Schlagwort-Archive: Abstiegskampf

Ende der Zusammenarbeit


Veröffentlicht am 1. Dezember 2017

Felix Magath verlässt Shandong Luneng Taishan. Seine Erklärung im Wortlaut.

Shandong Luneng Taishan und ich sind gemeinsam übereingekommen, unsere Zusammenarbeit nach Abschluss der Chinese Super League Saison 2017 nicht fortzusetzen. Ich fühlte mich in China sehr wohl. Durch die neuen Herausforderungen konnte ich meinen fußballerischen Horizont erweitern. China war eine äußerst intensive Berufs- und Lebenserfahrung für mich. Das Land und die Leute bleiben mir unvergessen. Die Großzügigkeit der Menschen und die tolle Gastfreundschaft behalte ich in ausgezeichneter Erinnerung.

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Herzschlagfinale


Veröffentlicht am 22. Mai 2015

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Abstiegskampf in Bundesliga und 2. Bundesliga allgegenwärtig

Berlin, Freiburg, Hannover, Stuttgart, Hamburg, Paderborn. Sechs Mannschaften müssen in Deutschlands höchster Spielklasse um den Klassenverbleib zittern – am Finaltag herrscht Spannung wie selten zuvor im Tabellenkeller. Gesucht werden zwei direkte Absteiger sowie der Teilnehmer an den Relegationsspielen in der kommenden Woche. Es ist die letzte Chance, der dramatische Schlusspunkt einer kräftezehrenden wie nervenaufreibenden Saison 2014/15. Fans und Verantwortliche der betroffenen Klubs werden am Samstagnachmittag ab 15.30 Uhr immer mit einem Ohr auch auf den anderen Plätzen sein. Der Ausgang bleibt ungewiss. Am Sonntag wiederholt sich dieses Schau(er)spiel, wenn ebenfalls ab 15.30 Uhr auch in der 2. Bundesliga der 34. Spieltag angepfiffen wird. Sandhausen, Fürth, St. Pauli, München, Frankfurt und Aue. Auch im Unterhaus müssen noch sechs Teams um ihre Ligazugehörigkeit bangen, neben dem Relegations-Teilnehmer braucht es dann aber nur noch einen direkten Absteiger, da Platz 18 bereits fest an den VfR Aalen vergeben ist. Kurios: Allen sechs Kandidaten steht jeweils ein Auswärtsspiel ins Haus. Überall knistert es – den deutschen Fußballfans stehen an den TV-Bildschirmen zwei Krimi-Nachmittage ins Haus. Die Abstiegs-Konferenzen haben es in sich.

Samstag, 23. Mai 2015, 15.30 Uhr
1899 Hoffenheim – Hertha BSC
Hannover 96 – SC Freiburg
Hamburger SV – FC Schalke 04
SC Paderborn – VfB Stuttgart

Sonntag, 24. Mai 2015, 15.30 Uhr
VfL Bochum – SV Sandhausen
RB Leipzig – SpVgg Greuther Fürth
SV Darmstadt 98 – FC St. Pauli
Fortuna Düsseldorf – FSV Frankfurt
Karlsruher SC – 1860 München
1. FC Heidenheim – Erzgebirge Aue

Redaktion Magath & Fußball

HSV und VfB unverzichtbar


Veröffentlicht am 20. Mai 2015

„Sportlich wäre es ungerecht, wenn ich sagen würde, mir wäre es lieber Paderborn und Freiburg würden absteigen und der HSV und Stuttgart blieben drin. Das ist gegen die Gesetze des Sports. Aber wir machen uns doch nichts vor – für das Produkt Bundesliga sind natürlich solche Branchengrößen wie der HSV und VfB unverzichtbar.“

(Heribert Bruchhagen, Sky, 20. Mai 2015)

Couch-Meister und Labbadia-Effekt


Veröffentlicht am 27. April 2015

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Bayern mit 25. Meisterschaft, HSV sendet Lebenszeichen

Am Sonntagabend war es soweit. Der VfL Wolfsburg hätte im Gladbacher Borussia-Park unbedingt gewinnen müssen, um nach dem 1:0-Sieg der Münchner im Heimspiel gegen tapfere Berliner das Unvermeidliche noch eine Woche hinauszuzögern. Taten die Wölfe aber nicht, stattdessen traf Max Kruse in der Schlussminute zum hochverdienten 1:0 für spielstarke Borussen und machte den FC Bayern damit vier Spieltage vor Saisonende endgültig zum neuen alten Deutschen Meister. Die Reaktion im Landessüden eher durch freudvolle Nüchternheit denn überschwängliche Begeisterung gekennzeichnet. Es gibt eben Wichtigeres, eine Meisterschaft allein reißt in München niemanden mehr vom Hocker. Erst recht nicht dann, wenn sie ohne direktes eigenes Zutun praktisch auf dem heimischen Sofa zur Kenntnis genommen werden durfte. Noch weniger, wenn sie derart klar und überlegen errungen wurde, wie im nunmehr dritten Spieljahr in Folge. Der FC Bayern in der Saison 2014/2015 seit Spieltag fünf unangefochten wie ungefährdet an der Tabellenspitze. Ernsthafte Konkurrenz? Einmal mehr absolute Fehlanzeige! Weit spannender fast schon traditionell der Kampf um den Klassenverbleib. Klarer Punktsieger am zurückliegenden Wochenende: Bruno Labbadia und der Hamburger Sport-Verein. Weiterlesen

„So schnell wie möglich Ruhe“


Veröffentlicht am 27. Februar 2015

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Wolfgang Hesl im Interview

Bei der Spielvereinigung Greuther Fürth steht der Kapitän zwischen den Pfosten. Wolfgang Hesl ist in seiner dritten Saison beim Kleeblatt ein echter Führungsspieler, ein sicherer Rückhalt und für viele seiner jungen Mitspieler eine wichtige Stütze. Der gebürtig aus Nabburg in der Oberpfalz stammende Schlussmann kam im Sommer 2012 von Dynamo Dresden an den Ronhof, spielte zuvor für den österreichischen Bundesligisten SV Ried und den Hamburger SV. Beim 7:0-Sieg über den Karlsruher SC wurde Hesl am letzten Spieltag der Saison 2007/08 eingewechselt und feierte mit der Raute auf der Brust sein Bundesliga-Debüt. In seiner Fürther Premierensaison konnte er den Abstieg aus dem Oberhaus zwar nicht verhindern, beinahe wäre im letzten Jahr jedoch eine schnelle Rückkehr geglückt. Nur aufgrund der Auswärtstorregel scheiterte Greuther Fürth in der Relegation mit viel Pech ausgerechnet am HSV. Die laufende Spielzeit indes entwickelte sich für die Spielvereinigung trotz des vielversprechenden Auftakts und des spektakulären 5:1-Derbysiegs über den 1. FC Nürnberg zu einer schwierigen Runde, derzeit belegt die Mannschaft mit 27 Punkten aus 22 Spielen Tabellenplatz 13 und ist längst nicht von allen Sorgen befreit. Seit Beginn der Woche heißt der neue, alte Trainer der Weiß-Grünen Mike Büskens, Frank Kramer wurde durchaus überraschend nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen von seinen Aufgaben entbunden. Wolfgang Hesl bleibt dennoch ein Ruhepol, einer der nicht mit markigen Sprüchen daherkommt, vielmehr sachlich und in aller Deutlichkeit die richtigen Dinge anspricht. Im Interview mit Magath & Fußball spricht der sympathische Torhüter über den Trainerwechsel, einen Kindheitstraum sowie über die Zeit nach seiner Profikarriere – und berichtet außerdem von einer einschneidenden Veränderung: Seit Anfang Januar ist Wolfgang Hesl stolzer Familienvater. Weiterlesen

Toreflut


Veröffentlicht am 16. Februar 2015

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Historische HSV-Pleite bei den Bayern

Die Bundesliga-Konferenz am Samstagnachmittag war wirklich nichts für schwache Nerven. Es fielen stolze 26 Tore verteilt auf fünf Partien – alle dreieinhalb Minuten zappelte der Ball entweder in Leverkusen, München, Bremen, Sinsheim oder Mönchengladbach im Netz. Maximaler Unterhaltungsfaktor für den neutralen Zuschauer! Überhaupt war der 21. Spieltag mit insgesamt 38 Treffern der torreichste der laufenden Saison – im Durchschnitt sahen die Fans in jedem der neun Stadien etwas mehr als vier Treffer. Von der ewigen Bundesliga-Bestmarke waren die 18 Clubs aber auch diesmal noch ein gutes Stück entfernt: Am 32. Spieltag der Saison 1983/84 waren in ebenfalls neun Partien sogar 53 Tore gefallen. Damals wie heute maßgeblich an der Toreflut beteiligt waren die Münchener Bayern. Weiterlesen

Im Schatten vergangener Tage


Veröffentlicht am 24. November 2014

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HSV besiegt und überflügelt Werder

Das 101. Nordderby der Bundesligageschichte zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen war alles andere als ein Fußball-Leckerbissen. Längst vorbei sind die Zeiten, als sich beide Rivalen im oberen Tabellendrittel begegneten und um die europäischen Plätze kämpften. Inzwischen sieht die Realität leider anders aus: Mittelmaß bestenfalls, Existenzängste und Abstiegskampf nicht ausgeschlossen. Die wenigsten hatten sich demnach am Sonntag im Volkspark ein fußballerisches Spektakel erhofft, für beide Kontrahenten stand zu viel auf dem Spiel. Heraus kam letztlich ein sicher leicht glücklicher, keineswegs aber unverdienter HSV-Erfolg. Die turbulente Schlussphase jedoch – erst in der letzten Viertelstunde übertrug sich die Derby-Atmosphäre auch auf den Rasen – entschädigte die Fans. Weiterlesen

Lebenszeichen im Lößnitztal


Veröffentlicht am 25. September 2014

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Erzgebirge Aue hält die ostdeutsche Fahne hoch

Es ist keinesfalls übertrieben, wenn man den Saisonstart der Veilchen als durchweg misslungen bezeichnet. Null Punkte, ein einziges Törchen aber schon zehn Gegentreffer nach vier Spielen mündeten in ein Chaos auf ganzer Linie. Das 0:3 daheim gegen Düsseldorf Ende August war schließlich der Auslöser, der unmittelbar vor der zweiwöchigen Spielpause zunächst Trainer Falko Götz sowie Vizepräsident Jens Stopp aus ihren Ämtern spülte und einen Tag später auch den Rücktritt von Präsident Lothar Lässig nach sich zog. Alles auf Anfang heißt es seither im Erzgebirge, wo seit Jahren die Fußballfahne Ostdeutschlands tapfer in die Höhe gehalten wird. Das 3:0 über den FC St. Pauli sowie der Auswärtspunkt beim zwischenzeitlichen Tabellenführer in Ingolstadt lassen aufhorchen. Ein Lebenszeichen aus der Hochburg ostdeutscher Fußballtradition. Finanziell wie die allermeisten Clubs aus den neuen Bundesländern nicht gerade auf Rosen gebettet, ist es mehr als beachtlich, wie sich Aue nunmehr im fünften Spieljahr in Serie in der 2. Bundesliga hält. Oft wähnte man sie schon aussichtlos verloren, die „Kumpel aus der Tiefe“ aber sind immer noch da. Weiterlesen

Mediale Sicht auf die Saison


Veröffentlicht am 16. Mai 2014

„Der Abstiegskampf fiel aus, das Titelrennen laaangweilte, Fans griffen Fans an und ein Steuerbetrüger wurde überhöht. Diese Saison war für Miesmacher.“

(Die Zeit, online, Saisonfazit Bundesliga 2013/14, 11. Mai 2014)