Schlagwort-Archive: Afrika

Für Groß und Klein


Veröffentlicht am 24. Dezember 2014

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Der Hase im Rausch

Der Igel hatte einst zu seinem Wiegenfeste
Den Hasen auch im Kreise seiner Gäste,
Und er bewirtete sie alle auf das Beste.

Vielleicht ist auch sein Namenstag gewesen,
denn die Bewirtung was besonders auserlesen.
Und gradezu in Strömen floß der Wein,
Die Nachbarn gossen ihn sich gegenseitig ein.

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God is good


Veröffentlicht am 28. Oktober 2014

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Ein Hoffnungsträger für die Three Lions

Nicht Wayne Rooney, auch nicht Danny Welbeck, Daniel Sturridge, Rickie Lambert oder Jay Rodriguez lautet der Name des bis dato gefährlichsten Engländers in der Premier League. Saido Berahino, 13-facher U21-Nationalspieler in Diensten von West Bromwich Albion, hat nach dem neunten Spieltag bereits sieben Treffer auf dem Konto, wird bislang in der Torjägerliste nur von Sergio Agüero und Diego Costa (beide neun) übertroffen. Der 21 Jahre alte Angreifer mit der Rückennummer 18 war zuletzt in vier Spielen fünfmal erfolgreich, traf in der Vorwoche im „The Hawthorns“ sowohl gegen Manchester United als auch gegen Crystal Palace (jeweils 2:2). Schon jetzt wird an der Anfield Road wie an der White Hart Lane öffentlich über eine in diesem Falle wohl äußerst kostspielige Verpflichtung des Shootingstars im Winter spekuliert, sein Länderspieldebüt für England wohl nur eine Frage der Zeit. Angesichts der gegenwärtigen Sturmflaute bei den Three Lions scheint eine erstmalige Berufung Berahinos schon für die Partie gegen Slowenien in der EM-Qualifikation Mitte November durchaus im Bereich des Möglichen. Gottvertrauen, Coach Alan Irvine und nicht zuletzt ein Blick auf die eigene Geschichte sorgen derweil dafür, dass der Torjäger in der Welt frühreifer, ruhmgeschwängerter Fußball-Halbgötter nicht die Bodenhaftung verliert. Weiterlesen

Klarsicht


Veröffentlicht am 21. Oktober 2014

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„Ich verstehe nicht hundertprozentig, wie man als FIFA – oder wer auch immer dafür dann schlussendlich zuständig ist – davon ausgehen kann, dass ausgerechnet in Afrika die Grenzen so sicher sein sollten, dass nicht irgendwelche mit Ebola infizierten Menschen von einem Land ins andere kommen, wenn wir es hier schon nicht schaffen, dafür zu sorgen, dass das nicht passiert. Ich habe immer durchaus Verständnis dafür, dass beispielsweise Politik den Sport nicht beeinflussen sollte, aber es gab einige Dinge, über die man sich zuletzt Gedanken machen konnte, ob das nun Champions League Spiele in Russland oder der Ukraine sind oder, ob das eben jetzt der Afrika-Cup in Marokko ist. Wenn ein afrikanischer Staat das Gefühl hat, das Ganze nicht sicher stemmen zu können, rückt für mich der Wettbewerb automatisch hinten an. Dann muss man das auch ernst nehmen und darf nicht die Augen verschließen und sagen: ‚Ist doch völlig wurscht, da passiert schon nichts. Wir ziehen den Afrika-Cup durch.‘ Es werden viele Zuschauer, viele afrikanische Fußballfans in Marokko sein und aus meiner Sicht werden nur die wenigsten die maximal möglichen medizinischen Kontrollen haben. […] Wenn man sich die afrikanische Karte anguckt und dann sieht, welche Staaten bereits betroffen sind und welche noch nicht, und denkt, da liegt noch ein Land dazwischen und so weiter, dann ist das für mich natürlich keine Situation, wo man über Sport nachdenken sollte, sondern tatsächlich über andere Maßnahmen.“

(Jürgen Klopp, Bundesliga Pressekonferenz, 16. Oktober 2014)

Fußball in Sierra Leone


Veröffentlicht am 12. August 2014

Fußballbegeisterte Kinder in Sierra Leone.

Fußballbegeisterte Kinder in Sierra Leone.

Von gemachten und von wirklichen Problemen

Dieser Tage bewegte Fußballdeutschland der Austausch von Verbalinjurien zwischen den Herren Watzke/Zorc und den Herren Rummenigge/Sammer in Sachen Marco Reus. Ein Zwist, bei dem man das Gefühl hat, dieser Spieler sei eine unmündige Handelsware in einem verschlungenen Geschäft unter zerstrittenen „Freunden“. Dabei wurde mit Zahlen um sich geworfen, welche sich irgendwie um 25 Millionen drehten. Berichtet wurde darüber, als stünde der Untergang der Zivilisation bevor. Zeitgleich drückte die BBC eine Randnotiz aus der Welt des Fußballs in unser Bewusstsein: Der Fußballverband von Sierra Leone (SLFA) hat wegen der Ebola-Epidemie den Spielbetrieb komplett eingestellt. Damit bleibt abzuwarten, ob die Nationalmannschaft von Sierra Leone wie geplant in der Qualifikation zum Afrika-Cup 2015 antreten kann. Es gibt Zweifel, ob das Team überhaupt die Ein- wie Ausreise bei den Auswärtsgegnern erhält oder dortige Gesundheitsbehörden dies wegen Gefahr der Ebola-Verbreitung untersagen. Sierra Leone hat sich kampflos den Platz in der Hauptrunde der Qualifikation für den Afrika-Cup gesichert. Nach einem 2:0-Heimsieg gegen die Seychellen kam es nicht zum Rückspiel. Die Seychellen verzichteten aus Angst vor der Ebola-Epidemie in Westafrika auf dieses Rückspiel. Andere Nationen könnten dem Beispiel folgen und sich ebenfalls weigern, den Spielern aus Sierra Leone die Einreise in ihr Land zu gewähren oder nicht in Sierra Leone zu spielen. Weiterlesen

Sprungbrett ins Viertelfinale


Veröffentlicht am 30. Juni 2014

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Das Viertelfinale der WM komplettiert sich

Holland und eine hilfreiche Schwalbe sowie Costa Rica und ein großartiges Elfmeterschießen schickten gestern Mexiko und Griechenland auf den Weg in die Heimat, füllten das Feld der Viertelfinalteilnehmer mit ihrer weiteren WM-Anwesenheit auf. Ob heute Frankeich oder Nigeria nachziehen? Es kann durchaus wieder eng werden. Deutschland wird die Hürde Algerien problemlos nehmen, daran zweifelt wohl niemand, das Spiel gilt als gewonnen. Alles andere wäre nun wirklich mehr als erstaunlich und daher auch nicht zu erwarten. Bei allem Respekt vor den Fußballern Algeriens, sie werden das deutsche Team auf dem Weg Richtung Endspiel nicht aufhalten oder auch nur in Schwierigkeiten bringen, zu groß das Leistungsgefälle. Im Viertelfinale wartet dann also das Team aus dem Nachbarland oder Afrikas letzter Vertreter auf uns. Beide möglichen Viertelfinalgegner sind nicht zu unterschätzen, dennoch absolut lösbare Aufgaben. Das Halbfinale kann wohl längst gebucht werden, das Endspiel erscheint sichtbar am Horizont. Und in der Heimat purzeln die Public Viewing Rekorde. Ein Sommer der großen Erwartung ist in vollem Gange.

Redaktion Magath & Fußball