Archiv der Kategorie: Vermischtes

Cicero | Ausgabe Nr. 5, Mai 2017


Veröffentlicht am 26. April 2017

Aus dem Inhalt

Der Forscher und Weltreisende Alexander von Humboldt ist uns durch vielfältige Beiträge, Bücher wie Reportagen sehr gegenwärtig und nah, ein Medienstar der letzten Jahre. Sein älterer Bruder Wilhelm von Humboldt geriet dabei etwas in den Schatten. Völlig unverdient. Der große Gelehrte und preußische Staatsmann ist aktueller denn je. Cicero-Ressortleiter Alexander Kissler hat den Bildungsreformer Humboldt in den Mittelpunkt einer Gesprächsrunde gestellt, die es in sich hat. Was den liberalen Rebellen Humboldt so aktuell macht, in einer bemerkenswerten Gesprächsrunde mit einem Philosophen, einem Germanisten und einem Publizisten, geht Cicero der Sache auf den Grund und holt Wilhelm von Humboldt eindrucksvoll aus dem Schatten in unsere Gegenwart.

Weiterlesen

127.730.000 Euro


Veröffentlicht am 5. April 2016

Spielerberater und Vermittler verdienen sich dumm und dämlich

Den Fan muss es schütteln. Die von der DFL veröffentlichten Summen für Spielervermittler und Spielerberater sorgen für Staunen und Kopfschütteln beim normalen Endverbraucher. Die 18 Vereine der 1. Bundesliga haben sage und schreibe 127,73 Millionen Euro in den Rachen einer Branche geworfen die weder zum Fortbestand noch zur Zukunft des Fußballs etwas beiträgt. In ihrer Masse sind sie steter Unruheherd für Vereine und Trainer, treiben Spieler mit Vorliebe in Engagements die viel Geld in eigener Sache bringen und für den Fußballer oft in einer sportlichen Sackgasse enden. Wenn es nicht nach ihrem Gusto läuft palavern sie in aller Öffentlichkeit dummes Zeug. „Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.“ Matthäus 6,26 scheint auf jeden Fall auch für Spielerberater zu gelten. (Wobei es sich hier um den Jünger Matthäus und nicht um die Plaudertasche Matthäus handelt.) Alles hat sein Gutes. In Gelsenkirchen konnte Horst Heldt – das personifizierte Rauschen der Bundesliga – wenigstens einmal Tabellenplatz eins liefern, wenn auch nur bei den Ausgaben für Spielerberater. Die Fans wird’s wenig trösten, ihn sicher bald auf einen neuen Posten spülen. Zurück zu den Agenten der Spieler, deren Bezahlung durch Vereinsseite Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge einst „absurd“ nannte. Der Spiegel schreibt: „ Vor vier Jahren lag die Summe, die an die Agenten floss, noch bei rund 70 Millionen Euro. Spielerberater kassieren bei Vertragsverlängerungen in der Regel fünf bis fünfzehn Prozent des Jahresbruttoverdienstes ihrer Spieler, bei Wechseln partizipieren sie oft zu gleichen Anteilen an Ablösesumme und Handgeld. Manche Agenten lassen sich weitere Prämien wie etwa eine Sonderausschüttung vertraglich zusichern, falls der Spieler mit seinem Klub die Meisterschaft oder Champions League gewinnen sollte.“ Verband und Vereine sollten damit endlich gemeinsam Schluss machen und die Spieler ihre Beratertruppen baldigst selbst bezahlen. Geld dafür ist ja reichlich vorhanden.

Redaktion Magath & Fußball

FROHE OSTERN


Veröffentlicht am 27. März 2016

Happy Easter,
Joyeuses Pâques,
复活节快乐,
Kalo Pascha,
Pesach Sameach,
Buona Pasqua,
Feliz Páscoa,
С Пасхой,
Feliz Pascua,
Frohe Ostern,

wünschen Felix Magath und die Redaktion Magath & Fußball.

Umfrage – Erwartungen an das neue Jahr


Veröffentlicht am 29. Dezember 2015

Bemerkenswerte Persönlichkeiten unserer Zeit, die weit über ihren Beruf und ihre Berufung hinaus der Gesellschaft und dem Sport auf unterschiedliche Art und Weise vorbildlich dienen, lassen zum Jahresausklang die Leser von Magath & Fußball teilhaben an ihrem ganz persönlichen Blick in das Jahr 2016. Ihre persönlichen Wünsche und auch jene für unser Land sowie ihre Erwartungen in Sachen der kommenden Fußballeuropameisterschaft finden sich nachfolgend zur Lektüre. Weiterlesen

„Erfolg oder Ausreden – aber nicht beides“


Veröffentlicht am 8. Dezember 2015

portrait2-photo-Rob-King_c

Apnoetaucherin Anna von Boetticher im Interview

Leidenschaftlich liebt Anna von Boetticher ihren Sport. Die Berliner Buchhändlerin ist in einer außergewöhnlichen Sportart unterwegs, dem Apnoetauchen. Darin gehört sie mittlerweile zur absoluten Weltklasse, holte bereits bedeutende Titel und jagt weiter Rekorde. Sie ist im Apnoetauchen längst eine begehrte Expertin, die versierte Workshops abhält und ihr Wissen weitergibt. Außerdem ist die Spitzensportlerin ein gern gesehener wie charmanter Gast in Talkshows. Mit Herzblut wirbt sie dort für ihren Sport. Bei Markus Lanz im ZDF kamen Felix Magath und Anna von Boetticher ins Gespräch und stellten schnell eine völlige Übereinstimmung in Sachen Leistungsbereitschaft und sportlichem Anspruchsdenken fest. Wie Felix Magath hasst auch Anna von Boetticher jede Ausrede bei fehlender Einstellung und strebt ständig nach Erfolgen, genügt sich niemals im Mittelmaß. Felix Magath wünscht vielen Fußballern diese Denkweise der Anna von Boetticher, dann wäre so manches Team wesentlich weiter. Im Training und im Wettkampf schont Anna von Boetticher sich nicht, akzeptiert keine Grenzen und lässt sich auch von einer Ohnmacht beim Weltrekordversuch nicht von ihren Zielen abbringen. Magath & Fußball traf die außergewöhnliche Sportlerin zum Interview. Weiterlesen

Olympischer Geist entwichen


Veröffentlicht am 30. November 2015

imago21958149m_c

Hamburger Bürger mehrheitlich gegen Olympia

Auch demokratische Entscheidungen lassen Verlierer zurück. Bei allen gewichtigen Gründen der Neinsager, in Hamburg wurde auch ein Stück Zukunft und eine Chance per Wahlurne verspielt. Offensichtlich gibt es in deutschen Vorzeigestädten, wie München und Hamburg, keine mehrheitliche Bereitschaft für die Austragung Olympischer Spiele. Was an der Isar in Sachen Winterspiele passierte, wiederholte sich nun in Hamburg in Sachen Sommerspiele. Die Hamburger gaben beim Olympia-Referendum ein vernehmliches Nein zu Protokoll. Dieses Nein kam von der Mehrheit. Das Ja blieb auf der Strecke. Viele engagierte und fleißige Hamburgerinnen und Hamburger haben sich auf der Befürworterseite für Olympia ins Zeug gelegt. Es gelang ihnen trotz persönlichem Einsatz nicht, den Olympischen Geist unter ihre Mitbürger zu tragen. Den Machern und Helfern ist in ihrer Niederlage zu danken und ihrer Arbeit für Olympia Respekt zu zollen. Sie haben ein gutes Zeichen für Hamburg gesetzt und der Stadt eine Menge internationaler Achtung und Beachtung verschafft. Diesen unlöschbaren Verdienst sollten die nun triumphierenden Olympiagegner bitte nicht vergessen. Weiterlesen

„Hamburg kann Olympia!“


Veröffentlicht am 24. November 2015

WITTERS_1004687_c

Hamburgs Erster Olympia-Botschafter Alexander Otto im Interview

Alexander Otto ist ein global erfolgreicher Unternehmer, der sich mit Enthusiasmus nicht nur für Sport und Fußball einsetzt, sondern als Mäzen auch die schönen Künste in Hamburg fördert. Der gebürtige Hamburger steht als Hamburgs Erster Olympia-Botschafter in vorderster Reihe, um die Olympischen Spiele 2024 in seine Heimatstadt zu holen. Mit Verve wirbt Alexander Otto dabei weltweit und mit gleichermaßen Herzblut in Hamburg bei seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für einen positiven Ausgang des Olympia-Referendums. Darüber hinaus ist der jüngste Sohn des Versandhausgründers Werner Otto der Macher des HSV-Campus – ein Projekt, welches den Hamburger Sport-Verein in Sachen Nachwuchsarbeit zukunftstauglich und wettbewerbsfähig machen soll. Dabei ist Alexander Otto bei weitem nicht nur auf der großen Sportbühne zu Hause, sondern unterstützt mit seiner Alexander Otto Sportstiftung intensiv die nachhaltige Förderung des Breitensports. Nun möchte der leidenschaftliche Sportförderer und Olympia-Werber die Elbmetropole für die Olympische Idee begeistern und ist mit seinen Mitstreitern dabei schon ein gutes Stück des Weges vorangekommen. Inzwischen läuft die letzte Abstimmungswoche für das Olympia-Referendum – noch bis einschließlich Sonntag, 29. November, entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger abschließend über die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in der Hansestadt. Magath & Fußball befragte Hamburgs tatkräftigen Olympia-Macher zum Stand der Dinge. Weiterlesen

Dunkle Schatten über Europa


Veröffentlicht am 14. November 2015

Den Angriff auf Paris, der Stadt die für Liberté, Égalité, Fraternité steht und damit für die zivilisierte Menschheit, mussten viele unserer europäischen Mitbürger mit dem Leben bezahlen. Was man über Fußball berichten könnte und sollte verblasst im Angesicht des blutigen Terrors zur Nichtigkeit. Schweigen ist geboten. Wir verneigen uns in Trauer und Schmerz vor den Opfern dieses feigen Massenmords und bekunden den Hinterbliebenen unser tief empfundenes Beileid. Den Verletzten der Anschläge wünschen wir Genesung und völlige Wiederherstellung ihrer Gesundheit.

Redaktion Magath & Fußball

Persönlichkeit und Aufbruch


Veröffentlicht am 11. November 2015

Helmut Schmidt beim WM-Finale 1974 im Münchner Olympiastadion. Im Hintergrund DFB-Präsident Dr. Hermann Gösmann (links) und DFB-Vizepräsident Hermann Neuberger.

Helmut Schmidt beim WM-Finale 1974 im Münchner Olympiastadion. Im Hintergrund DFB-Präsident Dr. Hermann Gösmann (links) und DFB-Vizepräsident Hermann Neuberger.

Die Ethik eines Helmut Schmidt könnte dem organisierten Fußball als Vorbild dienen

Ein altes Indianersprichwort sagt: „Wie groß ein Baum war, lässt sich erst ermessen, wenn er gefällt ist.“ Auch Indianer können irren. Die Größe von Helmut Schmidt war schon messbar, als dieser längst nationaler Kompass für Anstand, Umsicht, Integrität und Pflichterfüllung, dabei der Nation vorlebte, was ein Staatsmann sein kann. Der charismatische Hanseat brauchte zur Entfaltung seiner Wirkung kein Amt, es genügte die Kraft seiner Worte, die Autorität seiner Persönlichkeit und sein gelebter Wertekanon. Eine Persönlichkeit aus diesem Holz täte auch dem DFB gut. Man sucht und spekuliert aktuell nämlich über den neuen Fußballboss in Deutschland. Das Format Schmidt gibt’s natürlich nicht mehr in der Politik und schon gar nicht im Sport, an Stelle von Persönlichkeit ist längst eine blasse Harmlosigkeit getreten. Dennoch müssen weiter Führungspositionen besetzt werden. Der DFB benötigt dringend eine Mischung aus Aufräumer und Gestalter, mit lauterem Charakter und einem Höchstmaß an Seriosität. Der größte Sport-Fachverband der Welt braucht klare Kante und eine transparente Führung, muss in Gesamtheit den Willen, die Kraft und den Mut zum Neuanfang aufbringen, den Aufbruch gestalten. Nur durch die schonungslose Aufarbeitung und Bewältigung aller aktuellen Krisen kann ein Reset gelingen. Dabei gilt es, dringlich und zuallererst an fast sieben Millionen Mitglieder zu denken und nicht an eine Wohlfühloase von jahrzehntelangen Duzfreunden mit dem Hang zu latenter Kumpanei. Für einen glaubhaften Neuanfang könnte natürlich die Ethik eines Helmut Schmidt eine gute Richtschnur sein. Selbiger Schmidt schlug oft bei Mark Aurel nach. Dieser römische Kaiser und Philosoph ist nicht die schlechteste Lektüre für Verantwortungsträger. In seinen Betrachtungen kann man lesen: „Der Schein ist ein gefährlicher Betrüger. Gerade wenn du glaubst, mit ernsten und hohen Dingen beschäftigt zu sein, übt er am meisten seine täuschende Gewalt.“ Auch Sportfunktionären ist der Griff zum Buch nicht verboten. Sollte dem Deutschen Fußball-Bund ein ehrlicher Aufbruch nebst Selbstreinigung glaubhaft gelingen, woran zum jetzigen Zeitpunkt leider noch gezweifelt werden darf, könnte und sollte von Deutschland ein starker Impuls ausgehen, um im Augiasstall FIFA wirklich auszumisten. Es wäre dringend nötig. Dem Fußball möchte man es von Herzen wünschen.

Redaktion Magath & Fußball