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Der Mann aus Markranstädt


Veröffentlicht am 25. Januar 2015

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Nur ein Deutscher leitete jemals ein WM-Endspiel

Dieser FIFA-Präsident war noch Fußball und guter Stil, Marketing und Geld dominierten nicht das Spiel und dessen Umfeld. Daher kümmerte sich der Engländer Sir Stanley Rous persönlich um das von den Endspielteilnehmern aufgeworfene Problem der Schiedsrichterbesetzung des bevorstehenden WM-Finales im Aztekenstadion. Das am 21. Juni 1970 in Mexiko-Stadt stattfindende Ereignis brauchte dringlich einen Unparteiischen. Die Italiener wollten keinen Schiedsrichter aus Südamerika akzeptieren, die Brasilianer verweigerten sich gegen die prominenten Schiedsrichter aus den europäischen Spitzenverbänden. Der Spielraum also äußerst gering. Bei Stanley Rous war nicht nur der Weltverband in guten Händen, er verstand auch etwas von den Regeln und Notwendigkeiten. Immerhin war der Mann in seiner Jugend ein erfolgreicher Schiedsrichter, leitete in seiner aktiven Zeit 34 Länderspiele und als Höhepunkt dieser Karriere das FA Cup Endspiel 1934 in Wembley. Weiterlesen

Geistig rege – insgesamt besser!


Veröffentlicht am 14. November 2014

„Es gibt da z.B. das Buch, Schach und Alter, zu dem ich selbst auch ein Kapitel beigesteuert habe. Da konnte ich z.B. anhand von Studien zeigen, dass man, wenn man bis ins Alter hinein Schach spielt, länger geistig rege und frisch bleibt. Und es gibt z.B. keinen bekannten Fall von einem Schachspieler, der an Demenz oder Alzheimer erkrankt wäre. Das ist doch immerhin sehr auffallend. Wobei ich aber glaube, dass jede geistige Tätigkeit, die einen fordert, gut ist. Nicht umsonst haben ja auch die Philosophen teilweise das ewige Leben gepachtet. Das Schachspielen kann also gut sein in dieser Hinsicht, und es ist eben auch unterhaltsam. Noch etwas ist mir in diesem Zusammenhang wichtig, das man heute immer mehr merkt und das ebenfalls durch Studien belegt ist: Ich meine das Schul-Schach. Wenn Kinder bereits in der Grundschule Schach lernen, dann werden ihre Schulleistungen insgesamt besser.“

(Dr. Helmut Pfleger, Großmeister u. Schachkolumnist, Interview Bayerischer Rundfunk, 12. März 2013)