Archiv der Kategorie: Sportpolitik

Dauerlauf Olympia


Veröffentlicht am 28. November 2015

„Es vergeht kein Tag, an dem Olympia keine Rolle spielt. Es müssen jetzt auch wichtige Entscheidungen getroffen werden. Das wird ein Dauerlauf.“

(Olaf Scholz, Hamburger Abendblatt, 13. August 2015)

Unbeugsam


Veröffentlicht am 15. November 2015

„Wenn man die EM jetzt infrage stellt, würde man sich den Regeln der Terroristen beugen. Wir werden die notwendigen Entscheidungen treffen, damit die Euro 2016 mit den bestmöglichen Sicherheitsmaßnahmen stattfinden wird.“

(Jacques Lambert, OK-Chef EM 2016, Zitat nach FAZ, 15. November 2015)

Wie bei Machiavelli


Veröffentlicht am 18. Oktober 2015

„Die Fifa als Institution ist zu retten, sie macht bei der Organisation ihrer Wettbewerbe eigentlich einen ganz guten Job. Aber sie braucht eine andere Führungsspitze. Derzeit ist sie ein Patronage-Netzwerk mit Ämterschacherei, Stimmenkauf, Geld und anderen Gefälligkeiten. Es ist eine Form von Machtpolitik, bei der es gröber zugeht als in der großen Politik. Wir können das bei Machiavelli nachlesen.“

(Mark Pieth, Schweizer Rechtswissenschaftler, Interview Der Spiegel, 17. Oktober 2015)

Primera División ohne den FC Barcelona?


Veröffentlicht am 29. September 2015

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„Ich denke, es ist das geringste Problem für die Leute, ob der FC Barcelona in der spanischen Liga spielt oder nicht. Die Leute gehen wählen für ein besseres Leben, bessere Wirtschaft, das ist das Wichtigste. Es wäre nicht gut für Barcelona, aber auch nicht für die spanische Liga, aber wir müssen jetzt erst einmal sehen, was der nächste Schritt ist.“

(Pep Guardiola, Pressekonferenz FC Bayern München, 28. September 2015)

David Gill – Statur mit Sachverstand


Veröffentlicht am 14. Juni 2015

„David hat, was nötig ist, um den Schaden für den Weltfußball zu reparieren, der mit den jüngsten Vorwürfen wegen Bestechung und Korruption entstanden ist. Ohne Frage ist er der beste Fußballmanager in Großbritannien, ist sehr eloquent und verfügt über eine große Präsenz. Er ist ehrlich, geradlinig und hat ein umfassendes Wissen über den Fußball. Dies sind Eigenschaften, die gerade jetzt fremd sind in der FIFA und daher dringend benötigt werden.“

(Alex Ferguson über David Gill, Evening Standard, 10. Juni 2015)

Das Heldenlied der UEFA


Veröffentlicht am 4. Juni 2015

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„Dass die Europäer keinen eigenen Kandidaten auf die Beine gestellt haben, ist der Skandal hinter den Skandalen. Die heillos zerrissene UEFA wird von einem Mann geführt, der selbst schon längst nicht mehr tragbar ist. Michel Platini hat nachweislich für eine WM in Katar gestimmt, sein Sohn macht Geschäfte mit den Scheichs in Katar.“
(Alfred Draxler, Kommentar BILD, 4. Juni 2015)

„Platini ist bei der Europäischen Fußball-Union ein schwacher Präsident, und ich kann mir schwer vorstellen, dass er ein starker FIFA-Präsident sein würde. Aber die FIFA braucht an ihrer Spitze eine starke Persönlichkeit.“
(Sylvia Schenk, Transparency International, Interview mit SID, 3. Juni 2015)

„Die Entscheidung [Anm.: der Rücktritt von Joseph Blatter als FIFA-Präsident] ist sicherlich sehr gut für den Fußball. Die Umstände, die dazu geführt haben, haben mich allerdings ein bisschen überrascht. Wenn ich mich am Freitag wählen lasse und mir dann am Dienstag einfällt, dass ich zurücktrete – das habe ich auch noch nicht erlebt. Aber ich hatte schon oft das Gefühl bei der FIFA, dass etwas passiert ist, was ich vorher noch nie erlebt habe. (…) Egal was und wie zu diesem Umdenken geführt hat: Es ist gut. Nur auf der anderen Seite hoffe ich, dass daraus die Verbände dann auch die entsprechenden Ableitungen ziehen. Ich fand ganz ehrlich gesagt, dass wie die UEFA sich im Vorfeld der Wiederwahl von Joseph Blatter dargestellt hat, das war jetzt auch nicht so, dass ich sagen würde ‚Mein Gott, was ist das klasse, dass der europäische Fußball so großartig vertreten wird.‘“
(Hans-Joachim Watzke, Borussia Dortmund, Pressekonferenz, 3. Juni 2015)

„Die UEFA-Funktionäre präsentierten sich in Zürich so tölpelhaft wie der FC Bayern im deutschen Pokal-Halbfinale. Die UEFA landete sage und schreibe null Treffer. Die Blamage begann schon damit, dass es ihr nicht gelang, einen starken Gegenkandidaten zu Blatter ins Präsidentenrennen zu schicken. Keiner der großen Meister hatte die Courage, gegen Blatter in den Ring zu steigen. Der Franzose Michel Platini aber, der Präsident der UEFA, schaffte es nicht einmal, während des Kongresses das Wort zu ergreifen. Ohne Körperspannung in seinem Sessel hängend, verfolgte er, wie Blatter den europäischen Kontinentalverband aufs Kreuz legte.“
(Evi Simeoni, Kommentar FAZ, 1. Juni 2015)

„Was die UEFA heute gemacht hat, war dumm, feige und opportunistisch. Die UEFA hat, selbstverständlich, ebenfalls immense Korruptionsprobleme. Acht ihrer Führungskräfte sitzen sowohl im UEFA- als auch im FIFA-Exekutivkomitee. Es ist absoluter Nonsens, was Platini da erzählt.“
(Jens Weinreich, Journalist Sport1, 28. Mai 2015)

Turin zeigt hässliches Gesicht


Veröffentlicht am 27. April 2015

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„Es tut mir leid, was passiert ist. Auf dem Platz hatten wir ein faires, fesselndes Spiel. Daran sollte allen am Sport Beteiligten gelegen sein. Leider aber sind wir in Italien noch immer hinterher – und bis die Verantwortlichen beginnen, die nötigen Maßnahmen einzuleiten, wird das auch so bleiben. Das gilt für den Fußball wie für unsere ganze Nation. Wir müssen viele Dinge verbessern, damit die Leute wieder ins Stadion kommen. Bei allem, was momentan in italienischen Stadien passiert, würde wohl nur ein Verrückter seine Kinder mit zu den Spielen nehmen.“

(Massimiliano Allegri, Trainer Juventus Turin, The Guardian, 27. April 2015)

Schwimmen in Not


Veröffentlicht am 9. April 2015

„Wir sind hier halt eine totale Randsportart. Außer bei Olympia, dann wollen wir die Erfolge haben, aber richtig fördern wollen wir es nicht. Da müsste eigentlich mal eine Entscheidung her: Wollen wir Leistungssport oder nicht?“

(Markus Deibler, Weltrekordler 100 Meter Lagen, Süddeutsche Zeitung, 9. April 2015)

Der Winter, der ein Sommer war


Veröffentlicht am 1. März 2015

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„Die FIFA kann wirklich machen, was sie will. Wenn die FIFA entscheidet, das Endspiel findet Heiligabend statt, und wenn es Unentschieden ausgeht, spielen wir an Silvester weiter, dann muss das anscheinend jeder so hinnehmen. Was mir da völlig zu kurz kommt, ist die Verantwortung der Menschen, die vor vier Jahren für Katar gestimmt haben. Jedem, der sich mit der Thematik beschäftigt hat, war klar, dass das, für was sie jetzt abstimmen, nie so kommen kann. Es ist definitiv ein Fehler, wenn man eine WM für Sommer ausschreibt und dann sagt, sie findet im Winter statt.“

(Christian Heidel, Manager Mainz 05, Pressekonferenz, 26. Februar 2015)