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Souveräner Sieg – Gunners verteidigen FA-Cup


Veröffentlicht am 31. Mai 2015

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FC Arsenal siegt in Wembley gegen Aston Villa mit 4:0 (1:0)

Endlich hat er den Sir hinter sich gelassen. Arsène Wenger konnte bisher – auf Augenhöhe mit Alex Ferguson – fünf FA-Cup Siege für sich verbuchen. Gleichauf mit beiden, ein Vergessener. Thomas Mitchell, auch er ein Schotte wie Ferguson, holte mit den Blackburn Rovers zwischen 1884 und 1891 ebenfalls fünf FA-Cup Titel. Diese Jahreszahlen erübrigen jedes Wort über die gewichtige Tradition des Spiels Nummer eins auf der Insel. Arsenal-Manager Wenger mit dem frischen Titel Nummer sechs allerdings nicht alleiniger Rekordhalter. George Ramsay – wieder ein Schotte – war von 1884 bis 1926 Manager bei Aston Villa, kommt ebenfalls auf sechs FA-Cup Titel. Lang ist es her. Die Gunners waren mit elf Siegen bereits Rekordhalter, gleichauf mit Manchester United. Nun also brachte die zwölfte FA-Cup Trophäe den alleinigen Spitzenplatz. Auch die Titelverteidigung ist im legendenumwobenen Wettbewerb etwas Besonderes, nur den Wolverhampton Wanderers, Blackburn Rovers und Tottenham Hotspur war dies bisher gelungen. Ob das gute Geschick im FA-Cup Trost für verpasste Meisterschaften und den ewig unvollendeten Traum vom Champions League Sieg, es lässt sich nicht sagen. Wer den Siegeswillen von Arsène Wenger und das Potenzial seiner Mannschaft kennt, wird den Gunners sicher größeren Ehrgeiz unterstellen. Jahr für Jahr unter die Big Four der schwersten Liga der Welt bleibt eine beachtliche Leistung, der FA-Cup Sieg dabei natürlich eine zusätzliche Bestätigung. Die Anhänger dieses Clubs reichen weit über London und England hinaus, auch ein Verdienst des französischen Trainers, der seit 1996 seinem Job bei Arsenal nachgeht, diesen Verein geprägt hat wie keiner seiner 23 Vorgänger. Weiterlesen

Old Firm


Veröffentlicht am 1. Februar 2015

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Scottish League Cup: Celtic Glasgow – Glasgow Rangers 2:0 (2:0)

In 54 Ländern auf fünf Kontinenten wurde die Partie ausgestrahlt. Nicht etwa Barca gegen Real stand auf dem Programm. Celtic Glasgow und Glasgow Rangers spielten im neutralen wie ausverkauften Hampden Park (Glasgow) um den Einzug ins Finale des schottischen League Cups. Wie immer ging es – besonders im Vorfeld – in diesem „Old Firm“ um mehr als Fußball. Zu alt und zu groß die Rivalität. Erstmals seit dem Zwangsabstieg der Rangers 2012 kam es wieder zum „Old Firm“. Statistiker und Historiker tun, was sie gerne tun: sie streiten. Die einen behaupten, es sei Nummer 400 gewesen, andere pochen auf die 401. Über ein Jahrhundert verteilt können Zahlen schon mal durcheinander kommen. So oder so, Rangers und Celtic, im Sinne des Wortes zwei Religionen, zwei Welten, eine Stadt. Die letzten drei Jahre ruhte dieses 127 Jahre alte Derby. Die Rangers wurden nach finanzieller Pleite aufgelöst, dann neugegründet und mussten in der vierten Liga neu anfangen. Am Sonntag standen sie nun immerhin schon als Zweitligist im Ligapokal-Halbfinale. Ausgerechnet gegen Celtic! Weiterlesen

Auf nach Paris


Veröffentlicht am 6. September 2014

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Start der Qualifikation für das EM-Turnier 2016 in Frankreich

Das nächste Großturnier wirft erste Schatten. Der Weg dorthin beginnt für Europas Fußballnationen am Wochenende. Am 10. Juli 2016 – 21:00 Uhr im Stade de France – endet er für zwei von der Sorte mit dem Anpfiff zum Endspiel. Vor Mitternacht ist der Europameister in der Pariser Sommernacht dann gekürt. Frankreich genügt der Gastgeberpflicht, darf sich den öden Qualifikationsweg sparen. Andere müssen Gruppenzeugnis ablegen und sich die Fahrkarte verdienen. 53 Nationen spielen die verbleibenden 23 Plätze in 9 Gruppen aus. Dieses Turnier nicht zu erreichen stellt fast ein Kunststück dar. Die Franzosen haben gute Erfahrungen, als EM- wie WM-Gastgeber holten sie 1984 und 1998 den Titel vor heimischer Kulisse. Im Juli 2016 werden sich diese Glücksmomente für die Équipe Tricolore wohl nicht wiederholen. Einen deutschen EM-Triumph wird niemand verhindern können, anderes wäre eine ziemliche Sensation. Der Weg des Weltmeisters Richtung Frankreich ähnelt einer Kaffeefahrt. Gruppengegner wie Schottland, Irland und Polen sind von ehemaliger Fußballgröße entfernt. Die Zeiten der Law, Dalglish, Bremner, der Keane, Staunton, Bonner, der Lato, Deyna, Boniek sind längst verhalt. Ein Steven Fletscher, ein James McCarthy und ein Robert Lewandowski machen keinen neuen Frühling. Georgien und Gibraltar vervollständigen die Gruppe D als Zählkandidaten. Nach einer spektakulären Weltmeisterschaft mit globalem Massencharakter muss der Fußballalltag von Spielern und Zuschauern erst wieder angenommen werden. Die erste EM-Qualifikationsrunde verspricht kein Feuerwerk, läuft ohne eine spektakuläre Paarung an. Deutschland beginnt seine Schaulauf-Tournee Richtung Paris mit einem Heimspiel in der temperamentsvollsten Fußballstube unseres Landes. Sonntag-Abend gibt sich der Weltmeister im Signal-Iduna-Park zu Dortmund gegen Schottland die Ehre. Der Rahmen stimmt.

Redaktion Magath & Fußball

Große Erwartungen aller Orten


Veröffentlicht am 16. August 2014

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Saisonstart 2014/15 in der Premier League

Englands Eliteklasse startet mit großen Erwartungen in die neue Saison. Die WM verlief für den englischen Fußball desaströs, in den letzten beiden Champions League-Endspielen gab es deutsche und spanische Finalpaarungen. Der Hunger auf Erfolg so riesig wie die Erwartungen. Für Furore im Vorfeld sorgten kein Platzhirsch und kein Transfer. Hauptattraktion vor Anpfiff des ersten Spieltages war ein Holländer. Louis van Gaal ist zurück als Vereinstrainer, er sitzt auf dem Ferguson-Stuhl bei Manchester United, dort wo sein direkter Vorgänger David Moyes keine Spuren hinterlassen konnte. Die Erwartungen in van Gaal sind groß, sein eigener Anspruch wie immer überbordend. Er wird Manchester United stabilisieren, er wird sie nach Europa führen. Die Meisterschaft ist dennoch unwahrscheinlich. Neuzugang Ander Herrera von Athletic Bilbao macht noch keinen Sommer. Weiterlesen

Standard + Defensivspieler = Halbfinale


Veröffentlicht am 5. Juli 2014

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Deutschland hat die Hand am Titel – Brasilien nun ohne Chance

Der Tag der Innenverteidiger. Mats Hummels machte es vor, Thiago Silva und David Luiz wollten sich nicht lumpen lassen. Ihre Tore sorgten für das lange prognostizierte Halbfinale Brasilien – Deutschland, die Gegner Frankreich und Kolumbien blieben auf der Strecke. Auf dieser Strecke blieb in der Abendpartie auch der Fußball. Mit einer Mischung aus Ignoranz und Inkompetenz sorgte der Spanier Carlos Velasco Carballo in der Partie Brasilien gegen Kolumbien für das Abrutschen des zerfahrenen Spiels in stetig anwachsende Härte, bei der auch Brasiliens Nationalstolz Neymar weidwund auf der Strecke blieb. Auch Kolumbiens Filigrantechniker und Torjäger James Rodríguez war schutzlos den rüden Attacken des Gegners ausgesetzt. Solche Schiedsrichter zerstören den Fußball und nehmen die Lust am Sport. Der Skandal wirft Fragen Richtung FIFA auf. Wird dem Kolumbianer Juan Zúñiga nun in gleicher und nachträglicher Konsequenz begegnet wie dem Uruguayer Luis Suárez? Zúñiga rammte sein Knie in voller Absicht in den Rücken von Neymar. Wie steht es nun um die Gewichtung zwischen herbeigeführten Wirbelbruch und mutwilligen Biss? Hat dieser unsägliche Schiedsrichter Konsequenzen zu erwarten? Weiterlesen