Archiv der Kategorie: Medien & Meinungen

Ein Historiker am Ball


Veröffentlicht am 16. November 2019

Hans Woller – Vom Vorspiel bei Union Berlin zum Doppelpass mit Felix Magath

Hans Woller vor seinem Publikum in der Eisern Lounge von Union Berlin.

Der Münchner Historiker und Buchautor Hans Woller stellt aktuell seine wegweisende Gerd Müller Biografie in deutschen Landen vor. „Gerd Müller: oder Wie das große Geld in den Fußball kam“ weckt Interesse, zieht Fußballfreunde und Leser an, sorgt für aufschlussreiche und spannende Interviews und Rezensionen. Zwischen einem Stadiongespräch bei Union Berlin und einem bevorstehenden Termin im Münchner Literaturhaus mit Felix Magath, fand Hans Woller dankenswerterweise Zeit für einen kleinen Gastbeitrag, den wir hier mit Freuden veröffentlichen. Am Ende dieses Beitrages gibt es noch den Veranstaltunghinweis des Literaturhauses München sowie einige Impressionen von Hans Wollers Stadiongespräch bei Union Berlin.

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Order!


Veröffentlicht am 2. November 2019

John Bercow: Fußballfan, Tennisenthusiast und Sportautor

Mr. Speaker als Gunners-Fan

Sein Order! brachte stets das House of Commons zur Räson ohne den uralten Geist des englischen Parlamentarismus zu verletzten. Ob unendliche Brexit-Debatten oder persönliche Schmähungen, John Bercow behielt Kopf und Ruhe, oftmals auch einen alle Lager beruhigenden Humor. Die Integrität seiner Person, das bestimmte Auftreten und eine absolute Klarheit in Sprache und Sache von Parlament und Demokratie, gepaart mit Durchsetzungsvermögen, machten John Simon Bercow zu einer in ganz Europa bewunderten politischen Figur. Zehn Jahre Sprecher des britischen Unterhauses sind ihm nun genug, er räumt den Posten und kandidiert auch nicht mehr fürs Parlament. Mr. Speaker hat genug. Nun Zeit für Sport? No Sports galt nämlich für diesen Briten nie. Im Gegenteil.

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Zwischen Strafraum und Leben


Veröffentlicht am 19. Oktober 2019

Der Historiker Hans Woller führt die Leser zu Gerd Müller

Buchcover

Wer glaubt, Spannung wäre heutzutage nur noch mit einem Netflix Abo machbar, der irrt gewaltig. Man greife zum Buch! Hans Woller bietet mit seiner Gerd Müller Biografie ganz aktuell das spannungsreiche und faszinierende Lebensporträt eines großen Fußballers und Torjägers. Dieses famose Sachbuch wurde nicht nur für den Fußballfan geschrieben. Die Lektüre lohnt für jedermann. Ohne Umschweife führt Woller seine Leser auf den Lebensweg eines Menschen, der sich mit Toren im kollektiven Gedächtnis der Deutschen festgesetzt hat, dennoch wesentlich mehr war als nur der Mann im Strafraum. So bietet diese Biografie mehr als Tore und Vorlagen. Sie zeigt Höhen und Tiefen eines Lebens, lässt über Berufung, Liebe, Freundschaft und Enttäuschung nachdenken, bildet flüchtiges und wiedergewonnenes Glück ab und schließt vor Leid und Unglück nicht die Augen. Niemals kommt der Fußball dabei zu kurz. Wer braucht also Netflix?

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Kissler traf Magath


Veröffentlicht am 3. August 2019

Erinnerungen an China

Felix Magath hatte in seiner chinesischen Trainerzeit bei Shandong Luneng natürlich journalistischen Besuch aus Deutschland. Für Alexander Kissler, den Autor und Leiter des Cicero Kulturressorts Salon, nahm Felix Magath sich damals gerne Zeit. Das Gespräch über die großen und kleinen Dinge des Lebens, über den Alltag eines Trainers, die Gegenwart und Zukunft des Fußballs – sowie Magaths Blick auf unser Land – waren in der Cicero Ausgabe Oktober 2017 auf den Seiten 80 bis 87 zu finden. Kissler, der notorischste Kaiserslautern-Fan der deutschen Medienlandschaft, gab nach eigener Rückkehr einen sehr persönlichen Eindruck seines Aufenthalts im Reich der Mitte wieder:

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Noch am Saisonende topfit


Veröffentlicht am 8. Mai 2019

„Ich fühlte mich am Ende der Saison wahnsinnig fit, da wusste ich, wofür das Training unter Magath gut ist.“

(Grafite; Deutscher Meister, Torschützenkönig und Fußballer des Jahres 2009)

Von Fans für Fans


Veröffentlicht am 8. Mai 2019

Ein Fußball-Bildband der besonderen Art

In unserer bewährten Reihe von außergewöhnlichen Veröffentlichungen aus dem publizistischen Fußballsegment, heute ein absolutes Schwergewicht. Eine Meinungsäußerung in gewaltigen Bildern, die dem Fußball auf spezielle Art huldigen. 1,8 kg, um die 900 Fotos und ein Format 30 x 4 x 30, komprimiert auf knapp 320 intensiven und bildmächtigen Seiten, verdienen durchaus die Bezeichnung gewichtig und kommen dennoch überhaupt nicht schwerfällig daher. Die Fans des 1. FC Union Berlin haben in Eigeninitiative in die Tastatur gegriffen, dabei oftmals äußerst kreativ die Kamera gezückt und etwas durchaus Bemerkenswertes in die Fußballwelt gesetzt. Schon die Ausgangslage weckt Interesse, die akribische Umsetzung lässt staunen. Weiterlesen

Schon Tucholsky wusste


Veröffentlicht am 27. Oktober 2018

„Sport kostet Geld. Gewöhnlich das Geld desjenigen, der ihn betreibt. Es gibt ja Champions, die werden von den Unternehmern bezahlt – und die holen das Geld hundertfach wieder herein vom neugierigen Publikum. Aber wenn unsereiner, so der bescheidene Privatmann, einen Sport betreibt, dann kostet er unser Geld. Ausstattung und Kleidung und Zeit und Fahrgeld und Miete für den Platz und all das.“

(Ignaz Wrobel, Artikel in Berliner Volkszeitung, 13. Juni 1920)

 

Klare Ansage


Veröffentlicht am 8. Oktober 2018

„Spieler agieren nicht für den Job des Trainers. Das ist lächerlich. Wenn sie für den Manager spielen würden, wären sie keine guten Profis.“

(José Mourinho, Äußerung nach dem 8. Premier League Spieltag, ESPN, 6. Oktober 2018)

Blick hinter die Raute


Veröffentlicht am 4. September 2018

Der Niedergang des HSV als Sachbuchkrimi

„Vermutlich reicht das eine Buch nicht aus, um die jahrzehntelange Misswirtschaft des Vereins aufzeigen zu können! Mein Exemplar wird morgen zugestellt!“  (Facebook User)

Dieser User kann getrost sein. „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinierenwird ihn eines Besseren belehren. Nicht jedes Buch wird einem dramatischen Sachverhalt vollumfänglich gerecht. Dem Autorengespann ist dieses gelungen. Ihr Buch seziert den Abstieg des HSV, betreibt klare Analyse und benennt Verantwortung. Dabei beherrschen die Autoren die Fülle des Materials, stützen sich auf Fakten und lassen sich nicht von persönlichen Ressentiments oder Sympathien leiten. Das Buch denunziert nicht, es zeigt vielmehr anhand von belegbaren Sachverhalten das Wirken und Handeln einer Führungselite unter dem Deckmantel der Raute. Kapitel um Kapitel gehen Tobias Escher und Daniel Jovanov einem hausgemachten Abstieg nach, beleuchten die falschen Weichenstellungen. Dabei werten sie nicht vorschnell, sondern geben den Blick frei auf Standpunkte und Handlungsweisen, lassen ihren Lesern Raum für eigene Wertungen. Darin liegt eine besondere Stärke des Buches. Die Spieler dieser Ära bekommen von den Autoren keinen Freibrief, auch ihre Verantwortung wird nicht unerwähnt gelassen. Weiterlesen