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Wolken Richtung Paradies


Veröffentlicht am 25. September 2015

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VW Krise könnte in naher Zukunft auch den Fußball berühen

Stürzt ein Riese, klingt das Beben nach. Sämtliche Auswirkungen sind erst erkennbar, wenn sich der letzte Staub längst gelegt hat. Kein Mensch kann heute mit Gewissheit beleuchten, welche Folgen der als „Abgas-Skandal“ apostrophierte Vorgang auf den VW Konzern und die deutsche Gesellschaft haben wird. Das gilt auch für den Fußball. Das VW Imperium ist engmaschig mit dem Fußball verwoben und verästelt, das VW Logo gehört zum Bild dieses Sports. Der amtierende Pokalsieger VfL Wolfsburg wäre ohne die Autobauer nicht lebensfähig. Ein gerüttelt Maß Verdienst des bisherigen VW Bosses Prof. Dr. Martin Winterkorn, vormals ein begeisterter Hobbyfußballer und Torwart in Jugendmannschaften. Seine Fußballleidenschaft behielt er auch bei, als längst die Weihen eines großen Wirtschaftslenkers seine Stirn kränzten. Ein regelmäßiger Zuschauer mit Sporttemperament, verbrachte Winterkorn viel Zeit auf den Ehrentribünen des VfL Wolfsburg und von Bayern München. Meisterschaft und Pokaltitel am Mittellandkanal tragen auch seine Handschrift. Was der Abgang dieses  leidenschaftlichen Fußballfans nach sich zieht, ist nicht zu ermessen. Nachfolger Matthias Müller gilt als Freund des Rennsports, wird aber dennoch nicht umgehend das Fußballkapitel zuschlagen. Der Mann hat im Augenblick auch ganz andere Sorgen, als das Spiel mit dem Ball. Was bringt aber die Zukunft? Weiterlesen

Wiedersehen macht Freude


Veröffentlicht am 8. Dezember 2014

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Thomas Schaaf gehört längst nicht zum alten Eisen

Zugegeben, ein bisschen gewöhnungsbedürftig war es schon, als Thomas Schaaf nach einjähriger Dienstpause im Sommer auf die Bundesligabühne zurückkehrte. Thomas Schaaf, dieser Name war in den Köpfen der Fußballfans eigentlich auf immer und ewig mit dem Grün Werder Bremens verbunden. Plötzlich aber waren da die Frankfurter Vereinsfarben, Rot, Weiß und Schwarz, dazu der Eintracht-Adler und überhaupt war es ja noch nicht allzu lange her, dass der neue SVW-Geschäftsführer Thomas Eichin kurz nach seiner Amtsübernahme im Frühjahr 2013 aus freien Stücken einen Neuanfang ausrief. Der bis dato mit meilenweitem Abstand dienstälteste Trainer der Liga wurde mehr oder minder gegangen, man trennte sich „einvernehmlich“, soweit der übliche Sprachgebrauch. Viel war damals spekuliert worden. Ob Schaaf überhaupt noch in die Neuzeit der Konzept-Trainer passe. Ob Schaaf nach 14 Jahren Amtszeit als Cheftrainer noch Reizpunkte setzen könne. Ob seine Methoden noch zeitgemäß seien. Die Antwort traf Werder Bremen nun zwar mit leichter Verzögerung, dafür umso härter: Ein deutlicher 5:2-Sieg Eintracht Frankfurts hinterließ im ersten Aufeinandertreffen Schaafs mit seiner alten Liebe auf beiden Seiten eine Gefühlswelt, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnte. Weiterlesen