat der Traditionsclub aus der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires die Copa Libertadores gewonnen. Im Final-Rückspiel im El Monumental ließen „Los Millionarios“ den UANL Tigres nach dem torlosen Remis in Mexiko vor Wochenfrist keine Chance und siegten glatt mit 3:0. In Folge des Triumphs von San Lorenzo de Almagro im Vorjahr geht die bedeutendste Vereinstrophäe Südamerikas somit ein weiteres Mal nach Argentinien, das mit nunmehr 24 Titeln seinen Vorsprung vor Brasilien (17) und Uruguay (acht) weiter ausbauen konnte. Mexiko dagegen wartet nach der dritten Finalteilnahme weiter auf den ersten Sieg. Auch die Tigres aus Monterrey schafften nicht, was CD Cruz Azul 2001 und CD Guadalajara 2010 bereits vergeblich versuchten. Im Starkregen von Buenos Aires und mit über 8.000 Flugkilometern in den Knochen hatte UANL dem körperbetonten Spiel des argentinischen Rekordmeisters letztlich wenig entgegenzusetzen. Kurios: Bereits in der Gruppenphase trafen beide Mannschaften in Hin- und Rückspiel aufeinander. River Plate stand damals am Rande des Ausscheidens, rettete sich am letzten Spieltag erst durch zwei späte Tore im direkten Duell zu einem 2:2-Unentschieden und damit ins Achtelfinale. Für „La Banda“, wie das Team aufgrund des charakteristischen roten Bruststreifens oft genannt wird, ist der Gewinn der Copa Libertadores auch deshalb ein besonderer Titel, da er nur vier Jahre nach dem Abstieg in die zweite argentinische Liga Primera B Nacional ein bemerkenswertes Comeback beschließt. Weiterlesen

Entscheidung fällt im „El Monumental“


Veröffentlicht am 30. Juli 2015

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River Plate erkämpft sich Remis im Final-Hinspiel der Copa Libertadores

Das hatten sich die heißblütigen Anhänger der UANL Tigres sicherlich grundlegend anders vorgestellt. Runde eins im Endspiel um den bedeutendsten Wettbewerb auf südamerikanischer Clubebene endete mit einem klaren Punktsieg für River Plate. Der argentinische Traditionsverein aus der Hauptstadt Buenos Aires erkämpfte sich im mexikanischen Norden ein torloses Unentschieden und hält beim Rückspiel in der kommenden Woche nun den Trumpf des Heimvorteils im altehrwürdigen „El Monumental“ in seinen Händen. Dieser könnte dann möglicherweise ausschlaggebend sein für den dritten Copa-Triumph River Plates nach 1986 und 1996. Im Estadio Universitario in San Nicolás de los Garza – einer Stadt im Großraum des Industriezentrums Monterrey – konnte UANL nicht an die starke Vorstellung aus dem Halbfinale anknüpfen, als durch einen überlegenen 3:1-Sieg gegen Internacional Porto Alegre vor eigenem Publikum der erste Finaleinzug der Clubgeschichte gefeiert wurde. Überhaupt sind die Tigres das erste mexikanische Team, das es bis in ein Finale der Copa Libertadores geschafft hat – und obwohl nunmehr auch nach 17 Partien in der heimischen Festung ungeschlagen, hatte sich UANL vor der beschwerlichen Reise nach Argentinien, zwischen Monterrey und Buenos Aires liegen nicht weniger als elfeinhalb Flugstunden, zweifelsohne eines bessere Ausgangsposition erhofft. Weiterlesen

Vielfalt ist Trumpf


Veröffentlicht am 14. Juli 2015

Die Sensation ist perfekt: Guaraní steht erstmals im Halbfinale. Hier bejubelt das Team aus Paraguay den 1:0-Sieg bei Corinthians São Paulo im Achtelfinale.

Die Sensation ist perfekt: Guaraní steht erstmals im Halbfinale. Hier bejubelt das Team aus Paraguay den 1:0-Sieg bei Corinthians São Paulo im Achtelfinale.

Ein Ausblick auf das Halbfinale der Copa Libertadores 2015

Die Copa América ist gerade erst zu Ende gegangen, da leuchtet der südamerikanische Kontinent schon wieder im Zeichen hochklassigen, internationalen Fußballs. Das Halbfinale der Copa Libertadores steht an – und ist als Äquivalent zur europäischen Champions League zweifellos einer der traditionsreichsten und abwechslungsreichsten Vereinswettbewerbe der Fußballwelt. Seit 1960 zählte die ursprünglich unter dem Namen Copa Campeones de América ausgetragene Meisterrunde 25 verschiedene Titelträger. Stolze 23 der bislang ausgespielten 55 Meisterschaften gingen nach Argentinien: der in Avellaneda ansässige Club Atlético Independiente mit der perfekten Bilanz von sieben gewonnenen Endspielen Rekordsieger, dicht gefolgt von den Boca Juniors mit sechs Triumphen. Mit vier gewonnenen Trophäen zählt auch Estudiantes de La Plata zu den erfolgreichsten Adressen in der Geschichte der Copa Libertadores, einzig Club Atlético Peñarol aus der uruguayischen Hauptstadt Montevideo konnte die argentinische Phalanx an der Spitze dieser Rangliste durchbrechen und den Pokal seinerseits bereits fünfmal in Empfang nehmen. Auch 2014 ging „La Copa“ nach Argentinien: Der Papst-Club CA San Lorenzo de Almagro erreichte in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, bei Club Nacional zunächst dank eines Treffers in der Nachspielzeit ein 1:1-Unentschieden. Das darauffolgende Rückspiel in Buenos Aires gewann man unter der Leitung des einstigen argentinischen Nationalspielers Edgardo Bauza mit 1:0, San Lorenzo sicherte sich somit den ersten großen Titel seiner Vereinshistorie. Es spricht für die enorme Ausgeglichenheit der südamerikanischen Spielklassen, dass es keine der beiden Mannschaften in diesem Jahr über die Gruppenphase hinaus ins Achtelfinale schaffte. Während der Titelverteidiger automatisch gesetzt war, verpasste Club Nacional gar die Qualifikation für die Gruppenphase. Gleiches ist in Europa undenkbar, wo die besten Plätze an den größten Champions League Fleischtöpfen praktisch im Vorfeld fest vergeben sind. Nicht so bei der Copa Libertadores: Hier sah man in den zurückliegenden vier Jahren sage und schreibe 16 verschiedene Halbfinalisten. Weiterlesen

Himmlischer Beistand


Veröffentlicht am 4. September 2014

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Lieblingsverein von Papst Franziskus gewinnt Copa Libertadores

Fußball spielen können die Argentinier. Sie haben nicht nur einen Messi und Maradona hervorgebracht und augenblicklich Spitzenkicker wie di Maria und Agüero in ihrem Nationalteam, auch der große Fußballphilosoph Menotti ist Argentinier. Uns Deutschen verlangten die Gauchos auf dem Weg zum WM-Titel über 120 Minuten alles ab. Sie schlugen sich in Brasilien achtbar bis gut, nicht so einfallslos wie Spanien, Italien, England oder so blamabel wie der Gastgeber. Im ersten Spiel nach der WM trafen sie gleich auf ihren Bezwinger Deutschland, den für vier Jahre gekrönten Weltmeister. Argentinien gewann dieses Spiel ohne Wert und Muster mit 4:2, Trost werden sie darin nicht finden. Immerhin ein guter Einstand für Neu-Trainer Gerardo Martino. Messi hatte den Weg nach Düsseldorf erst gar nicht angetreten, wer mag es ihm verdenken. Wenn auch Lionel Messi kein Fußballweltmeister mehr wird, die Chance ist wohl vertan, er gehört den Argentiniern. Manchmal unverstanden, manchmal geliebt, aber immer einer von ihnen. Gehören tut dem Land am Río de la Plata seit Mitte August 2014 auch die Copa Libertadores. Das Team vom Club Atlético San Lorenzo de Almagro aus einem Vorort von Buenos Aires – unter der gestrengen Regie von Trainer Edgardo Bauza geformt – holte die Champions League Südamerikas nach Argentinien. Weiterlesen