Schlagwort-Archive: Allardyce

Ein Verlust für die Premier League


Veröffentlicht am 17. Dezember 2015

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„Ich bin geschockt, um es milde auszudrücken. Ich glaube, sie müssen schon jemanden in der Hinterhand haben, der übernehmen kann. Ob das kurz- oder langfristig ist, werden wir sehen. Es macht mich traurig, dass José gehen muss, weil ich ihn gut kenne. Er ist ein guter Trainer mit einem guten Charakter. Es ist ein Verlust für die Premier League.“

(Sam Allardyce, Pressekonferenz AFC Sunderland, 17. Dezember 2015)

Big Sam


Veröffentlicht am 17. Oktober 2015

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Solides Handwerk in Zeiten großer Töne

Zwei Trainer, zwei Welten. Während aus Liverpool die Halleluja-Klänge das ganze Königreich und gleich noch den Kontinent überschwemmten, drang aus Sunderland eher ein dumpfer Hammerschlag der Ernüchterung in die englische Fußballwelt. Der FC Liverpool hofft vom neuen Messias den Flug zu den Sternen, also Titel. Der AFC Sunderland wünscht sich von Sam Allardyce die Rettung vorm Abstieg. Ist der Stuttgarter Jürgen Klopp etwas für das glanzvolle Parkett einer neuen Fußballwelt, steht der Mann aus Dudley für den Job an der Ruderpinne der Galeere Fußball. Während Klopp von eigener Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme redet, wuchtet sich der von Freund und Feind oft als Big Sam titulierte Allardyce wie ein Schwergewichtsboxer auf den Stuhl. Falls Jürgen Klopp die Nouvelle Cuisine der Premier League darstellen soll, so ist Sam Allardyce längst deren Eintopf, solide bis auf den letzten Knochen. Allardyce hat alles durch im englischen Fußball, sofern es sich um dessen tabellarische wie spielerische Niederungen handelt. Als Kicker war Allardyce ein kantiger Abwehrspieler, eher robust als technisch beschlagen, in Bolton bei den Wanderers lief er von 1973 bis 1980 mit Schnauzer und breiter Brust in 184 Spielen auf, schoss als Defensivmann sogar 21 Tore. Sein größter Triumph als Spieler war der Aufstieg von der zweiten in die erste englische Fußballliga. Weiterlesen

Pokal-Wahnsinn auf der Insel


Veröffentlicht am 15. Januar 2015

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Sieben Wiederholungsspiele komplettieren die dritte Hauptrunde im FA Cup

Nirgendwo sonst stehen derart viele Pokalspiele auf dem Plan wie im Mutterland des Fußballs. Neben dem FA Cup wird alljährlich auch noch der League Cup ausgespielt. Während sich das Starterfeld im League Cup auf die 92 Mannschaften aus den oberen vier Profiligen begrenzt, können am FA Cup zusätzlich zumindest in der Theorie alle Amateurclubs teilnehmen, die über eine angemessene und sichere Spielstätte verfügen und sich darüber hinaus durch eine nahezu endlose Schleife an Qualifikationsrunden spielen. Die 44 Mannschaften aus der Premier League und der Football League Championship steigen traditionell erst zu Jahresbeginn in der dritten FA Cup Runde ein. Gemeinsam mit den 20 verbliebenen Teams, die aus den ersten beiden Hauptrunden siegreich hervorgegangen sind, bilden sie dann einen Pool von 64 Mannschaften, der in vier weiteren K.O.-Runden bis zum großen Finale im Wembley Stadion den Sieger im wohl ältesten Pokalwettbewerb des Weltfußballs – zur ersten Austragung kam es bereits in der Spielzeit 1871/72 – ermittelt. Damit allerdings ist der Terminhatz noch nicht Genüge getan, denn um den kaum enden wollenden Pokalrunden zusätzliche Dramaturgie zu verleihen, gibt es im Falle unentschiedenen Spielstandes nach 90 Minuten nicht etwa Verlängerung und Elfmeterschießen, sondern vielmehr ein Wiederholungsspiel. Erst, wenn auch im Rückspiel – das Heimrecht kehrt sich um – in der regulären Spielzeit kein Sieger gefunden wurde, schließen sich „Extra Time“ und „Penalties“ an. Weiterlesen