Archiv der Kategorie: Europa League

Doppelter Respekt


Veröffentlicht am 6. Mai 2016

FC Sevilla vs. FC Liverpool heißt das Endspiel der Europa League

Aus der besten Liga Europas kommt der FC Sevilla. Mit Trainer Unai Emery hat man die Endspielkarten Richtung Basel gelöst. Zum dritten Mal in Folge steht der FC Sevilla nun im Finale der Europa League, kann einen Titelhattrick landen. Übrigens war der Sevilla Fútbol Club nicht nur 2014 und 2015 Endspielteilnehmer und darin jeweils Sieger. Auch 2006 und 2007 kam man ins Endspiel und siegte in beiden Finals, gewann den guten alten UEFA Cup ebenfalls zweimal. Mit bisher vier Siegen aus vier Endspielen ist man beeindruckender Rekordhalter. Auf der europäischen Bühne schwimmt der Verein aus Südspanien wie ein Fisch im Wasser und macht diesem Wettbewerb Jahr um Jahr große Ehre. Spieler und Trainer sind heiß auf die Europa League und laufen stets mit der richtigen Einstellung auf. In Europa muss sich Sevilla nicht vor den spanischen Giganten Barca, Real oder Atlético verstecken. Dem Rasenschach des Starvehikels Champions League setzt Sevilla Temperamt und große Fußballabende entgegen. Ein würdiger Titelverteidiger. Respekt.

Aus der schwierigsten Liga Europas kommt der FC Liverpool. Mit Trainer Jürgen Klopp hat man die Endspielkarten Richtung Basel gelöst. Im Unterschied zu seinen englischen Ligakollegen hat der neue Liverpool Trainer die Europa League sofort angenommen und sich an der Verächtlichmachung dieses Wettbewerbs nie beteiligt. Der deutsche Meistertrainer konnte sein Team für die Spiele auf Europas Bühne begeistern und machte lustlosen Faulpelzen Beine. Gleichermaßen elektrisierte er damit Club wie Fans. Man denke dagegen nur an den blutleeren Europa-Auftritt der Reds unter Vorgänger Brendan Rodgers, dem die Europa League ebenfalls egal, was sich auch auf seine Spieler übertrug. Dagegen haben die heutigen Reds und ihr aktueller Manager der in England oft verleumdeten Europa League einiges an Reputation auf der Insel verschafft. Die schändlichen Auftritte englischer Teams auf europäischem Parkett bedeckt der FC Liverpool mit dem gnädigen Mantel des Schweigens. Ein würdiger Herausforderer. Respekt.

Redaktion Magath & Fußball

 

Sieg der Europa League


Veröffentlicht am 15. April 2016

Reds vs. BVB und ihr 4:3 als Höhepunkt der Fußballwoche

Am Anfang sah der FC Liverpool nicht gut aus, am Ende die Borussia aus Dortmund schlecht. Gewonnen hat in diesem finalwürdigen Duell der Fußball. Wer die öden Vorstellungen der Champions League Viertelfinalisten vor Augen hatte rieb sich selbige vor Freude. An der Anfield Road boten zwei mitreißende Teams und ein euphorisches Publikum etwas für das Fußballherz. Schon das Hinspiel in der gleichsam beeindruckenden Dortmunder Kulisse war eine tolle Vorspeise für diesen Hauptgang. Die Europa League zeigte mit dieser Partie Klasse und Lebendigkeit, wo die Königsklasse außer lautem Pomp nur übersättigte Weltstars vorführte, die ihre Berühmtheit über den Rasen trugen. Bestes Beispiel der selbsternannte Supermann Zlatan Ibrahimović, dessen mittelmäßiger Auftritt an Peinlichkeit schwerlich zu überbieten. Hoffentlich hat man in China gut hingesehen und kommt nicht wirklich auf die Idee, eine so überschätzte Figur zur überteuerten Ikone einer neuen Liga zu machen. Der chinesische Fußball hat Besseres verdient. Scharen überdrehter Reporter und Experten konnten den mauen Fußball der Geldmaschine Champions League nicht übertünchen. Anders der Abend der Borussia und des FC Liverpool. Selbst in ihren Fehlern boten beide Mannschaften noch Leidenschaft, die man in der Champions League nur noch in der Rhetorik und selten auf dem Platz findet. Jürgen Klopp hat seine Trainerkollegen in der Premier League beschämt, die europäischen Wettbewerben oftmals nur Halbherzigkeit entgegenbringen und mit ihren Teams immer öfter für kollektive Blamagen der angeblich besten Liga der Welt sorgen. Liverpool zeigte eine andere Einstellung. Der BVB machte dem Wettbewerb ebenfalls Ehre, ist gegen die Reds ein Stück weit auch an sich selbst gescheitert und wird sich schwerlich trösten lassen. Teil von zwei beeindruckenden Fußballabenden bleiben die Dortmunder dennoch. Solche Abende haben sie einige in ihrem Köcher, mit gutem wie mit schlechtem Ausgang. Daran Jürgen Klopp von nun an auf beiden Seiten gewichtigen Anteil. Sein FC Liverpool hat durchaus das Zeug und weiterhin die Chance den Titel in der Europa League zu gewinnen.

Redaktion Magath & Fußball

Bayern gegen Juve, Wolfsburg gegen Gent


Veröffentlicht am 14. Dezember 2015

Das Champions League Achtelfinale 2015/16 in der Übersicht.

Das Champions League Achtelfinale 2015/16 in der Übersicht.

BVB, Augsburg, Schalke und Leverkusen mit schwierigen Aufgaben in der Europa League

Im Schweizerischen Nyon wurden am frühen Nachmittag noch einmal die Lostrommeln bemüht: Javier Zanetti und Alexander Frei assistierten UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino bei der Auslosung der ersten K.O.-Runde in Champions League und Europa League zu Beginn des kommenden Jahres. Rechtzeitig vor der Weihnachtspause wurden für die sechs in Europa verbliebenen Bundesligisten – nur die spanische Primera División stellt mit sieben Teams einen größeren Teilnehmerpool – die ersten internationalen Gegner im Kalenderjahr 2016 bestimmt. Ein echtes Glückslos erwischte dabei am ehesten noch der VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen bekommen es mit dem KAA Gent zu tun – der wohl größten Überraschung des laufenden Champions League Wettbewerbs. Als Gruppensieger treten die Wölfe zunächst auswärts in Belgien an, haben im Rückspiel Heimrecht und denkbar gute Chancen, dem ersten Achtelfinaleinzug der Vereinsgeschichte direkt das erste Viertelfinale folgen zu lassen. Favorit auf den Viertelfinaleinzug in der Königsklasse ist natürlich auch der FC Bayern, der mit Juventus Turin nicht nur den italienischen Meister, sondern nach Paris Saint-Germain den wohl schwierigsten Gegner aus dem zweiten Topf zugelost bekam. Nach schwachem Saisonstart ist Juve national wie international wieder in der Spur – ob das allerdings reicht, um die Münchner in Verlegenheit zu bringen, scheint fraglich. Ein gutes Omen ist die „Alte Dame“ für den deutschen Rekordmeister allemal, führte doch auch der Weg zum Champions League Sieg 2013 im Viertelfinale über Turin. Weiterlesen

In Anfield (noch) nichts Neues


Veröffentlicht am 23. Oktober 2015

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Unter dem Dach überhitzter Berichterstattung trennen sich Liverpool und Rubin Kasan 1:1

Der FC Liverpool spielt unter Jürgen Klopp wie unter Brendan Rodgers keinen erfolgreichen Fußball. Das liegt weniger am jeweiligen Trainer, sondern vielmehr an dem vom Transfer-Komitee des Clubs zusammengestellten Kader. Die Spieler sind das Problem des FC Liverpool. Was sollte der ehemalige Dortmunder Klopp in zwei Wochen Amtszeit daran grundlegend ändern? Gegen Rubin Kasan spielte man in der Europa League im eigenen Stadion 1:1, wobei der Ausgleichstreffer erst in Überzahl gelang. Kasan spielte ab der 37. Minute wegen einer Gelb-Roten-Karte dezimiert. Heimische Sportmedien haben sich selten für Brendan Rodgers und den FC Liverpool interessiert, sind nun die großen Experten für das Thema. In englischen Medien und bei dortigen Fans ist man nach der Klopp-Hysterie langsam in der Normalität angekommen, ahnt die Schwere der Aufgabe, den FC Liverpool wieder nach oben zu führen. Teile der Medien heizen den Kessel Liverpool und Klopp natürlich weiter an, um den entstehenden Dampf noch lange unters Fußballvolk bringen zu können. Dabei stört nur etwas der Fußballalltag mit seinen realen Ergebnissen. Weiterlesen

Ruhrpott gegen Griechenland


Veröffentlicht am 2. Oktober 2015

Drei Tore für ein Halleluja: Franco Di Santo schoss Schalke zum klaren Heimsieg über Tripolis.

Drei Tore für ein Halleluja: Franco Di Santo schoss den FC Schalke 04 zum klaren Heimsieg über Tripolis.

Schalke besiegt Tripolis, BVB spielt Unentschieden in Saloniki, Augsburg unterliegt Partizan

Acht Mannschaften sind nach dem zweiten Spieltag der Europa League Gruppenphase noch mit einer weißen Weste ausgestattet. Darunter auch der FC Schalke 04, der nach seinem 3:0-Auftaktsieg gegen APOEL Nikosia auch das Heimspiel gegen Asteras Tripolis problemlos für sich entschied. Ein lupenreiner Hattrick von Franco Di Santo vor der Pause (28., 37., 45.) sowie ein Treffer von Klaas-Jan Huntelaar in der Schlussphase (84.) besiegelten den hochverdienten 4:0-Erfolg vor über 42.000 Zuschauern in der heimischen Veltins-Arena. Die überforderten hellenischen Gäste mit diesem Ergebnis sogar noch überaus gut bedient, denn Königsblau ließ einige weitere Hochkaräter ungenutzt. Mit sechs Punkten und 7:0 Toren besitzen die formstarken Schalker nun gemeinsam mit dem SSC Neapel, der sein Auswärtsspiel bei Legia Warschau nach Toren von Dries Mertens und Gonzalo Higuaín mit 2:0 gewann, die beste Bilanz aller 48 im Wettbewerb vertretenen Mannschaften. Borussia Dortmund sah sich unterdessen einem weitaus stärkeren griechischen Kontrahenten gegenüberstehen, erkämpfte sich mit einer Art B-Elf bei PAOK aber immerhin noch ein 1:1. Der FC Augsburg dagegen verlor seine Europa-Premiere im eigenen Stadion, wenn auch sehr unglücklich mit 1:3 gegen Partizan Belgrad. Weiterlesen

Bunter Europa League Auftakt


Veröffentlicht am 18. September 2015

Europa League statt Königsklasse: Anderlecht und der AS Monaco trennten sich 1:1.

Europa League statt Königsklasse: Anderlecht und der AS Monaco trennten sich 1:1.

48 Mannschaften aus 24 Ländern auf dem Weg nach Basel – Wettbewerb weiter im Schatten der Champions League

Selten war das Teilnehmerfeld in der Europa League derart hochkarätig besetzt wie in dieser Saison. Klangvolle Namen wie der FC Liverpool, Olympique Marseille, Ajax Amsterdam, Celtic Glasgow, AS Monaco oder der SSC Neapel versprühen zumindest einen Hauch von Champions League Atmosphäre im meist stiefmütterlich behandelten Wettbewerb. Da passt es ganz gut, dass die UEFA das Gesamtpreisgeld im Vergleich zum vergangenen Spieljahr um knapp 64 Prozent auf satte 381 Millionen Euro angehoben hat. Was auf den ersten Blick wie ein klares Bekenntnis für „den kleinen Bruder“ wirkt, relativiert sich jedoch bei genauerem Betrachten. Denn vor den in der Champions League nunmehr ausgelobten, astronomischen 1,257 Milliarden Euro kommt der Prämientopf der Europa League weit weniger eindrucksvoll daher, trägt eher den Charakter einer Sparbüchse, man darf es leicht überspitzt formulieren. Das ökonomische Gefälle zwischen den einschlägigen Spitzenclubs und ihren wenigen nationalen Konkurrenten wird dadurch nicht flacher – dies von den Fußball-Granden aber natürlich längst so gewollt. Die Unterschiede bisweilen dennoch grotesk: Während ein Sieg in der Europa League Gruppenphase 360.000 Euro bringt, garantiert schon ein Remis in der Champions League Gruppenphase mit 500.000 Euro deutlich höhere Einnahmen, ein einziger Sieg in der Königsklasse bringt den Clubs gar 1,5 Millionen Euro. Wo bitteschön bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Dass vor diesem Hintergrund der sportliche Wert der Europa League für die Clubs und mithin ihre Attraktivität und Akzeptanz unter den Fußballfans nicht in dem Maße gegeben ist, wie es manch Verbandsfunktionär großspurig einfordert, sollte niemanden verwundern. Weiterlesen

Beeindruckender Titelverteidiger


Veröffentlicht am 28. Mai 2015

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FC Sevilla wiederholt Europa League Triumph

Zum vierten Mal in den vergangenen zehn Jahren heißt der Gewinner des zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs FC Sevilla. Dank eines 3:2-Sieges über Dnipro Dnipropetrowsk gelang den Spaniern das Kunststück einer Titelverteidigung in der Europa League respektive im UEFA Cup nach 2007 bereits zum zweiten Mal. Sevilla mit vier Titeln nun alleiniger Rekordhalter vor Juventus Turin, Inter Mailand und dem FC Liverpool, die den UEFA Pokal allesamt dreimal gewinnen konnten, sich seit der Umbenennung des Wettbewerbs zur Saison 2009/10 aber noch nicht in der Siegerliste wiederfanden. Die Endspiel-Weste des Sevilla Fútbol Club weiterhin blütenweiß: Alle vier Finalspiele gegen den FC Middlesbrough (2006, 4:0), Espanyol Barcelona (2007, 2:2 n.V., 3:1 i.E.), Benfica Lissabon (2014, 0:0 n.V., 4:2 i.E.) und nun Dnipro endeten siegreich. Wer diesmal aber dachte, die Ukrainer seien für die erfahrenen Andalusier kein ernstzunehmender Gegner, sah sich im Verlauf einer interessanten Partie recht schnell eines Besseren belehrt. 56.000 Zuschauer im Warschauer Nationalstadion – Schauplatz der 1:2-Niederlage Deutschlands im EM-Halbfinale 2012 gegen Italien – erlebten ein ebenso spannendes wie fußballerisch ansehnliches Europa League Finale 2015. Weiterlesen

Halbfinale


Veröffentlicht am 24. April 2015

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Champions League

FC Barcelona – FC Bayern München (Mi., 6.5., 20.45 Uhr)
FC Bayern München – FC Barcelona (Di., 12.5., 20.45 Uhr)

Juventus Turin – Real Madrid (Di., 5.5., 20.45 Uhr)
Real Madrid – Juventus Turin (Mi., 13.5., 20.45 Uhr)

Europa League

SSC Neapel – Dnipro Dnipropetrowsk (Do., 7.5., 21.05 Uhr)
Dnipro Dnipropetrowsk – SSC Neapel (Do., 14.5., 21.05 Uhr)

FC Sevilla – AC Florenz (Do., 7.5., 21.05 Uhr)
AC Florenz – FC Sevilla (Do., 14.5., 21.05 Uhr)

Europa League sieht Schwer- und Leichtgewichte


Veröffentlicht am 24. April 2015

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Wolfsburg, Kiew und Brügge chancenlos, St. Petersburg knapp gescheitert

Einer kommt immer mit der breiten Brust des Titelverteidigers daher. Dieser ging in Form des FC Sevilla in der sechsten Minute durch einen von Carlos Bacca verwandelten Elfmeter fragwürdiger Natur überraschend mit 1:0 gegen Gastgeber Zenit St. Petersburg in Führung, verlegte sich umgehend auf Defensive und Konter, das Spiel kippte einseitig in die Regie der Russen. In dieser Phase nutzte Zenit sein hoher Anteil Ballbesitz dennoch nichts, man schoss einfallslos aus der Distanz, war ansonsten ratlos. Erst nach der Pause brachte man in der 48. Minute den Ball zum 1:1 ins Tor, Salomón Rondón der Schütze. Danach erhöhte der Gastgeber deutlich das Tempo und erspielte sich Chancen im Minutentakt. Allein ein weiterer Abschluss sollte vorerst nicht gelingen. Petersburg bot guten Fußball, Sevilla wankte. In der 72. Minute besorgte Hulk das längst überfällige 2:1 für Zenit, der Rückstand aus dem Hinspiel war aufgeholt. Der Vorjahressieger FC Sevilla hat nicht mehr die Leichtigkeit der letzten Spielzeit und des dortigen Triumphzugs durch die Europa League. Die Kaltblütigkeit im Angesicht einer drohenden Niederlage blieb der Truppe von Trainer Unai Emery erhalten. In der 85. Minute schlug Kevin Gameiro zu, machte nicht nur den 2:2-Ausgleich, sondern gleichzeitig das Halbfinale möglich. Die Chance auf eine Titelverteidigung lebt weiter. Dabei sicher der SSC Neapel härtester Widersacher. Die Neapolitaner hatten in zwei Spielen den letzten deutschen Teilnehmer auf dem Prüfstand. Weiterlesen